Dienstag, 31. Dezember 2013

Bücher: Juli - Dezember 2013

12) Lily Brett: Lola Bensky
Stark autobiografischer Roman einer in New York lebenden ehemaligen Journalisten, die einige der bekanntesten Musiker ab den 60ern interviewte und später Kriminal-Schriftstellerin wurde. Das Buch konzentriert sich im ersten Teil auf diesen Lebensabschnitt, um später in die Gegenwart zu wandern; mitreflektiert wird außerdem ihr familiärer Hintergrund - ihre Eltern sind als Ausschwitz Überlebende nach Australien ausgewandert, wo sie auch aufwächst. Optisch schönes Suhrkamp Hardcover, das in der Winterlesung 2012 im 'Buch in der Au' empfohlen wurde; letzten Endes war ich aber eher enttäuscht, wegen der ständig um sich kreisenden Selbstreflexion - die nicht ganz unwahrscheinliche Vermutung, dass für die Autorin Schreiben therapeutisch ist, deckt die eigentlich interessanten Sujets für mich oft zu sehr zu.

13) Joss Whedon: Serenity. Those Left Behind.*
Ach, Serenity. Der recht dünne Comic unterscheidet sich in Stil und Erzählweise wenig von Fernsehserie und Film zwischen denen die Geschichte chronologisch einzuordnen ist - das ist großartig, einerseits, andererseits bedauere ich immer, wenn ein Genre als eigene Kunstform nicht auch entsprechend genutzt wird. Es kann hier dennoch kaum stören - das Firefly abgesetzt wurde war eine himmelschreiende Fehlentscheidung, da können Wiedersehen mit den Figuren und eine neue Story nur freuen.

14) Neil Gaiman: Sandman V:A Game of You.*
Der Fünfte Sandman Band; laut Gaiman der unbeliebteste und deswegen ihm der Liebste In der Geschichte geht es um Barbie und deren Traumwelt, die von einer mysteriösen Figur bedroht wird; mit den Nachbarn aus Barbies Appartmenthaus werden hauptsächlich weibliche Nebenfiguren in den Plot eingewoben. Ich fand die Erzählung tatsächlich ganz gut, habe aber Morpheus vermisst, der nur wenig und am Rande, als Deus Ex Machinus in Erscheinung tritt. Das Barbie schon im zweiten Band, 'The Doll's House' als Nebencharakter in Erscheinung trat, wusste ich nicht mehr, hatte beim Lesen aber die ganze Zeit das Gefühl, dass mir Kontext entgangen ist - ich muss die Bände mal näher aneinander lesen...

15) Terry Pratchet: Thud*
Mit Erstaunen festegestellt, dass ich meinen letzten Pratchett vor mehr als sieben Jahren gelesen hatte. Ich glaube man braucht dazu nicht viel sagen - ich mag Pratchett (auch wenn ich nicht zu viele seiner Bücher hintereinander lesen könnte), liebe Vimes und Vetinari. Die Bände mit den History Monks werden meine Lieblinge bleiben, aber ein Wachen-Pratchett ist immer wunderbar angelegte Lebenszeit.

16) Elias Canetti: Die Fliegenpein*
Canettis Aphorismen haben mich zum Magister intensivst begleitet - im Nachgang habe ich mir die Bände der schönen Hanser Werksausgabe gegönnt und jetzt die letzte Sammlung nochmal durchgängig nachgelesen. Systematisiert: Dichter, Tod, Verwandlung, Kürzestgeschichten, Szenen. Passt.

17) Cormac McCarthy: The Road**
Von meinem kanadischen Lieblingskollegen empfohlen (er hat sich im Gegengang an Mann's 'Zauberberg' gewagt), und das sehr zu Recht. Das Buch ist stylistisch einfach stark, und transportiert die inhaltliche Trostlosigkeit und das Mühsal in jedem Wort; präsentiert wird das Ganze durch das interessant kontrastierende Zwischenspiel zwischen Vater und Sohn, die in einem dystopisch-zerstörten Amerika zu Fuß gen Küste wandern (... going South ...). Sehr gelungen, Respekt. Nobelpreis, bitte.

18) Bernhard Blöchl: Für immer Juli*
Der Schelmenroman! Den Autor hatte ich auch auf seiner Lesung im Literaturhaus gesehen, was sehr viel Spaß gemacht hat, auch von der Anlage der Veranstaltung - gemütliche Fragerunde mit den Autoren, Lesung aus dem Buch, untermalt mit einem Musikstück und passenden Getränk. Im Falle des Juli waren es das in seinem Heimatdorf gebraute 'Maxlrainer', dazu 'Nobelpenners' “Fuck The Wörld, olé”, und ein Shirt der Band 'Herrenmagazin' - rundum gelungen. Ich mag nicht die Zielgruppe des Buches sein, habe mich aber sehr ob der Emanzipierung (Emannzipierung?) und des Liebesleidens der Hauptfigur amüsiert - getreu untermalt mit passenden popkulturellen Zitaten liest sich das Erstlingswerk absolut angenehm in einem Rutsch durch.

19) Alexandra Pilz: Zurück nach Hollyhill*
Noch ein Erstling einer Münchner Autorin, klar dem YA-Genre zuzuordnen. Absolut charmante Grundidee eines durch die Zeit reisenden Dorfes aus dem englischen Dartmoor. Gelungen wird der Sprung aus München nach England begründet, das, man muss es zugeben, ein einfach charmanteres Setting abgibt. Besonders die Figuren haben mich für das Buch eingenommen; die weibliche Hauptfigur hat ihre Eigenheiten ebenso wie der geheimnisvolle Held der Geschichte, und bis in die Nebenfiguren kommen glaubwürdige und runde Charaktere aus den Szenen hervor, womit die Autorin gelungen allen Klischees und Fallstricken eines Young Adult Settings ausweicht. Sehr gerne gelesen - zum Glück ist die Geschichte erstmal als Trilogie angelegt, da kann man sich schon auf den nächsten Band freuen!

