Donnerstag, 31. Dezember 2015

2015 erfragt

2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014.

Zugenommen oder abgenommen?
Gleich.

Haare länger oder kürzer?
Gleich.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Nicht ganz sicher. Irgendwie haben wir das in England noch nicht so drauf, mit den Alltagsausgaben - dazu ist hier alles teurer und Kurztrips hauen eigentlich ja immer am meisten rein, davon gabs natuerlich einige ...

Mehr bewegt oder weniger?
Eigentlich weniger - zwar regelmaessig laufen, aber (noch) keinen Sportverein hier. Fahre allerdings jetzt jeden Tag per Fahrrad in die Arbeit - wenn das zaehlt, dann mehr.

Der hirnrissigste Plan?
Mal schnell in die Schweiz zu einem Berghuettengeburtstag jetten. Nettoaufenthalt in der Schweiz waren etwa 30 Stunden, davon 20 auf der Huette. Grossartig, so macht man das.

Die gefährlichste Unternehmung?
Zu Fuss vom Wasserturm ins Punch Bowl & Ladle auf abendliches Bier und Fish & Chips. Enge Strassen, eingemauert, Kurven, keine Fussgaengerwege, dunkle Kleidung, kein Beleuchtung und ganz schoen heizende Autofahrer - aiaiai.

Die teuerste Anschaffung?
Vier Naechte im Wasserturm. Ein Traum.

Das leckerste Essen?
Sehr genossen: Cambridge Burnt Cream in St. Johns Chop House. Die Lasagne bei der Lieblingsfreundin, wie heimkommen. Der Kaiserschmarrn beim Wandern (und die Spaghetti Bolognese, irgendwie). Endlich wieder Sushi. Bayrischer Empfang in der alten Heimat mit paniertem Leberkaes und Weisswurscht, ein Gedicht. Leckerst spanisch und indonesisch in Amsterdam. Pizza im Carpenters Arms.

Aber vor allem: Rojano's in the Square (Paul Dodd / Paul Ainsworth) in der kulinarischen Hochburg Padstow. Das womoeglich beste Essen meines Lebens.

  • Parma ham, goats' cheese, watermelon and walnuts: A refreshing salad with basil, Parma ham, candied walnuts, goats' cheese and ripe watermelon
  • Linguini pasta with tiger prawns and Loch Duart Salmon: Seared tiger prawns and salmon, garlic, chilli and lemon with toasted pine nuts, cherry tomatoes, rocket and olive oil.
  • When Lemon met Lime: A beautifully rich lime curd meets a lovely light lemon and vanilla cheesecake, all topped off with an amaretti biscuit, roast hazelnut and white chocolate crumble. "The romance of Rojano's".

Das beeindruckendste Buch?
Ursula K. LeGuin: The Left Hand of Darkness.

Der ergreifendste Film?
Nach den Bewertungen: Vertigo. Honorary Mention: Whiplash. Der ist natuerlich auch grossartig. Ich nominiere trotzdem Jurassic World. Weil der Film nicht ganz schlecht war, und ich einfach so einen ungemeinen Spass hatte, mal wieder in einen nicht nerdigen Blockbuster zu gehen, mit Popcorn, M&Ms, Bier. Grandios.

Das ergreifendste Theaterstück?
Daphne DuMaurier's Rebecca, Gastspiel vom Kneehigh Theatre im Cambridge Arts Theatre.

Die beste CD?
Kaum wirklich CD's gehoert. Sowieso kaum privat Musik gehoert, weil der Arbeitsweg jetzt per Fahrrad bestritten wird und ich meistens in Begleitung gelaufen bin. Bisschen um die besuchten Konzert drumrumgehoert, und in der Arbeit zumeist Playlists, oft schlechte .... Die neuen Themenmusik Posts haben allerdings echt viel, viel Spass gemacht. Wuerde mir davon potentiell die CD/DVD von Philipp Poisels "Projekt Seerosenteich - Live im Circus Krone" kaufen, weil ich das als Projekt auch ganz interessant finde.

Das schönste Konzert?
Weil's so sehr "ich" ist (Indie, kleines Clubkonzert, Feeder): Grant Nicholas im Portland Arms. Bei Bob Dylan in der Royal Albert Hall allerdings mit Traenen in den Augen - das haut einfach um.

Die meiste Zeit verbracht mit ...?
Testing. Besuch. Dem neuen Zuhause.

Die schönste Zeit verbracht mit ...?
Sachen machen in Cambridge, mit Leuten. Lieblingskollegen auf dem Hackerkongress. Menschen im Pub. Mir, der Zweisamkeit, dem Rausschauen, dem Aufatmen. Zugfahren, Fliegen. Dem Schatz am Meer, me[e,h]rmals dieses Jahr. Mutig sein.

