Mittwoch, 29. Februar 2012

Filme Februar 2012

The Descendants (2011)
Hawaii - eines der "Länder", das mit auch erste die letzten zwei, drei Jahre bisschen näher gerückt ist, hauptsächlich wegen der Neuauflage der amerikanischen TV-Serie Hawaii Five-0. Freute mich deshalb über diesen Film und sowieso über einen neuen Film von Alexander Payne ('About Schmidt', 'Sideways'), und dann auch noch mit George Clooney. Für eine handvoll Oscars nominiert hat Payne bestes adaptiertes Drehbuch gewonnen - das kennt er, das war bei Sideways schon genauso. Im Film geht es hauptsächlich um zwei Sachen; einmal stirbt die Frau des Protagonisten, der nun nicht nur sein Leben um seine zwei jugendlichen Töchter herum neu ordnen muss, sondern auch jetzt erstmals von der Affäre seiner Frau erfährt. Im Hintergrund steht außerdem seine Funktion als Vorstand eines Familien-Trustfunds, der aus 25.000 unberührten Ackern Land der Insel Kaua'i besteht. Dieser wird in sieben Jahren "auslaufen", wegen der 'Rule against perpetuities' (versteht keiner)¹, und soll deshalb vorher an einen Immobilienhai verkauft werden (versteht jeder: Spieler in der Winterpause verkaufen, bevor er ablösefrei im Sommer geht). Liebhaber und dessen eigene Familie konfrontieren, unberührte Ecke Land in noch-Familienbesitz besuchen, Gewinntrieb zurückschrauben, Familienzusammenkunft in Hawaii-Hemden, Auseinandersetzung mit den Töchtern aus der Rolle des back-up parent, Frau im Koma im Krankenbett, Treffen mit den unwissenden Schwiegereltern und dem mitwissenden befreundeten Nachbarspaar, man sieht ihnen gerne zu: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Judy Greer et al. 01.02.2012, 20:30, Atlantis, mit A., M.+O.(+T :)), 8/10

Meine verrückte türkische Hochzeit (2006)
Ganz netter deutscher Film à la Hollywood-Vorbild mit Florian David Fitz im Klein-Istanbulschen Berlin. 5/10

The Artist (2011)
Französische romantische Komödie um einen berühmten Stummfilmschauspieler, dem der Sprung in die Sprechrolle nicht recht gelingen will und seine Beziehung zu einer jungen Kollegin, die in den Tonfilmen erst richtig an die Spitze kommt. In schwarz-weiß, selbst allerweitestgehend als Stummfilm umgesetzt mit viel Getanze und einem Hund, absolut charmant. Das fanden auch Publikum und Kritiker: Fünf Oscars für den Hauptdarsteller (Jean Dujardin), den Regisseur (Michel Hazanavicius), die Kostüme (nicht schwarz-weiß, natürlich), die Musik und den Film selbst. Kudos! 10/10

The Cameraman (1928)
Gleich weiter mit dem Stummfilm: Buster Keaton, der Mann der niemals lachte. Keaton versucht sich als Kameramann, mit viel Tolpatschigkeit, Verwicklungen, einem Gegenspieler, einem Polizist, der immer auftaucht, wenn es grad gar nicht passt und einem Affen, all das natürlich nur um das Herz der Angebeteten zu erobern - was ihm mit mehr Glück as Verstand letzten Endes auch gelingt. Klassiker. Filmmuseum, mit A., 10/10

The Social Network (2010)

Einer dieser Filme, die viel Furore bei den Oscars machen, hat er auch drei gewonnen für Editing, Musik und bestes adaptiertes Drehbuch (Aaron Sorkin). Ich hatte bisschen mehr erwartet von David Fincher, insgesamt erschienen mir viele guten Möglichkeiten liegen gelassen in diesem Film um Mark Zuckerberg und den Beginn von Facebook. Zu offensichtlich eingesetzte Narrativik mit den Rückblenden aus dem Konferenzraum heraus, in dem sich Jesse Eisenberg und Andrew Garfield als ehemalige Freunde und Gründerteam gegenüberstehen. So eher langweilig, wenn auch gut gespielt, die Story sicher interessant, Facebook einfach eingefräst in das heutige tägliche Leben und nicht ganz uninteressant, wie Zuckerberg dargestellt wird. Na ja. 6/10