20) Lonely Planet: Island*
Urlaub! Island! Wandern! Busse! Ring Road! Unterkünfte! Essen! Kneipen! Museen! Natur! Wasserfälle! Geysire! Kontinentalplatten! Seen! Vulkane! Regen! Schnee! Gletscher! Sonnenschein! Kaffee! Lesen! Ganz großes Kino.

21) Herman Melville: Moby Dick or: The Whale**
Das sind die Momenten in denen ich mich selbst ganz besonders gerne mag. Wir fahren nach Island? Walfängerland? Ja, dann könnte man ja mal endlich Moby Dick lesen! Und tatsächlich hat das wirklich was, parallel zum ersten Whale Watching und damit dem ersten selbst gesichteten Wal die Hintergründe des Walfangs, der Klassifizierung, der Anatomie und Schiffskunde im Hinterkopf zu verdauen. Großartiges Buch, zu Recht ein Klassiker, wobei ich die ersten etwa 150 - 200 Seiten am gelungendsten fand (Bulkington!). Später zieht Melville den Erzähler etwas zurück, was aus den vormals persönlichen Reflexionen eher lehrstückartige Exkurse zu "all things whale" macht; auch deswegen schadet es nicht, sich etwas Zeit und Muße für die 600+ englischen Seiten zu reservieren.


22) Sasa Stanisic: Wie der Soldat das Grammofon repariert*
Buchpreisgewinner des Herzens 2006; war schon lange auf meiner Leseliste. Einzigartiger Stil, der auch als Phantasiegeschichtentausch zwischen Großvater und Enkel eingeführt wird und es so schafft, über das autobiographische Drama hinwegzuhelfen - die Kindheit zu Kriegszeiten in Jugoslawien. Wirklich großartiges Buch, das in der zweiten Hälfte etwas schwächer wird; sonst hätte ich über den zweiten Stern durchaus nachgedacht.

23) TBA.*
Ich glaub darüber darf ich noch nicht schreiben. Aber bald!

24) Scott F. Fitzgerald: The Great Gatsby**
Ach, die Klassiker. Knappe zweihundert Seiten, und man hat das Gefühl, man liest Musik, jedes Wort sitzt.


25) Craig Thompson: Blankets*
Autobiographische, 600 Seiten lange Graphic Novel von Craig Thompson, über seine Kindheit und Jugend im ländlichen Wisconsin eines fundamentalistisch christlichen Elternhauses. Der Comic hat den Autor recht bekannt gemacht hat - er landete auf einigen Bestenlisten und bekam mehrere Preise dafür, darunter zwei Eisner Awards. In einem Rutsch am ersten Weihnachtsfeiertag durchgelesen, fand ich es sehr gut, aber 'Good-Bye, Chunky Rice' dennoch deutlich besser, sowohl von Story als auch von der Grafik her.

Bücher: Januar - Juni 2013

1) Lonely Planet: Japan*
Der Japan-Block. Sehr gut zurecht gekommen in Japan, was mit Sicherheit auch an den Japanern liegt, aber auch wieder gut beraten gewesen - Asien haben sie einfach drauf, muss man schon sagen. Ziemlich grandiose Reise; hatte ich das Land unter anderem deswegen ausgesucht, weil der Schatz daran weniger interessiert war, hat der Reiseführer das zunichte gemacht - am Ende wäre er gerne mit; das holen wir nach.

2) Jonas Jonasson: The 100-Year-Old Man Who Climbed Out the Window and Disappeared*
Genau das richtige Buch für meine Reise nach Japan, alleine - weil man für ein Abenteuer nie zu alt ist ;) Ich meine das der Band zu Recht schon so lange in allen Buchhandlungen ausliegt; richtig schöne Unterhaltung, guter und eigener Stil, grandios albern und unwahrscheinlich die Geschichte des Hundertjährigen, der vor seiner Geburtstagsfeier aus dem Altersheim fliegt, an einen Koffer voller Geld gerät und durchzogen von Rückblenden aus seinem turbulenten Leben gemeinsam mit weiteren unwahrscheinlichen Gestalten eine Versteckjagd durch Schweden bestreitet. Zudem überraschend nah an meinem tatsächlichen Alltagsgeschehen; Vladivostok aus'm Flugzeug, Hiroshima zu Fuß entdeckt.

3) Khaled Hosseini: A thousand splendid suns*
Von gemeinsamem Leiden, Kampf und Freundschaft zweier Frauen vor dem Hintergrund eines zerrütteten Afghanistan. Solide geschrieben, was einem ans Herz geht ist halt der Stoff - das Elend der Menschen, die Ohnmacht der Frauen dort und das Bewusstsein in welcher privilegierten Blase man eigentlich selber lebt. Zusätzlich getroffen hat mich dann noch der Seitenstrang um die Buddha-Statuen von Bamiyan, auch wenn's verglichen vielleicht 'nur' Steine sind - das trifft den Religionswissenschaftler in mir dann doch.

4) Yasunari Kawabata: Snow country*
Weiter im Japan-Block, der erste japanische Literaturnobelpreisträger (1968), dem dann 1994 Kenzaburo Oe folgte. Geschildert wird die Beziehung eines Tokioer Geschäftsmanns zu einer Geisha in einem entlegenen Bergdorf; wobei die Beziehung von Distanz und Melancholie geprägt ist. Geschoben wird die Handlung zudem vom Interesse des verheirateten Mannes an einem anderen jungen Mädchen des Dorfes. Sehr sehr schönes Buch, als japanischer Klassiker ohnehin zu empfehlen, da der Ton alleine schon - japanisch dezent - Bände über das Land spricht.