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Alles gut. Das war richtig. Das laeuft und wird.

2015 zum ersten Mal getan?
Testertreffen organisiert. Mein Heimatdorf nicht gesehen. Jahresurlaub im "eigenen" Land. Einen offiziellen Blog angefangen, in englisch. Maedelsurlaub. In der Royal Albert Hall gewesen. Meine Mutter bei mir zu Besuch gehabt. Mit Freunden Weihnachten gefeiert. Auf einem Bierfestival volunteered. An einer Kommunalwahl ausserhalb Deutschlands teilgenommen. Nussecken gebacken. Improvisationsworkshop besucht. Einen Testerkongress besucht. Themenmusik Blogposts geschrieben. Viel, viel Kuchen gebacken. Englische Stecker, englische Tastatur. Zehnjaehriges gefeiert, dafuer den Hochzeitstag ohne den Schatz. Rugby geguckt. Englische Wortwitze gemacht. In der Tate Modern und der Bavaria gewesen. Feedly benutzt. Brighton besucht. Englisches Fernsehen geguckt, wenn auch wenig, aber live: Great British Bake Off, Downton Abbey, Sherlock Holmes. In Buerokleidung vorm Pub im Gras mit Bier gesessen. Ueber Testarchitektur geredet. Einen Adventurewalk gemacht. Mich in einer fremden Sprache zu Hause gefuehlt. Die Queens Speech am Weihnachtstag gesehen. Bekocht worden, vom Schatz. Einen anglikanischen Gottesdienst besucht. Eigene Ideen zum Testen entwickelt, fuer einen Exploratory Peer Workshop. Tapas gegessen. Cornwall besucht. Zeit vor der Arbeit genutzt, zum bloggen, laufen, lesen, todo-en. Twitter de-anonymisiert.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Keinen Ehering getragen (bzw. zeitweise am Daumen). Im Ausland gelebt. Jemandem ein Bild gemalt. Tennis gespielt. Mit dem Fahrrad in die Arbeit gependelt. Auf keiner Hochzeit gewesen. Auf Berghuetten uebernachtet (Schweiz, Oesterreich). Sushi gegessen. Blei gegossen. Pubquiz. Fitnessvereine gescreent. Familienfeier in Erlangen. Regelmaessig mit dem besten Freund telefoniert. Muenchen als Tourist besucht. Picknick im Park. Bier ausgeschenkt und abkassiert. Freundschaften begonnen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Den andauernden Hautausschlag. Die Frage: "Habt ihr schon Anschluss gefunden?" (alle anderen Fragen sind OK!). Trauriges aus Freundes- und Familienkreis.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Glueck kommt aus einem selber, nicht nur/unbedingt von draussen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Wie immer - blank. Zeit und den anderen ernst zu nehmen, hoffentlich, immer.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mit mir nicht nur enthusiastisch hierher zu kommen sondern auch nach wie vor hier zu sein. Und Karottenbilder.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Immer 120ml mehr als Du."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das wissen die anderen besser, fuerchte ich.

2015 war mit einem Wort ...?
Gut fuer mich. ("Good for you!")

Vorsätze für 2016 ...?
Anderen mehr goennen. Gute Gewohnheiten entwicklen und ausbauen. Sich weniger gestresst fuehlen.

Bücher: Juli - Dezember 2015

8) Mark Oliver Everett: Things the Grandchildren should know*
Eeels 'Beautiful Freak' war ein erster absoluter Gluecksgriff im Plattenladen (oder schlicht ein frueher Beweis fuer meinen einwandfreien Musikgeschmack). Mark Oliver Everett ist der Mann dahinter, und schon einer der guten, die Kunst machen muessen, sonst fehlt was in der Welt. Das hier seine Autobiographie. Gross, weil der Herr nicht ganz die einfachste Zeit hatte, aber schlicht ueberlebt hat, und das vermitteln kann, und das kennt, und ich kenne das. Kann gut tun.

9) Ludwig Wittgenstein: Tractatus Logico-Philosophicus*
Natuerlich gelesen wegen dem Logicomix, weil ich's seltsamerweise mitgenommen hatte, weil Wittgenstein Luftlinie 2 km von hier begragen liegt (auf dem Friedhof mit katastrophalen Oeffnungszeiten - ich war noch nicht da). Ziemlich genossen - das ist ja so'n bisschen Philosophie fuer Arme, weil man das tatsaechlich zwischendurch mal lesen kann (anders als Kant, Hegel, Heidegger), und sich an der Sprache erfreuen. Dementsprechend weitverbreitet und bekannt sind dann auch manche Zitate.

10) Neil Gaiman: Worlds End (Sandman VIII)*
Ziemlich grossartig - Wanderer die sich vor einem Wirklichkeitssturm in einem Pub in Sicherheit bringen und ihre Geschichten erzaehlen. Nur leider, leider - wir naehern uns dem Ende.