1) Wer sich da genauer reindenken will, viel Spaß, das kann man auf Wikipedia nachlesen. Ich amüsiere mich derweil über die Erklärung zur 'rule against perpetuities' in einfachem (!) Englisch: "The Rule against Perpetuities is one of the most complicated rules in property law and wills and trusts. In general, the rule states that a gift of a will (or a trust) will not be enforced if the subject of the gift is to be given to a person who can not be known now, and will not be able to be known, by the end of 21 years after the death of everyone who was alive (including children in their mother's uterus but not yet born) at the time the gift was created."

Montag, 27. Februar 2012

Oscars 2012

[17:30] Uiuiui! 84th Annual Academy Awards - Juhu!
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[17:32] Ha, Billy Crystal wird in Szenen von nominierten Film-Oscar Filmen dazu überredet, zu hosten. Besonders schön als Clooneys Frau und Tintin - nur was macht Tom Cruise da genau?
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[17:39] Alle lieben ja Billy Crystal. Hm. Klar, super Typ, aber ich mochte bislang eigentlich Jon Stewart am liebsten. Müssen die denn wirklich immer alle singen?
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[17:42] Tom Hanks stellt einen der Seat-Filler vor, Karl, der seit 59 Jahren diesen Job macht. Sitzt gerade auf Jennifer Lopez' Platz. Oder war das doch ein Witz?
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[17:43] Erster Oscar für 'Hugo', Robert Richardson für Cinematographie, eine meiner Lieblingskategorien. Das ging schnell. Auch die Clips sind nicht aussagekräftig. Buh.
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[17:44] Oh, hier gehts echt Zack-Zack, Tom Hanks macht gleich weiter. Art decoration Oscar geht auch an 'Hugo'. Mir geht das zu schnell. Ich will längere Clips und bessere Vorstellungen, das sind die schönen Kunst-Kategorien!
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[17:49] Und mit längere Clips meinte ich nicht Werbung.
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[17:53] Denkwürdige Momente des big screens werden gezeigt - und es endet mit Harry und Sallys Orgasmus-Szene. Heh.
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[17:54] Costume Design. Sehr schön, jetzt gibts wirkliche Clips und Vorstellungen zu den Leuten, mit Bildern aus den Filmen. Dafür gucke ich das! Danke. Und es gewinnt Mark Bridges für 'The Artist'. Farbige Kostüme übrigens, für einen Film in schwarz-weiß. Ob er das blöd fand?
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[17:57] Makeup. Oh, ein Harry Potter ist ja auch dabei. Eh - the Iron Lady gewinnt mit Coulier und Heland? Ich fand alle anderen beeindruckender. Aber vielleicht waren die auch nur auffälliger.
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[18:00] Schauspieler erzählen von ihren Erfahrungen als Filmzuschauer. Man muss Helen Mirren wirklich lieben. Und Brad Pitt. "It was the 'Gargantuan'. I guess. And it was about good Gargantuan and bad Gargantuans." Huh.
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[18:06] Hah! Sandra Bullock spricht chinesisch mit leichtem deutschen Akzent. Deutsch. Foreign Language Film! Kanada ist anscheinend ausländischer Film, wenn französisch? Lustig. Iranischer Film 'A Separation' von Asghar Farhadi gewinnt. Mein erster Tipp-Punkt glaube ich.
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[18:09] Christian Bale für beste Nebendarstellerin. Dann muss er wohl die männliche Kategorie letztes Jahr gewonnen haben? Wusste ich gar nicht mehr. Jessica Chastain ist echt süß. Melissa McCarthy auch. Und Octavia Spencer. Hah! Octavia Spencer wirds. Großartig, das hatte ich sogar getippt. Oh. Erste Tränen. "Thank you Academy for putting me with the hottest guy in the room."