5) Martin Lutterjohan: Kulturschock Japan
Hat mich nicht sehr überzeugt - vor allem wegen des mageren Stils; immer wieder werden seltsame Momente eines deutschen Ehepaares eingeflochten, das sich auf Geschäftsreise befindet und ungefähr alles falsch macht. Die Informationen sind sicher in Ordnung, geschrieben ists aber schlecht - schade da ich eigentlich die Bücher der Reihe sehr gerne mag.

6) Stendhal: Rot und Schwarz**
1830 publizierte und zeitgleich handelnder Klassiker des französischen Realismus; Überbleibsel aus dem Literaturkreis. Großartige Sprache, und interessanter Brechungen; Stendhal durchstösst auch mal die vierte Wand, wendet sich an den Zuschauer im Metakommentar zum Roman an sich, oder bewertet die eigene Romanfigur im ansonsten recht klassisch auktorialen Erzählstil. Die Personen der Zeit, besonders Julien Sorel, werden allesamt durch den Schlamm gezogen; scheinen gleichzeitig gnadenlos schlecht, egoistisch wie auch schwach in Heuchelei, Verschlagenheit und Dummheit. Zum Haare ausraufen - Balzac befand, Stendhal wisse darum, das menschliche Herz zu verletzen.

7) Jan Bürger: Benns Doppelleben
Eines der Marbacher Magazine; über Benn und unter anderem seine Stellung zur Zeit, vor allem zum Nationalsozialismus. Solide; Bürger versteht schon sein Fach, schönes Bändchen - gemerkt hab ich mir allerdings nicht sehr viel...

8) Wolf Haas: Silentium*
Wie bei jedem Haas schwingt immer der Hader mit im Uhr - bei diesem umso mehr als es der erste Brenner-Film war, den ich gesehen hatte. Dazu Salzburg, Festspiele, Klosterschule, viele Morde und der Brenner eben; gruselig aber immer gut.

9) Wolfgang Herrndorf: Sand**
Ach, der Herrndorf, dem muss man schon noch dankbar sein. Großartiges Buch, wegen der Thematik mir auch lieber als 'Tschick', weil erwachsener. Und ungleich abgedrehter. Kriminalroman, historisch, Trottelroman, Thriller - die Genrebezeichnung ist nicht so ganz einfach, und auch beim Lesen fragt man sicher druchgängig, was das eigentlich soll. Zeitgleich wird man aber gut unterhalten - das Buch erzählt die Handlungsstränge verschiedener Personen (Agenten), die in einem afrikanischen Saharenland hinter Informationen und Gegenständen herjagen, teils mit tödlichem Ausgang. Grande. Popkorn!

10) Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr
Verschwubelte, sympathische Protagonisten wird als Pflegerin für depressiven Ex-Hot-Shot, jetzt querschnittsgelähmten Yuppie eingestellt. Auch um diesem die Lebensfreude zurückzugeben, denn er plant für sich selbst einen euthanasischen Tod. Die beiden verlieben sich, die Protagonistin wächst zur Selbständigkeit heran, er vollzieht seinen Plan, sie zieht nach Paris. Kann man sich sparen.

11) Nicole Krauss: Great House*
Irgendwie geht es um einen Schreibtisch, aber auch um vier verschiedene Geschichten, die miteinander verbunden sein sollen, wohl, was ich aber auch nicht immer ganz verstanden habe. Eine amerikanische Schriftstellerin, bei der ein Schreibtisch untergestellt wird. Ein Antiquitätenhändler, dessen zweieiige Zwillingskinder, die Freundin des männlichen derer - Tochter des Schreibtischbesitzers, Schreibtisch der zurückgeholt wird in die Rekonstruktion des Arbeitszimmers des Großvaters (oder so?). Ein englischer, erfolgloser Schreiber, der zur Beerdigung seiner Mutter zurückkehrt, in einen Unfall verwickelt legt der Vater am Krankenbett das schwierige Verhältnis zum Sohn offen. Eine erfolgreiche Schriftstellerin, die vor ihrem Ehemann Geheimnisse hat - kulminierend, als der Schreibtischbesitzer zu Besuch kommt, der sie an ihren verlorenen Sohn erinnert, möglicherweise und der den Schreibtisch von ihr erst bekommt, wohl. Gut geschrieben wie üblich, aber die vagen Verbindungen, allen voran der Geschichte um den Vater-Sohn Konflikt, haben mich nicht ganz von ihrer Notwendigkeit überzeugt

2013 erfragt

2009, 2010, 2011, 2012.

Zugenommen oder abgenommen?
ZUGENOMMEN. Jetzt ist Schluß.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer, ab, kein Pferdeschwanz mehr.

Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Ein Monat arbeitslos macht all den Unterschied.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Zwei Urlaubsreisen in die mit teuersten Länder der Welt? Mehr.

Mehr bewegt oder weniger?
Bisschen weniger, aber immer noch besser als nichts. Vergleichsweise viel (gnihihih, viel...!) gewandert, Langlaufen gewesen, Rudern, und halbwegs regelmäßig Fitness im Sportverein - dafür echt wenig laufen gewesen dieses Jahr, leider.

Der hirnrissigste Plan?
10+ Leute in der Abteilung und 20+ Leute in der Firma in eine gemeinsame Richtung schieben zu wollen und uns gleichzeitig bisschen besser aufzustellen, auch was neue SW-Entwicklungspraktiken angeht. Vieles hat gut geklappt, manches lief geradezu heimlich, still und leise erfolgreich durch - wenn ich von Paradigmenwechsel spreche, versteht mich aber immerhin mein Chef (und ist zum Glück zufrieden). Alles gut, soweit, nur: mich laugt das aus. Gruppendynamiken, Unterströme, Anforderungen und ich mag eigentlich nur in meiner Ecke sitzen und Tests automatisieren.

Die gefährlichste Unternehmung?
Alleine in Urlaub fahren, ans andere Ende der Welt; ganz ohne Bammel mache ich sowas nicht, auch wenn Japan natürlich nicht gerade gefährlich ist. Globaler war's aber sicher riskanter zum Hacker-Kongress zu fahren - die eigene Smartphonesignatur assoziert jetzt mit Assange, Applebaum, Snowden, dem CCC...