11) Maggie Stiefvater: The Raven Boys
Hauptsaechlich gelesen, weil Stiefvaters 'Shiver' nicht ganz schlecht war, und sie diese Reihe bisschen an Susan Coopers 'Wintersonnenwende' anlehnt. Ich liebe Wintersonnenwende. Nicht ganz unschuldig an meiner Englandliebe und damit letztendlich, dass ich ueberhaupt hier bin. The Raven Boys waren dann aber leider hoechstens okay - viel von Susan Cooper hab ich nicht erkannt, Henrietta, Virginia ist auch nicht ganz so spannend wie Buckinghamshire, Cornwall, Wales und die Charaktere waren so lala. Wohlweislich immerhin nur auf'm Kindle erworben.

12) XXX: XXX*
Ich sehe das in den Auslagen in den Buchhandlungen liegen. Echt, echt schoen erzaehlte Geschichte, die wir im Urlaub nachgereist sind. Gut gemacht, einfach nur top. (Titel und Autorin gibt's nachgereicht).

13) Thomas Hardy: Far from the Madding Crowd*

Ziemlich nah am Buch, der Film. Episch schoen, angenehm. In der Mitte aber leider weniger von den guten Menschenbeobachtungen, sondern mehr von den eher unspannenden Ueberlegungen wer jetzt wen liebt und mit wem Bathsheba grad spricht. Dann vielleicht doch lieber 'Tess d'Urberville'?

14) Carlos Bueno: Lauren Ipsum*
Wenn ich IT Buecher lese, dann die fuer Kinder. Vom Chef zugesteckt bekommen (ich nehme das mal nicht persoenlich!) bringt das Buch Kindern IT und eigentlich Denken naeher, in Alice im Wunderland Art. Spass!

15) Jorge Luis Borges: Fictions**
Borges schafft es einfach immer, einen reinzulegen - legt Faehrten aus, bricht alle Erwartungen und macht dann doch was anderes. Inklusive schlechten Stil, er schreckt vor nichts zurueck. Unglaublich weit ausgebreitete Sammlung an Kurzgeschichten, mit unterschiedlichen Fiktionsstufen und Stilen. Wohl seine beste Sammlung, wohl einer der Meilensteine im 20. Jahrhundert. Whatever - Wunderbar.

16) John le Carré: The Spy Who came in from The Cold**
Das naechste aus der England-Liste. Ausgesucht weil John le Carré der Name ist, der einem immer ueber den Weg laeuft wenn es um Thriller geht, und ich Genre Klassiker halt mag. Weil sie oft wirklich gut sind - so auch dieser. Ostberlin, noch dazu, und fast kammerspielartig inszeniert, mit einem Gastauftritt von George Smiley, psychologischer Sicht auf die Charaktere, und dem internationalen Durchbruch fuer den Autor.

17) Khaled Hosseini: The Kite Runner*
So bekannt und allgegenwaertig - aber eben einfach gut, solche Buecher zu haben. Kein leichter Plot, die Geschichte der Freundschaft zweier afghanischer Jungen, die in den 70er Jahren startet und in den spaeten 90ern in Amerika endet. Hintenraus wird die Geschichte allerdings schwaecher in Stil (und Wahrscheinlichkeit), mindestens vom Handwerk her ist "A thousand splendid suns" staerker.

18) Ray Bradbury: Fahrenheit 451*
Ich weiss nicht, ob mich Bradbury ueberzeugt. Das Buch ist stark, auf alle Faelle, aber hat mich jetzt nicht so umgehauen wie zum Beispiel Ursual K LeGuin's 'Left Hand of Darkness'. Fuer mich blieb (mit Ausnahme vielleicht des Anfangs) immer ein bisschen Distanz, entzog sich mir der Plot, blieb unpersoenlich. Dennoch ein Must-Read, auf'm Kongress gelesen, passend.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Bücher: Januar - Juni 2015

1) J.R.R. Tolkien: The Hobbit*
Klassiker, den ich in der Schule wohl als einzige lahm fand, und jetzt erstmals wiedergelesen habe, diesmal im Original. Besser, jetzt, auf jeden Fall, schoen runtergelesen, aber irgendwie faellt es mir schwer, den Ersteindruck komplett abzuschuetteln...

2) Ursula K. LeGuin: The Left Hand of Darkness**
Grandios. Die grosse Dame des Science Fiction hat fuer diesen Roman sowohl den Hugo als auch den Nebula Award gewonnen - was insgesamt bisher erst 23 anderen gelungen ist. Die Geschichte spielt im Hainish Universum in einer Welt, die aus einer Gesellschaft besteht, das keine getrennte Geschlechtlichkeit kennt - jedes Individuum vereint sowohl maennliche als auch weibliche Merkmalen. Wir nehmen die Welt durch die Augen eines menschlichen Abgesandten wahr, der mit der Aufgabe betraut ist, die Bevoelkerung einer Gemeinschaft aus Planeten anzugliedern. Mehr als lesenswert und ein schoener Weg in ein fuer mich noch weitgehend unbekanntes Genre.