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[18:18] Film Editing. Ich bin für 'Moneyball'. Aber es wird 'The Girl with the dragon tattoo', und die beiden (Angus Wall, Kirk Baxter) haben wohl letztes Jahr für Social Network schon gewonnen.
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[18:25] Sound editing wird durch gehetzt. Schade. Und schon wieder 'Hugo'. Ob Scorsese dann heute auch noch den Oscar kriegt? Hah. Ein Hugo (You go) Witz. Philip Stockton und Eugene Gearty. Sehr geile Rede.
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[18:27] Sound Mixing. Auch gehetzt. Leute! Und schon wieder 'Hugo': Tom Fleischman, John Midgley. Wieviele sind das jetzt schon? Ich wäre auch hier für Moneyball gewesen.
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[18:34] Cirque du Soleil kurz vor der Flugzeug Sezene aus Hitchcocks 'North by Northwest', die ist klasse. Hm. Ganz nett, aber ich hätte lieber längere Clips.
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[18:41] Bisschen bemühtes Gwyneth Paltrow, Robert Downey Jr. Intermezzo zu bestem Dokumentarfilm. Pina? Nein, Undefeated gewinnt, tausend Leute rennen auf die Bühne und freuen sich ganz offensichtlich sehr, sehr ehrlich. Schön - werden aber leider abgeschnitten. Das ist übrigens ein Footballfilm. Den will ich sehen.
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[18:46] Best Animated feature film. Ich finde ja 'A Cat in Paris' sieht wirklich nett aus und wäre mal was anderes. Aber es wird 'Rango' von Gore Verbinsky.
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[18:52] Visual Effects. Emma Stone macht das wirklich lustig. Das kommt deutlich weniger hölzern als ungefähr alle bislang. Ben Stiller hat keine Chance. Oh, nochmal Harry Potter. Obs wohl wieder Hugo wird? Yapp. Hugo. Robert Legato, Joss Williams, Ben Grossmann, Alex Henning. Here you go! (der musste.)
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[18:57] Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer und Max von Sydow übrigens beide 82 Jahre alt. Sollte auch einer von beiden sein, und der wäre dann ältester Schauspieler bislang. Und es wird Christopher Plummer, das ist auch gut so. Hoi, extrem souveräne Rede. "You are only two years older than me, where have you been my whole life?" Hihi - er würde den Award ja mit Ewan McGregor teilen, den wir wohl alle lieben, wenn er etwas decency hätte. Hat er aber nicht. Plummer ist bisher wohl der Höhepunkt, großartiger Typ.
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[19:09] Jupp, Billy Crystal, nicht lustig. Und wenn er mal lustig ist, dann lacht er schlecht über sich selber. Also ne.
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[19:11] Ui. Best Score. Ich glaube langsam, dass ich doch ganz gerne 'War Horse' sehen will. Und jetzt bitte mal nicht 'Hugo', ja? Wär doch lustig, wenn das an den Stummfilm geht, oder? Und er hat ihn. Ludovic Bource für 'The Artist'. Der Typ ist sympathisch, die Musik fand ich allerdings nicht so.
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[19:16] Will Ferrel und Zach Gashavananakis (?) mit Becken schellen für Original Score. Bitte die Muppets! Hat eine 50% Chance, denn es sind nur zwei Lieder nominiert. Bret McKenzie, ein Neuseeländer gewinnt (Cam!) und redet über Kermit. Super cooler Typ.
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[19:25] Adapted Screenplay. So, jetzt bitte meinen persönlichen Oskarfilm auszeichnen: 'Ides of March'. George! Aber es wird 'The Descandents'. Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash. Auch gut. Ich mag Alexander Payne. Sehr.