Die teuerste Anschaffung?
Island. Dicht gefolgt von Japan. Und dann kommt irgendwann das neue Sofa.

Das leckerste Essen?
Im ersten Jahr mit Firmenkantine leider nicht gut oder sinnvoll gegessen. Die Ökokiste musste dran glauben, das machte einfach keinen Sinn mehr, damit fiel auch selber zu kochen weiträumig weg. Essen gehen war auch wie immer mager, aus den Urlauben bleibt Sushi in Japan im Gedächtnis, ziemlich unerreicht, auch wenn's nur ein billiges Bahnhofsrestaurant war, und Fish & Chips in Reykjavik, plus der netten Caféhauskultur dort, mit Sandwiches, Burgern, Joghurts und Kram. Ansonsten zum Glück wieder die jährliche Lesung im Buch in der Au, leckere Kleinigkeiten und unglaubliche Nachtische von Jean-Marc. Und als privates Highlight: 'Mohr im Hemd' zum Jungesellinnenabschied einer allerliebsten Freundin, Lasagne bei eben dieser, und ein selbstgekochtes Putengeschnetzeltes, mal irgendwann so mittendrin.

Das beeindruckendste Buch?
Zu wenig. Wie immer. Dafür aber diesmal ein paar herausragende und insgesamt fast nur gute Bücher mit dabei. Dieses Jahr ist's ein ziemliches Kopf an Kopf rennen zwischen Herrndorfs 'Sand'. Melvilles 'Moby-Dick' und Fitzgeralds 'The Great Gatsby'. Vom Leseerlebnis war ich bei 'Sand' am entspanntesten - zudem ein grob kurzweiliges, überraschendes und stimmiges Buch. Der 'Gatsby' liegt sprachlich voran, liest sich wie ein Duft, Musik, eine Atmosphäre, wie gemalt - augenscheinlich also als würde man mit mehreren Sinnen lesen. Nur leider, leider, ging mir hier die Muse flöten; kaum zweihundert Seiten und doch konnte ich immer nur Stückchenweise lesen. Am beeindruckendsten damit dann wohl 'Moby Dick'. Wegen der Länge. Wegen der Langatmigkeit. Wegen der Detailmüdigkeit, die sich irgendwann einstellt. Und mit Sicherheit nicht zuletzt wegen der ersten paar hundert Seiten, die eine echte Offenbarung sind, wegen dem Bild in der ersten Unterkunft und wegen Bulkington, dem Steuermann.

Der ergreifendste Film?
Pfffffffft. Kaum im Kino gewesen, und Lovefilm wird bald gekündigt. Aus dem wenigen rausgepickt: 'The Help' war toll, genauso wie 'Life of Pi'. Entspannteste Filmerlebnisse mit 'Les Miserables' und dem ersten Teil vom 'Hobbit'.

Das ergreifendste Theaterstück?
Pollesch' 'Gasoline Bill' fällt wohl eher nicht in die Kategorie ergreifend, aber das sticht am meisten hervor. Insgesamt eh nicht oft gewesen, aber: Theaterabo, Baby!

Die beste CD?
Monsters of Men. Dem Schatz zum Geburtstag geschenkt. Ich bin so selbstlos. Danach, dicht: Mumford Sons, vom Schatz zu Weihnachten bekommen. Jake Bugg, außerdem, und Bastille, vor allem die akustischen Happen auf Youtube (Indien, you guys, do you remember us chanting?).

Das schönste Konzert?
Olafur Arnalds. Eines der großartigsten Konzerte meines Lebens, unnachahmlich. Das überstrahlt das insgesamt sehr, sehr schöne Konzertjahr. (Hallo: Nick Cave!)

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Nebensächlichkeiten (drögen Fernsehserien, Filmen, Leuten). IT-Kram, inner- und außerhalb der Arbeit (aber immerhin passend zum Jahres-Projekt). Kindern - die stehlen sich immer mehr in die Wochenenden, tagsüber. Und dem langsamen Wiederentdecken von den Dingen, die das Leben wertvoll machen.

Die schönste Zeit verbracht mit ...?
Urlauben, allein und mit dem Schatz. IT-Kram. Dem Alleinsein, auch weils so selten und selten wertvoll war und auch: Alleinsein mit dem kleinen Schatz. Dem Brautpaar und den anderen Gästen, tanzend, auf der Hochzeit des Jahres. Dem besten Freund. Dem neuen Chef. Den alten Lieblingskollegen.

Vorherrschendes Gefühl 2013?
I am an introvert.

2013 zum ersten Mal getan?
In einer Schlägerei gewesen, überraschend vorbildlich. Einen Chemiepark von innen gesehen. Einen Vortrag gehalten, auf einer (IT-)Konferenz. Japan, Ungarn, Island bereist. Eine Web-Applikation geschrieben und veröffentlicht. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst gerufen. Taufpatin geworden. Geburtstag mit Kindern, im Zoo (verregnet, leider). Eine eigene Schafkopfrunde gestartet. Souverän zwei Kinder behütet, allein. Unit Tests geschrieben. Den Viehhof kennengelernt. Auf einer Selbstversorgerhütte in den Alpen gewesen, zum Jungesellinnenabschieds-Mädelswochenende. Meine Radius nördlich (Island) und östlich (Japan) erweitert. Sumo besucht. Wale gesehen. Weihnachten bei den Schwiegereltern verbracht.