3) Dr. Seuss: I Wish That I Had Duck Feet**
4) Dr. Seuss: A Classic Treasury (The Cat in the Hat, The Cat in the Hat Comes Back, Green Eggs and Ham, Fox in Socks, How the Grinch Stole Christmas)**
Mein Chef hat mir das zugeschoben, begeistert gelesen, mehr dazu hier.

5) Apostolos Doxiadis, Christos H. Papadimitriou: Logicomix*
Schoener Comic ueber den "foundational quest" der Mathematik, der sich hauptsaechlich an Bertrand Russels Leben entlanghangelt, dabei philosophische und historisch/ideologische Aspekte mit einbringt, und seine Begegnungen mit Georg Cantor, Ludwig Wittgenstein, G. E. Moore, Alfred North Whitehead, David Hilbert, Gottlob Frege, Henri Poincaré, Kurt Gödel, und Alan Turing mit einbezieht. Worauf ich allerdings haette verzichten koennen ist die Rahmenhandlung zur Entstehung des Romans in Athen.

6) Ben Aaronovitch: Rivers of London*
Krimi, der in London spielt (um genau zu sein, hier so) und so auch ein bisschen Lokalkolorit vermittelt hat. Teile hat der Autor wohl im Waterstones in Piccadilly geschrieben, der groessten Buchhandlung Europas, da wo ich natuerlich ganz unbedingt noch rein muss. Der Roman ist okay, um einen jungen Polizeianwaerter/Polizisten, mit verschollener Magie und Geistern und personifizierten Fluessen Londons durchsetzt, aber mich haut das Genre halt schon seit einiger Zeit nicht mehr unbedingt vom Hocker.

7) Yasunari Kawabata: Thousand Cranes*
Erster japanischer Nobelpreistraeger, von dem ich schon "Snow Country" gelesen hatte. Auch hier geht es wieder um die Affaere(n) aus Sicht des Protagonisten, negativ konnotiert um emotionale Abhaengigkeit, Schuld, Macht, Eifersucht - bei der der Protagonist, Kikuji, eine sich anbahnende ehrbare Verbindung vernachlaessigt und sich statt dessen mit der frueheren Geliebten seines Vaters, Mrs. Ota, einlaesst, die daraufhin Selbstmord begeht. In der Folge wendet er sich deren Tochter Fumiko zu - auch dies mit vermeintlich tragischem Ausgang. Das alles in zwar starker poetischer Bildsprache, aber mir dann doch letztendlich zu monothematisch.

Samstag, 26. Dezember 2015

15) Which German language movies would you recommend (and why)?

However, disclaimer, I'm mostly not a fan of german movies (austrians exluded). And some areas or decades are quite low represented. East German movies? Swiss movies? the 50s, the 60s? Generally, I'd probably recommend anything from Caroline Link, Haneke is certainly gaining reputation, and would avoid any recent Tom Tykwer.


Simply good movies
* Metropolis (1927) - silent movie, expressionism, Fritz Lang, classic
* Das Boot (1981) - WWII, German U-boat, Wolfgang Petersen, Lothar Buchheim.
* Schtonk (1992) - Hitler diaries, satirical, Helmut Dietl.
* Jenseits der Stille ("Beyond Silence") (1996) - portrait of the musical daughter of deaf parents, Caroline Link.
* Lola rennt ("Run, Lola, Run") (1998) - Franka Potente, Berlin.
* Nirgendwo in Africa ("Nowhere in Africa") (2001) - german-jewish family emigrating to Kenya during WWII, Caroline Link.
* Das Leben der Anderen ("The Lives of Others") (2006) - East Berlin, Stasi, Acadamy Award, Ulrich Mühe.
* Pina (2011) - documentary, Tanztheater Wuppertal, Pina Bausch, Wim Wenders.

Classics that I yet have to watch
* Das Cabinet des Dr. Caligari ("The Cabinet of Dr. Caligari") (1920) - Horror, expressionism, silent movie, classic
* Nosferatu (1922) - silent movie, Dracula, F.W. Murnau, classic
* M - Eine Stadt sucht einen Mörder ("M - A city looks for a murderer") (1931) - Fritz Lang, classic
* Aguirre, der Zorn Gottes ("Aguirre, Wrath of God") (1972) - Werner Herzog, Klaus Kinski
* Angst essen Seele auf ("Ali: Fear Eats the Soul") (1974) - Rainer Werner Fassbinder.
* Die Blechtrommel ("The Tin Drum") (1979) - Günter Grass' novel, Volker Schlöndorff.
* Fitzcarraldo (1982) - Werner Herzog, Klaus Kinski.
* Paris, Texas (1984) - Wim Wenders.