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[19:28] Original Screenplay. Und den bekommt Woody Allen. Der ist aber gar nicht da? War da was?
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[19:30] Und wieder Schauspieler interviewt, diesmal dazu, was einen guten Film ausmacht. Ich hätte gerne alle Clips nochmal. Ob man die sich irgendwo runterziehen kann?
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[19:38] Ich glaube, man sollte Bridesmaid sehen. Short Film übrigens an 'The Shore', Nordirland. Terry George, Oorlagh George.
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[19:41] Short Documentary: 'Saving Face', Daniel Junge, Sharmeen Obaid-Chinoy. Toll. Für die Frauen in Pakistan.
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[19:44] Best animated short film. Ich will den mit den Büchern im Titel. Sehen aber eigentlich alle ziemlich großartig aus. Ich glaube ich habe eine neue Lieblingskategorie. Super schön: 'The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore' - William Joyce, Brandon Oldenburg. Die beiden bedanken sich bei den ganzen großartigen Filmen, die sie inspiriert haben. Lustig.
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[19:47] Jetzt fehlen nur noch die vier großen Oscars. Total krass, das ist ja dann vor 21 Uhr vorbei.
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[19:50] Michael Douglas präsentiert besten Regisseur. Bitte nicht Terence Mallick. Für mich der mieseste Film 2011. Öha. Wird echt 'The Artist'. Michel Hazanavicius hat seine Rede vergessen, vergisst aber nicht dem Hund zu danken. Und auch: den Filmen. Das scheint heute so Thema zu sein.
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[19;55] Hat Billy Crystal Meryl Streep gerade als "whore" bezeichnet? Amüsiert. Ehrenoskars für Oprah Winfrey, James Earl Jones (Schauspieler) und Dick Smith (Makeup).
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[20:03] Zu Louis Armstrong 'What a wonderful world' kommen die Verstorbenen. Whitney Houston, Peter Falk, Sidney Lumet, Elizabeh Taylor. Hm, ich finde Steve Jobs hier fehl am Platz irgendwie.
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[20:13] Ah, die vielleicht schönste Frau der Welt: Natalie Portman. Demian Bechir und 'A Better Life' würde ich gerne sehen, den hatte ich gar nicht wahrgenommen. Schwierig. Scheinen alle sehr großartig gewesen zu sein. Aber keine große Überraschung: Jean Dujardin. So geht das, 'The Artist' kriegt die großen Oscars, 'Hugo' die kleinen. Die Franzosen werden sich freuen.
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[20:24] Und die Kartoffelnase ist süß zu Meryl Streep. "Mamma Mia. We were in Greece, we danced, I was gay, we were happy. I probably fathered your daughter." Großartig. Wie auch hier alle der Schauspielerinnen - echt gute Wahlen diesmal. Aber auch das nicht überraschend, Meryl. Und sie kriegt tosende Zurufe. Dankt dem eigenen Mann und dann dem, der sie seit 30 Jahren mit Haar und Makeup technisch betreut und heute auch den Oscar bekommen hat, J. Roy Helland.
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[20:35] Toller Zusammenschnitt aller nominierter Filme. Showdown? Und ja, es ist 'The Artist'. Damit ist 'Hugo' doch noch recht deutlich geschlagen. Thomas Langmann auf der Bühne, und auch der Hund und überhaupt alle. Oh, die Hauptdarstellerin Berenice Bejo ist mit dem Regisseur zusammen. Wusste ich gar nicht.
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[20:38] Ganz nett, aber allen, die so enthusiastisch im Vorfeld waren - Billy Crystal, sorry, nicht wirklich. Wer hat denn die Gags geschrieben?