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Mit der Abteilung in Kurzurlaub gefahren (Dubrovnik damals, Debrecen heute). Hochzeitsentertainment gestaltet. Theaterabo gebucht. Mich von meiner Mutter gesundpflegen lassen. Gekniffelt. Filmabend in der Arbeit (Shining, Fight Club). Freiluftkino. Die beste Freundin besucht. Langlaufen, in Lenggries, mit Kurs erst und dann auf eigenen Faust. Eigenhäuser von Freunden bestaunt. Wanderrudern gewesen, am Main, übers Wochenende. Der Ökokiste Ade gesagt. Das Werkstattkino genossen zum Comic-Cafe und der Shining-Doku. Fußball verweigert. Den Hacker-Kongress besucht. In Jungendherbergs-Schlafsälen übernachtet. Alleine gereist. Ein Metal Konzert durchlitten. Die Oscars nicht geguckt. Magen-Darm erkrankt.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Microsoft und all that it entails (Powerpoint! Gah.). Übelkeit, Schwindel, Brechreiz. Big Brother is watching you.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das er hilft, im nächsten Jahr, damit das klappt, mit den Plänen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Den Hacker-Kongress, vielleicht?

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zu beginnen mich zu verstehen. Und damit dann zu akzeptieren, unbezahlbar, unersetzbar.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Würdet ihr Paten von unserem Sohn werden?" hallt nach, noch ganz, ganz lange. War allerdings auch ansonsten ein Jahr voller schöner Sätze. "Bitte bleib Du in München.", "Du bist also zufrieden mit mir?", "Mit Freunden wie euch ist das ganze Leben eine einzige Bierwanderung.", "Of course I remember you, we still use your tests. :)" "Ich versuche pünktlich da zu sein. Ansonsten im Barbereich nach mir Ausschau halten.", "Das sind die kleinen Schätze, wer sie noch nicht kennt, heut abend unbedingt kennenlernen."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
"Ich widersage." - eher für jemanden, in dem Fall.

2013 war mit einem Wort ...?
Ein (Wieder-)Anfang, hoffentlich. Und dürfte so weitergehen.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Sandra Hüller ...

... tritt aufs Pupskissen und ich schmeiß mich weg.

Münchner Kammerspiele, René Pollesch: Gasoline Bill. Regie: René Pollesch, mit: Katja Bürkle, Benny Claessens, Sandra Hüller, Kristof Van Boven. Bühne: Bert Neumann: Kostüme: Nina von Mechow, Licht: Rainer Casper, Dramaturgie: Tobias Staab. Foto: © Lenore Blievernicht. Am 12.12.2013, mit A.

Dienstag, 17. Dezember 2013

#Informatikfilme

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Twitter Timeline 11/13

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Autowerbung. Ja, Autowerbung.



Und ich dachte, VW wäre gut.

Samstag, 30. November 2013

Railsgirls Munich

Been there. Done that.
Via these guides: Installing Ruby & Rails, creating a web-application, adding thumbnails, using bootstrap, deploying to heroku. But besides, and especially: finally used my Github account :)

Donnerstag, 28. November 2013

Alte Säcke (mit Gitarre (die nicht singen können))).

Nick Cave, eine Ehre, da nehme ich sogar das Zenith gern in Kauf. 21.11.2013, mit A., (+E., +B.). Der Schatz hat den besten Geschmack. Zum weiterhören: Glastonbury-Konzert 2013.

Montag, 25. November 2013

Tage wie dieser...

seufz. Und mehr.

Brigitte Hobmeier...

... fällt raus.

Münchner Kammerspiele, Frank Wedekind: Franziska. Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg, mit Mit: Marc Benjamin, Walter Hess, Brigitte Hobmeier, Marie Jung, Christian Löber, Oliver Mallison, Stefan Merki, Annette Paulmann, Wolfgang Pregler, Çigdem Teke, Edmund Telgenkämper. Kostüme: Andrea Schraad, Licht: Jürgen Tulzer, Dramaturgie: Matthias Günther. Foto: © Judith Buss. Am 07.11.2013, mit A.

Mittwoch, 20. November 2013

Altersloser Hüftschwung

Das sind die besten Geburtstagsgeschenke. Theaterfabrik, 19.11.2013, mit M.

Dienstag, 5. November 2013

Screamo!

Deafheaven. Fragt nicht. Feierwerk, 04.11.2013, mit A., R., H.

Samstag, 2. November 2013

Twitter Timeline 10/13

Freitag, 1. November 2013

We are golden.

... and overrun by Scots.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Probably not.

Kudos.

Samstag, 26. Oktober 2013

Twitter Timeline - random




Die Straße in der du wohnst...


"Die Pilotfolge der BR-Reihe "Die Straße, in der du wohnst" zeigt die Geschichte der Schwanthalerstraße im Westend und schildert, wie Menschen in dem Viertel dem Wandel ihres Stadtteils begegnen." Doku-Tipp zur Straße in der ich wohne... na ja, fast zumindest ;)

Freitag, 25. Oktober 2013

Ant - Toolbox

Shiny outputs of all known properties directly to console:
<target name="echo_properties">
    <echoproperties></echoproperties>
</target>    

Example use of Jenkins variables in Build Script
<property environment="env"/>
<property name="label" 
value="${env.JOB_NAME}-${env.BUILD_NUMBER}"/>

How to "Protect" an ant target (like private vs. public methods)?
=> It's not really possible. But you can at least hide it.
* An ant target without description is an so called 'internal' ant target. You can still invoke it from command line, but it won't show up in -projecthelp output.
* If you prefix an target with an hypen, it won't be callable via command-line (as command line checks leading '-' for options). However if you call it via eclipse, the default target might be called instead.
<target name="-internal">
    <!-- I'm hidden! -->
</target>    

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Twitter Timeline 09/13

Mittwoch, 16. Oktober 2013

20 Sachen über mich

... wie fast immer: von der Kaltmamsell inspiriert.

* Trinken ist mir näher als Essen. Säfte, Weine, Biere, Milchiges, Wässer, Tees, Kaffee, Sprit, you name it. Trinken begeistert mich immer, Essen begreife ich oft eher als Notwendigkeit.