German historical events, social milieus, subcultures (and others)
* 23 (1998) - hacker Karl Koch, conspiracy theories, Hans-Christian Schmid, August Diehl.
* Bang Boom Bang (1999) - Pott.
* Anatomy (2000) - horror, medical experiments, Franka Potente.
* Das Experiment ("The Experiment") (2001) - thriller, social experiment, Moritz Bleibtreu.
* Das Wunder von Bern ("The Miracle of Bern") (2003) - post-war Germany, football (1954 World Cup Final), Sönke Wortmann.
* Good Bye, Lenin (2003) - Comedy, Berlin, reunification, Daniel Brühl.
* Gegen die Wand ("Head-On") (2004) - German-Turkish, Fatih Akin, Sibel Kekilli.
* Silentium (2004) - Austrian, child abuse, catholic, Josef Hader, Wolf Haas.
* Wer früher stirbt ist länger tot ("Grave Decisions") (2006) - very, very bavarian (humour), Marcus H. Rosenmüller.
* Der Baader Meinhof Komplex ("The Baader Meinhof Complex") (2008) - Red Army Faction (RAF), 1970s, Bernd Eichinger, Uli Edel.
* Das weiße Band ("The White Ribbon") (2009) - pre WWI, Michael Haneke

Cult Classics, elses
* Die Feuerzangenbowle ("The Punch Bowl") (1944) - Heinz Rühmann.
* Sissi (1955) - Empress Elisabeth of Austria, Romy Schneider, Karlheinz Böhm, quite colourfully cheesy.
* Monaco Franze (1982/83) - TV Series, Munich, Helmut Dietl, Helmut Fischer.
* Pappa Ante Portas (1991) - comedy, Loriot (Vicco von Bülow).
* Indien (1993) - austrian tragicomic, Hader & Dorfer, brilliant.
* Funny Games (1997/2007) - Michael Haneke
* Die große Stille ("Into Great Silence") (2005) - documentary, Carthusian monks of the Grande Chartreuse, Philip Gröning.
* Im Angesicht des Verbrechens ("In the Face of Crime") (2010) - TV Series, russian mafia in Berlin, Dominik Graf.

© Pina, film poster (wiki).

Dienstag, 8. Dezember 2015

Twitter Timeline 11/15 (II)

Samstag, 5. Dezember 2015

My five thoughts on reading, more


Melissa Grimes: Far from the Madding Crowd (flickr)

Nachdem das letzte Jahr ein reines Lesedisaster war (fuenfzehn Buecher. Fuenfzehn!), sieht dieses nur wenig besser aus, allerdings hat sich seit dem Urlaub einiges in die richtige Richtung getan. Das beherzen einiger guter Gewohnheiten hilft, erinnert und bestaerkt durch zwei Artikel, die ich aus dem Internet geklaubt habe - das geht soweit, dass ich zu Beginn des Wochenendes schon mehr als zur Haelfte durch den Romanklassiker durch bin, den ich erst Sonntag abend zuvor angefangen hatte.

Carry a book with you at all times.
Das war mir eigentlich schon ins Blut uebergegangen¹, hatte es aber ueber die letzten Monate vernachlaessigt - ich radle in die Arbeit, und in der Gemeinschaftskueche kann man schlecht beim Essen ungestoert lesen, ohne allzu unhoeflich zu sein; ausserdem lagen dort immer Zeitungen, denen ich auch gerne Zeit widmen wollte. Nachdem ich aber eine Lieblingskollegin beobachtete, wie sie in der Mittagspause mit Buch durch den anliegenden Park schlendert oder lesend in der Sitzecke vor dem Buero verbringt, habe ich das revidiert - meine Mittagspausen sind ohnehin zu kurz, und sich 15 Minuten nochmal mit Buch irgendwohin ungestoert zurueckzuziehen ist absolut drin.

Make the time because it is really important.
Lesen ist sicher eines der definierendsten Dinge ueber mich, von klein auf. Buecher machen mich gluecklich, allein der Anblick gibt mir ein warmes, frohes Gefuehl im Bauch. Steck mich in einen Buchladen, und du kannst beobachten, wie ich mich sichtlich entspanne, aufatme, laechle, geniesse. Wenn ich ein geliebtes Buch verliehen habe, dann fehlt etwas an mir. Mein Buecher in Deutschland fehlen, fehlen sehr (aber sind bei meiner Mutter in guten Haenden!). Ein Gespraech ueber (gute) Buecher erweckt mich zum Leben. Es gibt eine Liste an Dingen, Betaetigungen, von denen ich gelernt habe, dass ich sie brauche, um gluecklich zu sein, fuer die innere Balance, die Seelenruhe. Auf der Liste ist nicht sehr viel drauf, aber Lesen ist dabei. Lesen von guten Buechern macht etwas mit einem - es veraendert, praegt, lehrt. Lesen ist bisschen wie Sport fuers Gehirn. Lesen ist wichtig, fuer mich und wert meine Zeit: "They kept me sane ... It’s that it is part of the human experience. It helps you find meaning, understand yourself, and make your life better."