Oscars 2012: Red Carpet

Wenn man nach Victoria, BC geschickt wird wegen der Arbeit, dann ist man in der gleichen Zeitzone wie Los Angeles. Das ist nicht ganz uninteressant, wenn man sich gerne die Oscars ansieht was in Deutschland wegen der Zeitverschiebung ja nicht immer so einfach ist. Aber so: Livebloggen von den Oscars. Weil ich ja kein Klischee auslassen kann.
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[16:02] Ich hätte das nie gedacht, aber: die Berichterstattung vom Red Carpet wirkt im ABC Original genauso platt wie die von Pro7. Nur dass man da die Leute kennt und deshalb genüsslicher lästern kann. Und die Worte Facebook und Twitter fallen deutlich seltener.
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[16:06] Octavia Spencer, nominiert als Nebendarstellerin für 'The Help' sieht toll aus und wirkt unglaublich sympathisch. Aber bei näherer Überlegung: es wirken eigentlich bisher alle recht relaxt, normal und freundlich. Wie Jessica Chastain, auch als Nebendarstellerin nominiert, auch für 'The Help'.
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[16:12] Ich wäre ja gerne Rooney Mara. Aber wer nicht? Plätze in der ersten Reihe beim Superbowl und den Academy Awards.
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[16:23] Ha! Die Kommentatorin findet Rooney Mara, Octavia Spencer und Jessica Chastain auch phänomenal. In Rot übrigens Michelle Williams und Emma Stone, die ich ja beide schon länger sehr mag. Rot auf dem Red Carpet kann ja auch schief gehen, genau wie rot bei rothaarigen, aber hier nicht.
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[16:33] Und hier kommt genau was ich liebe an den Oscars: die Clips. War das wirklich George Clooneys Mutter?
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[16:35] Melissa McCarthy für mich immer die absolut allerbeste. SOOKIE!
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[17:04] Bitte gebt Bradley Cooper einen Rasierer für diesen Schnurrbart. Sexiest Mann alive. Not.
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[17:05] Wow. Gwyneth Paltrow. Was für ein unglaublich schönes Kleid. Schlicht und klassisch.
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[17:06] Blogge ich hier gerade über Abendkleider? Sorry, aber die Interviews sind wirklich nichts.
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[17:11] George Clooney wird wie immer Honig ums Maul geschmiert und wie immer spielt er es unbesehen runter. Schwierig heute übrigens ihn in der Menge auszumachen - nicht immer ist er da, wo alle jubeln, Brad Pitt ist auch gerade auf dem Carpet unterwegs.

Donnerstag, 23. Februar 2012

10) Laufen 6: 23. Februar 2012

Draußen Wetter gut, und ich komme um vier aus der Arbeit raus in der Hoffnung, alles wichtige dabei oder schon abgespeichert zu haben - morgen in aller hergotts-früh-noch-nacht geht's auf nach Kanada, davor graut es mir mal, dann freu ich mich wieder, auf jeden Fall bietet es sich an, mit dem Stimmungsbild nochmal laufen zu gehen, bevor ich meine sieben Sachen packe. Die grüne Ampel entscheidet auf Wiesnrunde, aber ich will bisschen länger diesmal. Ich laufe ganz langsam, dafür zwei Runden und bewältige die ersten 3 Kilometer in etwas über 23 Minuten, die gesamten 5,5 Kilometer in 44:45 Minuten in sehr gemütlichen 8:08. Und bei der schönen Stelle des 'We inventend Paris' Liedes Boheme, hier bei Minute 2:36, möchte ich jedes Mal laut mitgrölen. Schön.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Elsie de Brauw...

... hält alles zusammen.

Münchner Kammerspiele, Maxim Gorki: Wassa. Regie: Alvis Hermanis, mit Stephan Bissmeier, Peter Brombacher, Benny Claessens, Elsie de Brauw, Katja Herbers, Brigitte Hobmeier, Angelika Krautzberger, Oliver Mallison, Clara-Marie Pazzini und Çigdem Teke. Taubentrainer: Alois Schwarzhuber, Bühne und Kostüme: Kristine Jurjane, Licht: Wolfgang Göbbel, Dramaturgie: Julia Lochte, Foto: Kammerspiele. Spielhalle, am 19.02.2012, mit L. und M.

Dienstag, 21. Februar 2012

Filme Januar 2012

The Ides of March (2011)
Clooney at his best: Drehbuch (mit Grant Heslov, nach Beau Willimon), Regie, Darsteller. Mit nur einer Oscarnominierung für das Drehbuch für mich jetzt schon der große Verlierer und verstehen tue ich das wirklich nicht - das ist ein großartiger Film, mit generöser Besetzung (Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei, Jeffrey Wright, Max Minghella, Jennifer Ehle) der zusätzlich für Regie, Screenplay und mindestens drei Schauspieloskars in Betracht hätte gezogen werden müssen (in Ermangelung einer wirklichen weiblichen Hauptrolle) und auch als bester Film. Schönes Politdrama um die Verstrickungen im amerikanischen Wahlkampf. Ansehen.
02.01.2011, Atlantis OmU, mit A., 10/10