* Filme oder Serien wiederholt am Stück gucken ist mir nicht gerade fremd. Von 'Reality Bites' war ich damals so begeistert, dass ich es in der ersten Woche, in der ich den Film kennengelernt habe, bereits 10 Mal gesehen hatte. Und vor den Zeiten des Videorecorders habe ich von der Spätnachtwiederholung von 'Cocktail' Fotos (!) gemacht, auf Filmrollen, auf meiner ersten Kamera, weil ich an den Momenten festhalten wollte.

* Ich kommentiere mich und mein Leben gerne in meinem Kopf selber mit. In der Dritten Person. Und ja, das kann irritierend sein.

* Ich habe keinen angeborenen Radar, was Ethik oder Moral angeht, keinen inneren Kompass - auch weil ich generell alles für denkbar halte. Bringt man jemanden an den Rand seiner Nerven oder seiner Erfahrungswelt, kann viel passieren, verständlicherweise.

* Schöne Menschen, die man kennt, werden auf Dauer langweilig. Normal aussehende oder weniger attraktive Menschen werden schöner, je länger und besser man sie kennt und mit Ihnen befreundet ist.

* Ich bin meinen Eltern still und heimlich etwas beleidigt, dass Sie mir keine Altbau-Dachgeschoss-120 qm-Wohnung in München hinterlassen. Mit Parkett. Im Lehel (oder Schlachthofviertel, unterer Harras, Implerstraße, Westend, Haidhausen-Johannisviertel, Rot-Kreuz-Platz). Frechheit.

* Wenn ich Musik höre fällt es mir schwer, still zu bleiben. Bei Konzerten oder beim Tanzen singe ich lauthals mit, in der U-Bahn wippt der Fuß, vorm Rechner wird abgerockt, zum Abspülen schwingt die Hüfte. Gerne auch beim Arbeiten, berühmt, lautloses Mitsingen, zum Refrain rhythmet der Arm in der Luft, Grande.

* Wenn ich alleine im Aufzug bin, schneide ich Grimassen in den Spiegel und lache mich dann gerne über mich selber kaputt.

* Friseure finde ich so unerträglich, dass ich ewig warte, bis ich gehe - und dann oft aus lauter Verzweiflung ob meiner zu lang gewordenen Krauthaare spontan selber zur Schere greife.

* Über meiner Lippe habe ich eine punktuelle Narbe, die ich mir als Kind zugezogen habe, als ich siebenmal auf die Schnauze geflogen bin, gerne in Begleitung meines Onkels. Mein Onkel ist super.

* Mir fällt oft unglaublich schwer, zu zeigen, wie gerne ich Leute habe und ich wünschte ich könnte das besser deutlich machen und vermitteln.

* Gerne und immer wieder sagen mir Leute, dass ich ein Naturtalent auf der Bühne bin (nicht meine Worte!). Ich hasse Bühne. Hinter der Bühne ist gut, auf der Bühne: Alptraum.

* Lieblingsbuch: James Joyce Ulysses. Und ja, das ist nicht geflunkert, ich meine das ernst.
 
* Mein Bruder und ich sind uns von Typ, Interessen und Art wahnsinnig unähnlich - umso mehr freue ich mich immer, in diesem mir so weit entfernten Menschen die Familienähnlichkeiten und Vertrautheiten zu finden.

* Meine Hochzeit war wunderschön, aber noch näher an meinem Herzen war mir der Tag danach.

* Wegen meiner Mutter weiß ich schon lange ganz genau, was bedingungslose Liebe ist. Nicht nur wird mir das immer das große Vorbild sein, ich bin leider auch überzeugt, dass man das erfahren haben muss - und kann nur dankbar sein, dass ich so privilegiert war.

* Grummelige und schlecht gelaunte Menschen sind mir von Natur aus sympathisch. Unter meinen literarischen Lieblingsfiguren deshalb auch Rorschach und Marvin.

* Ich wäre gerne Schotte. Bayern ist in Ordnung, Deutschland war mir lange sehr fremd und eigentlich wollte ich immer einen Engländer oder Franken heiraten. Aber eigentlich: alles okay so, wie es ist.

* Ich vertrage weder Rotwein noch Schokolade sonderlich gut, reize aber gerne die Toleranzgrenze aus...

* Ich würde gerne später mal sehen, welche Entscheidungen was verändert haben. Wie es anders ausgesehen hätte. Was unvermeidbar war, und was beliebig.

Dienstag, 1. Oktober 2013

No harm!


The Boxer Rebellion, Ampere, 29. Oktober 2013, mit A.+ M.D.

Samstag, 21. September 2013

Auf die Winter-Liste...

... stilgetreu als Challenge - 12 Bücher für jeden, selber ausgewählt. Wer zuerst alle gelesen hat, bekommt ein Buch und wird vom anderen schön ausführlich gut und teuer zum Essen ausgeführt - und zwar zu dem Franzosen, der letztes Jahr auf der Lesung verköstigte. In meiner Reihe, übrigens, wer zählen kann fehlt noch Günter Grass' Blechtrommel. Der Winter kann wirklich kommen, wir freuen uns.


SCHATZ:
1) Timur Vermes: Er ist wieder da. (31.08.2013)
2) Haldor Laxness: Die Islandglocke. (12.09.2013)
3) Mark Twain: The Adventures of Tom Sawyer. (24.11.2013)
4) Stephen King: Joyland (05.01.2014)
5) Christoph Flade, Sacha Szabo: Vom 'Kulturpark Berlin' zum 'Spreepark Plänterwald' (17.01.2014)
6) Joseph Conrad: Heart of Darkness (2015?)