Every time you get a second, read.
Auch hier, bisschen wie beim Sport - alles ist leichter, wenn es Gewohnheit ist. Der Automatismus, statt sich zu langweilen, nach dem aktuellen Buch zu greifen. Weil man es ja dabeit hat. Weil man staendig liest. Und deshalb die Geschichte Teil vom eigenen Leben ist. Weil man mehr davon haben will, weil man drin ist. Weil man nicht drueber nachdenken muss, sondern es einfach macht, ohne Kraftakt, ohne Selbstdisziplin aufbringen zu muessen, einfach weil man will. "Reading must become as natural as eating and breathing to you. It’s not something you do because you feel like it, but because it’s a reflex, a default."

Keep a reading log.²
Oder jegliche sonstige Aktivitaet, die zum Lesen anspornt. Schreiben ueber Lesen, zum Beispiel. Schreiben ueber Buecher. Listen machen, von Buechern. Denken ueber Buecher, Stoebern in Buechern, sprechen ueber Buecher. Gelesene Buecher von Listen abhaken. Menschen beim Lesen beobachten (oder Gilmore Girls gucken). Ein Jahresprojekt draus machen. Lesen ueber das Gelesene - ueber den Kontext des Buches, des Autors, verwandte Buecher, aus der gleichen Zeit, dem gleichen Land, aehnliche Buecher, ganz andere Buecher. Kenn deine Literaturgeschichte. Andere vermerken, sie lesen erst alles von einem Autor den sie moegen, dann alles, was dieser Autor gelesen habe. Und wahrscheinlich ist der Rat, sich schon beim zu Ende lesen des aktuellen Buches zu ueberlegen was das naechste wird, nicht verkehrt - denn ich schreibe gerade, weil ich mir nicht sicher bin, was ich als naechstes lesen mag.

Find the right time for a book (and vice versa).
Viele raten dazu, eine Stunde frueher ins Bett zu gehen und zu lesen - was dem Lesen und dem Schlafen gut tue. Das lag mir im Erwachsenenalter lange weniger. Also bemuehe ich mich inzwischen eher generell, Zeit zu finden, und dann Zeit und Buch aufeinander abzustimmen. Zum Beispiel den Morgen unter der Woche fuer sinnvolles zu nutzen, bevor ich in die Arbeit gehe - laufen, bloggen, emails schreiben, buchen, oder eben: lesen³. Gleichzeitig versuche ich, mich zu entblocken vom nicht-vorwaerts-kommen, weil man ein Buch zur falschen Zeit liest. Aus der aktuellen Leseerfahrung gibt es eben von Buecher, die mehr Konzentration und Aufmerksamkeit verlangen (Borges: Fictiones) und andere in die man sinkt wie in einen guten, langen Lauf (Hardy: Far from the Madding Crowd). Darauf zu reagieren was wann geht, und was wann nicht, hilft - Borges in der Mittagspause oder zum Einschlafen? Zu dicht. Hardy oder Le Carré? Absolut.

Auch, und zitiert:
* Ryan Holiday: How To Read More — A Lot More
* Austin Kleon: How to Read more

1) Und nicht nur ich: Mit zwei lieben Freunden vor Jahren im Backstage auf einem Konzert, sprechen wir ueber Buecher und obwohl wir alle situationsgemaess auf Handtasche, Rucksack und jeglichen ueberfluessigen Ballast verzichtet haben ziehen wir zeitgleich das jeweils mitgebrachte Buch hervor - der Germanist hat fuer solche Gelegenheiten natuerlich was tragbares im Regal!
2) Mein "reading log" datiert uebrigens mindestens 20 Jahre zurueck, und ist wieder etwas gehaltvoller geworden, seitdem ich nicht mehr studiere.
3) Wie der kanadische Lieblingskollege, der zum morgendlichen Standup regelmaessig zu spaet kam, und vermerkte, das laege nicht daran, dass er zu spaet aufstehe, sondern daran, dass er morgens recht frueh aufstehe, um noch zu lesen, und dann aber das Buch oft nicht rechtzeitig weglegen koenne.