The River Why (2010)
Kleiner Independentfilm von Matthew Leutwyler, nach dem gleichnamigen Roman von David James Duncan über einen jungen Angler und seine Suche nach - hm ja. Wonach in coming-of-age stories halt immer so gesucht wird: Sinn könnte man vielleicht sagen. Lebensart. Antworten. Ach, und ein Mädel kommt natürlich auch drin vor. Tolle Landschaftsaufnahmen von Oregon mit viel Voice Over, mit Zach Gilford als charmant unbeholfenem Angler. 6,5/10

Casino Royale (2006)
Die Parkour Szene, die ich damals so toll fand, erscheint mir inzwischen fast übertrieben, aber insgesamt bleibt das einer der besten Bonds, recht nah am Buch übrigens - und statt mit Kindheiterinnerungen aufgeladen ist das noch dazu einer, den man im Vollbesitz der geistigen Kräfte selbst im Kino gesehen hat. Daniel Craig hatte im Vorfeld viele Zweifler gegen sich (mich eingeschlossen. Clive Owen, Leute, Clive Owen!), der Film hat sie alle ausgeräumt und mehr: einer der interessantesten Bonds. Eva Green ist gleichauf eines der besten Bondgirls aller Zeiten, und für Mads Mikkelsen schlägt mein Herz ja ohnehin, und auch Giancarlo Giannini, Jeffrey Wright und die schon gewohnte Judi Dench sind toll besetzt. Regie Martin Campbell, der zuvor schon für das Brosnan Debut 'Golden Eye' (1995) verantwortlich zeichnete. 9/10

Quantum of Solace
Der eine so gut, der andere so schlecht, das kann auch Daniel Craig nicht herausreißen. Jammerschade. Ausführliche Kritik von mir zum Film gabs damals schon in diesem Blog, die erste und der dritte Eintrag überhaupt, hui. Lustigerweise gebe ich dem Film heute einen halben Punkt mehr, nämlich sage und schreibe 4/10


The Town (2010) Ben Affleck inszeniert hier als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller ein Gangsterdrama in seiner Heimatstadt Boston. Die auf einem Roman von Chuck Hogan basierende Geschichte um einen halbwegs aufrechten Bankräuber der sich in die Geisel verliebt ist wirklich nicht ungelungen finde ich, in guten Nebenrollen Jeremy Renner, Rebecca Hall, Jon Hamm und Pete Postlethwaite, und ich setze Afflecks voran gegangenes Regiedebut 'Gone Baby Gone' (2007) auf meine Lovefilm-Leihliste. 6/10

Vincent will meer (2010)
Florian David Fitz hat das Drehbuch zum Film in der Drehbuchwerkstatt in München entwickelt, um einen Tourettekranken, der nach dem Tod seiner Mutter erst in Betreuung kommt und sich von dort gen Meer aufmacht. Regie führt Ralf Huettner, neben Fitz als Vincent sind in den Nebenrollen Karoline Herfurth, Johannes Allmayer, Heino Ferch und Katharina Müller-Elmau zu sehen (und Felix Rech! In der Kirche, ganz kurz, und mit Text in einer rausgenommenen Szene! Jaja!). Ich wollte ja damals nicht rein, obwohl mir die liebe M. gut zugeredet hat, aber deutscher Film und so (nur Vorurteil!) und Roadmovie ans Meer, weil Beteiligter krank (Ja, Knocking on Heavens Door, genau) das war mir irgendwie alles zu naheliegend. Ist naheliegend, aber ist ja auch ein Drehbuchdebut, da kann das schon okay gehen und darüber hinaus ist es einfach sehr gut geschrieben, in Szene gesetzt und gespielt. Und irrsinnig komisch. Ich fand die erste Hälfte ganz groß, zum Ende sackt es einen Ticken ab, aber insgesamt ein echt schöner Film, bitte mehr. (und wer mich noch nicht so gut kennt, ja ich habe überlegt, da jetzt meer zu schreiben. Eh klar.) 8/10

Tangled (2010)
Disney dachte ich, schön romantisch, super, das kann man sich ja immer anschauen. Nope. Schlimm, echt dünne Handlung, und wenn sie dann mit der Handlung nicht mehr weiterwissen: Bitte, ein Lied! Und die Lieder nerven sehr, das war mir so gar nicht in Erinnerung. Ich glaube diese romantischen Disney-Schinken habe ich einfach wirklich lange nicht mehr gesehen gehabt - und das auch nicht so bald wieder vor. 2/10