ICH:
1) Bernhard Blöchl: Für immer Juli. (31.08.2013)
2) Herman Melville: Moby-Dick; or, The Whale. (21.09.2013)
3) Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert (20.10.2013)
4) F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby (03.12.2013)
5) Richard Ford: Kanada (14.01.2014)
6) Hesiod: Theogenie. Werke und Tage. Herausgegeben und übersetzt von Albert v. Schirnding. (22.02.2014)
7) Günter Grass: Die Blechtrommel. (14.06.2014))
8) Zadie Smith: White Teeth (03.07.2014)
9) Tim Butcher: Blood River (16.07.2016)
10) Sophokles: Antigone (15.06.2018)
11) Frank Miller: Batman: The Dark Knight Returns (04.05.19)
12) Gabriel Garcia Marquez: Hundert Jahre Einsamkeit (25.06.19)

DONE!

Mittwoch, 18. September 2013

Der Winter kann kommen.

Gelobt sei die Nach-Urlaubs-Lebensenergie: Theater-Abo. Endlich wieder, diesmal für die Kammerspiele.

Sonntag, 15. September 2013

Whenever it is a damp, drizzly November in my soul.

"Call me Ishmael. Some years ago--never mind how long precisely--having little or no money in my purse, and nothing particular to interest me on shore, I thought I would sail about a little and see the watery part of the world. It is a way I have of driving off the spleen and regulating the circulation. Whenever I find myself growing grim about the mouth; whenever it is a damp, drizzly November in my soul; whenever I find myself involuntarily pausing before coffin warehouses, and bringing up the rear of every funeral I meet; and especially whenever my hypos get such an upper hand of me, that it requires a strong moral principle to prevent me from deliberately stepping into the street, and methodically knocking people's hats off--then, I account it high time to get to sea as soon as I can. This is my substitute for pistol and ball. With a philosophical flourish Cato throws himself upon his sword; I quietly take to the ship. There is nothing surprising in this. If they but knew it, almost all men in their degree, some time or other, cherish very nearly the same feelings towards the ocean with me."

-- Herman Melville: Moby-Dick; or, The Whale.

Weltenbummler ;)

Montag, 9. September 2013

Twitter Timeline 08/13

Mittwoch, 28. August 2013

Die Guten.

"Was jetzt zurückkehrt beim Lesen, ist das Gefühl, das ich zuletzt in der Kindheit und Pubertät regelmäßig und danach nur noch sehr sporadisch und nur bei wenigen Büchern hatte, dass man teilhat an einem Dasein und am Bewusstsein von Menschen, an etwas, worüber man sonst im Leben etwas zu erfahren nicht viel Gelegenheit hat, selbst, um ehrlich zu sein, in Gesprächen mit Freunden nur selten und noch seltener in Filmen, und dass es einen Unterschied gibt zwischen Kunst und Scheiße. Einen Unterschied zwischen dem existentiellen Trost einer großen Erzählung und dem Müll."

-- Wolfgang Herrndorf, aufgeschnappt hier.

Danke, für alles.


Blog, Erklärung, Nachruf, Kathrin Passig.

Mittwoch, 21. August 2013

Schweinehunde.


SZ, MUX, speak&spin. Mind the Gap.

Dienstag, 20. August 2013

Filme Mai, Juni, Juli 2013

Star Trek - Into Darkness (2013)
Mit der Firma hingegangen (Har, Har). In Ordnung, aber um ehrlich zu sein auch nicht mehr. Große Bilder, Szenen, Kämpfe und Co, auch halbwegs interessanter Plot um Hauptantagonisten Benedict Cumberbatch (Sherlock!) als Khan. Insgesamt aber kaum Szenen, die einem wirklich mal näher gehen würden, statt dessen halbwegs angenehme Berieselung, groß stilisierte Männerfreundschaft und grauenhafte Frauenfiguren. Museum Lichtspiele, 28.05.2013, 19:50, mit M., U., C., S., M. 4.5/10

Gambit (2012)
"The film received overwhelmingly negative reviews."[1] - und ich stimme absolut zu. Remake eines 60er Jahre Films mit Shirley MacLaine und Michael Caine, umgeschrieben von den Coen Brothers klingt erstmal nicht schlecht, aber schon nach der Vorschau in der Sneak Preview war klar - bitte nicht der. Colin Firth, Alan Rickman und Stanley Tucci sehe ich gerne, aber bitte nicht in sowas, und auf Cameron Diaz kann ich gerne vollkommen verzichten. Müder Kunstfälscher Klamauk, bitte ignorieren. Sneak Preview, City, 29.05.13, 21:00, mit A.+S., 2/10


Life of Pi (2012)
Oscar prämierter Ang Lee Film und einer der ersten 3D Filme bei dem es sich wirklich lohnt, wie ich finde. Im Open Air am Olympiasee gesehen, auf Deutsch leider, aber die Bilder machen das leicht wieder wett. Die ungewöhnliche Geschichte eines Schiffbrüchigen jungen Inders, der mit einigen der Tieren aus dem Zoo seines Vaters in einem Rettungsboot überlebt hatte mir schon als Roman gut gefallen - Yann Martel bekommt nicht zu Unrecht hierfür 2002 den Booker Price. Ich hielt das Buch für eher unverfilmbar, fühle mich aber eines besseren belehrt. Rein gehen, unbedingt! Open Air am Olympiasee, 08.06.2013, 21:30, mit A., 9/10

The Help (2011)
Der Film erzählt von der Unterdrückung und Diskriminierung Schwarzer in den Südstaaten Anfang der 60er Jahre, mit hochrangiger Besetzung: Emma Stone, Viola Davis, Octavia Spencer, Bryce Dallas Howard, Jessica Chastain und weiteren - Davis, Spencer und Chastain waren alle für einen Oscar nominiert, den Spencer auch gewann; und auch der Film als Ganzes war nominiert. Zu Recht - eine sehr herzvolle und starke Geschichte von Kathryn Stockett, verfilmt von ihrem Jugendfreund Tate Taylor, mit dem sie gemeinsam in Mississippi aufgewachsen ist. Leider auch erwähnenswert ist, dass der Film einer der deutlichsten Bechdel-Test Besteher ist; wie wenig es davon aber wohl immer noch gibt, wird klar, wenn der erste nächste vergleichbar deutliche Kandidat, der einem in den Kopf kommt, aus dem Jahr 1991 stammt: Grüne Tomaten. Egal. Zurück zum Film: Lohnt, sehr. 21.06.2013, mit A., 10/10