Freitag, 4. Dezember 2015

Twitter Timeline 11/15 (I)

Dienstag, 1. Dezember 2015

Filme August, September, Oktober, November 2015


Ben Sutherland: Carey Mulligan as Bathsheba Everdene in Far From The Madding Crowd - a picture on display in the Dorset Museum, Dorchester. 2015 (flickr)

Downton Abbey, Season 6 (2015)
Die anderen Staffeln davor auch gesehen, diese aber tatsaechlich quasi live, im englischen Fernsehen. Eigentlich ja eh nur deshalb nach England gezogen: Um ueber den Jahreswechsel die Weihnachtsfolge Downton Abbey und die naechste Staffel Sherlock Holmes zu sehen ... Ich fand diese besser als die letzten Staffeln, wobei ich die letzten Staffeln aber schon recht grottig fand, wo ich mich mehrmals fragte, was aus der grossartigen Serie von anfangs geworden ist. Jetzt endlich mal weder Anna noch Mr. Bates mit einem Bein im Gefaengnis, bisschen weniger akut platte Verkupplungen und kaum Dramen um Marigold. Dafuer seltsame Handlungsstraenge um Thomas, und Hochzeit und Ehe der Carsons, beides etwas unmotiviert und eher nervig. Edith grossartig, wobei ich aber immer noch die Ausrutscher aus Staffel 1 im Hinterkopf habe. Und Matthew Goode! Eieiei. 6/10

Broadchurch, Season 1 (2013)
"Much of the tone of the series was inspired by the music of Ólafur Arnalds ..." (wiki) Ja, dann! Und tatsaechlich eine grossartige Serie - angesiedelt in einem Kuestenort im englischen Dorset ist Handlungstreiber der Mord an einem 11 jaehrigen Jungen. Der Lauf folgt den Ermittlungen der oertlichen Polizei, zeigt aber vor allem auch die Auswirkungen auf die oertliche Gemeinschaft - Misstrauen, Hetzjagd, Verleumdung, Neid, Anklage, etc. Herausragend die beiden Hauptermittler - David Tennant und Olivia Coleman, aber auch der Rest vom Cast ist grossartig: Arthur Darvill, Matthew Gravell, Pauline Quirke, David Bradley. Es gibt auch ein amerikanische Remake - warum, genau? 9/10

Breakfast at Tiffany's (1961)
Klassiker, den der Schatz noch nicht gesehen hatte. Irgendwie bleibt mir ja immer bisschen das Herz stehen, wenn ich Audrey Hepburn sehe. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen, und wahrscheinlich koennte man sich getrost noch ein paar mehr Blake Edwards Filme ansehen. 9/10

Spectre (2015)
Ach, schade. Das mit Sam Mendes lief doch so gut im letzten Bond, und auch der Schreiber ist derselbe geblieben. Was rauskommt ist dann ein langer Film - mit 148 Minuten der laengste Bond bislang - mit trotzdem nicht viel drin. Wenn man mal von Anspielungen an die Serie absieht, die aber meistenteils ins Leere laufen und der Handlung kaum Bedeutung zutun. Einfach ein recht duenner Plot. Wenig schlechtes laesst sich sicher von den Schauspielern sagen (Daniel Craig, Ben Whishaw, Léa Seydoux, Ralph Fiennes, Naomi Harris, Jesper Christensen, Rory Kinnear) wobei ich fand, dass die Boesewichte - trotz hervorragender Besetzung - recht blass blieben (Christoph Waltz, Andrew Scott). Arts Picturehouse, 29.10.2015, mit A. 6/10

Far from the Madding Crowd (2015)
Recht nah am Buch, welches vom Plot her sich auch recht gut zur Verfilmung anbietet (vielleicht zu sehr). Was davon gestrichen, umgeschrieben oder gekuerzt wurde ist dann auch verstaendlich - auch so ist der Film schon knapp zwei Stunden lang. Insgesamt wunderschoene Bilder vom daenischen Regisseur Thomas Vinterberg, dem Mit-Dogmabegruender, in Szene gesetzt - ich frage mich ob das so bisschen Trademark ist. Gute Schauspieler - ich freu mich ja eh immer, Carey Mulligan zu sehen, und Tom Sturridge ueberzeugt im Schmierigsein. Nur bei Matthias Schoenaerts hab ich manchmal gezuckt, wenn er optisch natuerlich grossartig passt - wegen der (Fremd)sprache vielleicht? Dem zu gewollten Schweigen? Und: nach Pride and Prejudice darf die Sonne so nicht mehr in der letzten Szene hinter dem sich zugewandeten Liebespaar durchscheinen. Ganz guter Genrefilm, aber kaum aufregend. 7/10

Samstag, 28. November 2015

14) Lohnt ein Abstecher nach Bath wenn auf der Durchreise? (aka: Tag 1)

Ja, absolut, super Idee. Weil die Stadt sehr beeindruckend ist, gut zu besichtigen (mit dem Auto aber lieber ausserhalb der Innenstadt parken! Eng!) und in ihrer Komplettheit Weltkulturerbe. Und weil, ProTipp: Wenn Bath nur auf der Durchreise, dann unbedingt einfach in die Stadtfuehrung reinlinsen, mehrmals taeglich, zu Fuss, umsonst, ganzjaehrig. Das ist grossartig, und nachher wuenscht man sich, dass man beim naechsten Mal hoffentlich mehr Zeit hat und man mindestens den Abstecher in die Assembly Rooms unbedingt wird nachholen muessen.