Donnerstag, 16. Februar 2012

9) Laufen 5: 16. Februar 2012

Der Schneesturm am Vortag hat mich mit Sorge um den Chef erfüllt (Wird er es vom Mittagessen heil zurück schaffen? Wird er die Büroeinfahrt finden? Wird er in der eisigen Kälte den 20 Meter Fußweg überleben?) - dennoch beschließe ich gleich früh laufen zu gehen. Und ich werde belohnt: zwar liegt noch überall Schnee, und die Wege sind teilweise auch recht glatt, aber zum gefühlt ersten Mal seit Tagen sehe ich die Sonne, auch ein Zeichen davon, dass die Tage wieder länger werden. Mit Casper im Ohr laufe ich allerdings schneller als mir guttut (kein Wunder, im Video laufen die ja schließlich auch alle), muss außerdem hinter der Bavaria mühsam durch einen ungeräumten Fußweg hindurch hoppeln, und bin nach zwei Kilometern dann so alle, dass ich empfindlich runterbremse. 21:49 Minuten auf 3 Kilometer, machen einen Schnitt von 7:16, aber diesmal ist der Schnitt wirklich ein Schnitt von zwei sehr unterschiedlichen Schnelligkeiten.

8) Yoga 1: 15. Februar 2012

Alter Misanthrop der ich bin fange ich Yoga an, aber nicht irgendwo in der Gruppe, sondern erstmal per Buch (Kia Meaux: Power Yoga). Dieses Buch hatte ich mir vor Jahren von der Mitbewohnerin aus- geliehen, weil mir nach erfolgreich beendetem Studium und vor erstem Job etwas langweilig war und ich dachte, ach, super, bisschen entspannen, mach ich mal Yoga. Von den vier wirklich reinen Entspannungsübungen allein, die man macht, bevor man das eigentliche Yoga startet, hatte ich dann einen dermaßenen Muskelkater dass in der Folge: Respekt vor Yoga. Jetzt also nachgekauft und mich wieder an den Entspannungsübungen versucht. Geht ganz gut, der Schatz liest die Anleitungen vor, bei einer Übung schmerzt das Knie und irgendwie überfordern mich diese Atmungsanweisungen, aber ich denke das kriegt man schon rein. Ich beschließe das Ganze mit dem Versuch, ungeübt und erstmals einen Sonnengruß zu performen. Kläglich. Hoffentlich kriegt man das irgendwann rein. Das ganze Prozedere dauert so an die 40 Minuten, fühlt sich allerdings kaum nach Sport an (kein Schweiß). Ich diskutiere ein bisschen mit mir rum und beschließe dann, den guten Willen zu belohnen, und mir den Sportpunkt dennoch zu verleihen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

7) Laufen 4: 11. Februar 2012

Diesmal raffe ich mich gemeinsam mit dem Schatz auf, Samstag nachmittags zur kleinen Westparkrunde - über Schnecke, Bavariapark, um den kleinen See im östlichen Teil des Parks drumrum und wieder zurück. Im Park finden sich nur wenig Läufern oder Spaziergängern, dafür viele Familien, die Schnee-Aktivitäten fröhnen: der See ist bevölkert von Schlittschuläufern und Eishockey spielenden Kindern - ein extra Bereich wurde dafür abgezäunt. Und die kleinen Hügel werden von Rodlern und Schlittenfahrern belebt. Schön. Die 5,8 Kilometer laufen wir in 45:15 Minuten, bisschen langsamer als allein, aber unwesentlich mit 7:48 auf den Kilometer. Und ich bin vom Tempo auch sehr begeistert, wir atmen beide ganz ruhig beim Laufen, fühlt sich alles ziemlich rund und vernünftig an. Nur kalt ists wieder, so dass ich den Abend dann mit Wärmflasche und Bettdecke verbringe...