Man of Steel (2013)
Jaaaaa, geht schon. Plot: eher mau, mit überdehnten Szenen aus Supermans Heimatplaneten Krypton und ausufernd breit unlogischen Kampf- und Zerstörungszenen. Besetzung dafür richtig gut, mit Diane Lane und Kevin Costner als den Kents, Henry Cavill als Superman und Amy Adams als Lois Lane, die es schafft, der Figur durchaus bisschen Tiefe und Charakter zu geben. Das hab ich schon in schlechter gesehen - auch wenn ich den Brandon Routh Film auch okay fand. Cinema, 03.07.2013, 19:00, mit P., 6/10

The Place beyond the Pines (2013)
Derek Cianfrance (Blue Valentine) überzeugt mit einer interessant aufgebauten Geschichte um zwei gegensätzliche Figuren und deren Berührungspunkte - mit einem Trailer der davon gelungenermaßen wenig durchblicken lässt. Der immer neue Ryan Gosling spielt neben Eva Mendes und Bradley Cooper (and again: sexies man alive, what?) in einem, ja was? Crime-Drama? Szenenstück amerikanischer Gesellschaftsschichten? Vater-Sohn Generationenepos? In einer Geschichte jedenfalls, einer einfachen, unwahrscheinlichen, guten, bestürzenden, einer mit überzeugendem Ende, was ja nur ganz wenige Filme können. City, 09.07.2013, 20:30, mit A., (+M.+?), 9/10

Moneyball (2011)
Und er tut es wirklich: Brad Pitt isst in jedem seiner Film exzessive. Ach, Sportfilme, immer schön. Baseball, mehr oder weniger akkurat nach einer wahren Geschichte - Billy Beane, der Manager der Oakland Athletics sieht sich dem Problem gegenübergestellt aufgrund des geringen Budgets gegen größere Vereine ohne große Chancen in den Wettbewerb gehen zu müssen. Er findet jedoch einen Baseball-Analysten, großartig gespielt von Jonah Hill, mit Hilfe dessen er aus unterschätzten, unterbewerteten Punktebringern das Team neue Rekorde aufstellt (20+ Siege in Folge), um dann allerdings in der Post-Season auszuscheiden. Solide. 07/2013, mit A. 7/10

Freitag, 16. August 2013

Take me to Glasgow.

Categorized as Drama, but actually incredibly funny: Merlin, BBC, 2008-2012.

Dienstag, 6. August 2013

WWCVSND?


I like Linus Torvalds. The inventor of Git among other things (minor stuff, really). Also, incredibly funny talk. I fear what he would have said so considering in our company, we are currently migration away from CVS .......... to SVN. Bummer.

* Distributed: No single place is more important than any other place.
** You can work offline, all the time.
** Everybody basically has its own branch.
** No backups needed (because there are only backups, kind off)
** No commit access discussions (everybody commits, and than you pull from the best version)


Mittwoch, 31. Juli 2013

Twitter Timeline 07/13







Dienstag, 30. Juli 2013

Vertigo.

© Henry Gray (1821–1865). Anatomy of the Human Body. 1918. (Wikipedia)

Das ist das Ding. Das Gleichgewichtsorgan. Das funktioniert bei mir seit etwa zehn Tagen nicht mehr recht - und wird wohl auch noch etwas zum Ausheilen brauchen: "Bei akutem einseitigem Ausfall des Gleichgewichtsorgans kommt es zu Drehschwindel, Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüchen und unwillkürlichen pendelnden Augenbewegungen. (..) Eine Störung des Hörsinns liegt nicht vor. Der Vestibulookuläre Reflex ist ausgefallen." - Neuritis vestibularis. Das dann pünktlich Freitags zum Wochenende, alleine zu Hause, schöner Salat. Zum Glück kamen Mutter, Bruder, Schwägerin, Schatz und Bereitschaftsärzte auf die kläglichen Hilferufe herbei, und auch die Prognose ist entalarmierend: "Der Verlauf ist günstig. Nach Tagen, spätestens nach Wochen liegt in der Regel Beschwerdefreiheit durch zentrale Kompensation vor." Bis dahin gibts halt noch die fast lustig wackelnden Häuser bei jedem Schritt.

[Test]


* Make test trustworthy, readable, maintainable

* All tests shall pass
* Make tests easy to run
* Separate Unit Tests from Integration Tests
* Isolate your tests (repeatable in any order, alone, all together, numerous times)

* Use naming conventions (method name, state under test, expected behavior, result - divide_byZero_throwException())
* Refactor your test (make, init, verify)
* use setup / teardown
* No logic inside the tests (if, switch case), hardcoded results, not calculating result
* Focus on testing public methods
* Avoid multiple asserts
* Tests the tests, f.e. by removing if's, moving the return to the beginning of the method and such to see tests failing

Donnerstag, 4. Juli 2013

Twitter Timeline 06/13















Samstag, 22. Juni 2013

Lucky Cat

Seit Februar 2013, die Lucky Cat, die irgendwie nicht gezündet hat. Aber der unbekannte Film war eine hart zu schlagende Konkurrenz, noch dazu nach dem bekannten Racheengel und der unbekannten Kuh. So long!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Twitter Timeline 05/13






#CHAMPIONS-LEAGUE FINALE SPECIALS#



Das war das: Subotic klärt spektakulär auf der Linie im CL-Finale 2013, Dortmund gegen Bayern. Das ist die Stelle an der ich gerne nochmals erwähne, dass ich beim Bundesliga Debut von Subotic im Stadion saß - für Mainz, damals, gegen Bayern. Na?!