Donnerstag, 9. Februar 2012

6) Laufen 3: 09. Februar 2012

Das Westend ist verschneit - die Wiesn und die Bavaria weiß, mit Streuschütt und kleineren Eisflächen, Raben, Menschen, die mit ihren Hunden Spazierengehen und einige wenige einsame Jogger, die ihre Runde(n) drehen. Auch ich, einmal drumrum, gemütliche drei Kilometer mit Boy im Ohr in ganz ganz lockerem Tempo und einer dafür phänomenalen Zeit von 21:18 (7:06/km) - beim Uhr anhalten fallen mir die Augen aus dem Kopf, ich dachte ich tendierte eher gegen 24 Minuten, nicht schlecht. Im Freien laufen, egal was Wetter, das ist einfach eine der schönsten Sachen; auf dem Heimweg würde am liebsten auf der Straße zu tanzen anfangen - was ich in letzter Zeit öfter mal will aber dann doch nicht einfach so mache, denn das macht man nicht, ne..? Florian David Fitz hat mal zu den Vorbereitung auf die Rolle des Tourette-Kranken in 'Vincent will meer' gesagt, dass er nicht einzelne Ticks anderer Menschen geklaut habe, denn so funktioniere das nicht, er habe auf seine eigenen hören müssen, Ticks und Impulse, die in jedem Menschen drin sind, denen wir nur in der Regel nicht nachgehen. Mir leuchtet das ein. Und irgendwann mache ich das auch noch, das mit dem Tanzen.

Dienstag, 7. Februar 2012

5) Fitness 2: 07. Februar 2012

Es ist früh, dunkel und kalt und die Aussicht Laufen zu gehen so unersprießlich, dass ich stattdessen wieder zu Hause Fitness mache. 38 Minuten diesmal, mit Dehnen, Planks, Situps, Rückenübungen, abgeschlossen mit 3 Runden à 10 Liegestützen, 10 Knieebeugen. Alles wieder ziemlich durcheinander, aber mit einem insgesamt guten Gefühl - man ist doch recht nah am eigenen Körper, wenn man spürt, wie die Muskeln richtig warm werden. Yogamatte und Yogabuch werden jetzt als nächstes angeschafft und dann will ich das Springseil mal wieder hervorkramen. Freude!

Montag, 6. Februar 2012

Superbowl Commercials

Dieses Jahr hat mich zwar tatsächlich das Spiel deutlich mehr interessiert als die vieldiskutierte Werbung (für angeblich 1 Million USD pro 10 Sekunden Werbezeit), aber erinnerungswert sind manche der Superbowl Commercials einfach doch. Ganz im Sportgeist zum Beispiel dieser Budweiserspot, unterlegt zu meiner großen Freude von We were promised Jetpacks' 'Keeping Warm':



Inklusive Referenz auf den Vorjahresclip zeigt VW:




Und schließlich der congeniale Google-Spot von 2010:

Sonntag, 5. Februar 2012

4) Laufen 2: 04. Februar 2012

In den östlichen Teil des Westparks, bei eisiger Kälte - wir sprechen von minus 10 Grad - und dem daraus resultierend erhebenden Gefühl, dass man auch den schlechten Witterungen trotzt fürs Sportprojekt (Obwohl das natürlich heillos übertrieben ist - immerhin strahlender Sonnenschein, kein Regen, und die meiste Zeit halbwegs windgeschützt gelaufen). Anhand des sehr praktischen Bayern Viewers - es muss nicht immer Google sein - errechne ich 5,8 Kilometer in 43:29 Minuten. Das ist immerhin ein Schnitt von knapp 7:30 (Minuten pro Kilometer), ganz ordentlich erstmal.

You say France and I whistle


Atomic, 03. Februar 2012, schön.

Donnerstag, 2. Februar 2012

... denn da gehört er hin.

Irgendwas hakt da noch immer an deiner tastatur.
ja. :-.::::::::::
geht als konkrete poesie schon durch so.
Dann behalte ich die Tastatur. Wird an die Hand dranoperiert.
abfindung quasi.
Genau. Apropos Abfindung. Kündigen sollte ich langsam mal.
erst den neuen Vertrag unterschreiben.
ach, nebensächlichkeit.
ok. und eh noch in der druckerei, oder?
und der drucker in istanbul im Urlaub.
... denn da gehört er hin.

- Manche Kollegen werde ich vermissen.

Mittwoch, 1. Februar 2012

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