 
 
1) Pulteney Bridge ueber den Avon, mit Laeden auf beiden Seiten. Das ist selten - kennt man so zum Beispiel aber auch aus Florenz (Ponte Vecchio).
2) Queen Victoria. Die kennt man natuerlich vorrangig als Begruenderin des Torchwood Instituts.
3) The Roman Baths - um die rum hat sich die Stadt entwickelt.
4) Die Baeder von innen.
5) Pool gespeisst aus den heissen Quellen von ganz weit unten. In den Nischen sass man dann waehrend der Kur Wasserstand damals hoeher), wurde gesehen und sah, waehrend man so vor sich hinkoechelte (und im Folgenden dann das ganze Blei los wurde, dem man so taeglich ausgesetzt war)
6) Strasse, nobel
7) Strasse mit gereinigtem und daneben noch urspruenglich fassadenverkohltem Haus
8) Royal Crescent - eines der bekanntesten Beispiele der Georgianischen Architectur. Gebaut zwischen 1767 und 1774 geht es hier um 30 "terraced houses" in einer langgezogenen Halbmondsichel, designed vom Architekten John Wood dem Juengeren.
9) Circus - wie oben, aber geplant vom Vater John Wood dem Aelteren und dann vollendet vom Sohn. Gebaut zwischen 1754-1768. Bisschen heidnisch ist die runde Grundform quasi der Sonnengegenpart zur Mondsichel, aus der Vogelperspektive sehr eindrucksvoll zu sehen.
10) Strasse, schoen
11) Ein Teil der alten Stadtmauer
12) Circus von hinten - aehnlich wie der Royal Crescent: Von vorne muss alles gleich aussehen, aber was man hinten macht, ist dann egal, da kann man dranbauen und gestalten wie man lustig ist.

Sonntag, 22. November 2015

13) Welche 52(+3) britischen Buecher koennte man so ueber ein Jahr verteilt lesen?

© vic xia, Shakespeare & Co. (flickr)

* William Shakespeare: Hamlet (1599/1602)
* John Milton: Paradise Lost (1667)
* Daniel Defoe: Robinson Crusoe (1719)
* Alexander Pope: An Essay on Man (1733)
* Samuel Richardson: Pamela; or, Virtue Rewarded (1740)
* Horace Walpole: The Castle of Otranto (1765)
* Laurence Sterne: The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman (1759-1767)
* Jane Austen: Pride and Prejudice (1813)
* Walter Scott: Waverley (1814)
* Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan; or, A Vision in a Dream: A Fragment (1816)
* Mary Shelley: Frankenstein (1818)
* Emily Brontë: Wuthering Heights (1847)
* Charlotte Brontë: Jane Eyre (1847)
* William Makepeace Thackeray: Vanity Fair (1847-1848)
* Charles Dickens: Bleak House (1852/53)
* Lewis Carroll: Alice’s Adventures in Wonderland (1865)
* George Eliot: Middlemarch (1872)
* Thomas Hardy: Far from the Madding Crowd (1874)
* Anna Sewell: Black Beauty (1877)
* Robert Luis Stevenson: Treasure Island (1883)
* H.G. Wells: The War of the Worlds (1897)
* Joseph Conrad: Heart of Darkness (1899)
* Rudyard Kipling: The Jungle Book (1894)
* Arthur Conan Doyle: The Hound of the Baskervilles (1901-1902)
* Beatrix Potter: The Tale of Peter Rabbit (1902)
* G.K. Chesterton: The Man Who Was Thursday: A Nightmare (1908)
* E.M. Forster: A Passage to India (1924)
* A.A. Milne: Winnie-the-Pooh (1926)
* D.H. Lawrence: Lady Chatterley's Lover (1928)
* Virginia Woolf: Orlando (1928)
* J.M. Barrie: Peter Pan (1928)
* Aldous Huxley: Brave New World (1931)
* Graham Greene: Brighton Rock (1938)
* Daphne DuMaurier: Rebecca (1938)
* Agatha Christie: And Than There Were None (1939)
* Evelyn Waugh: Brideshead Revisited (1945)
* George Orwell: 1984 (1949)
* C.S. Lewis: The Lion, the Witch and the Wardrobe (1950)
* Ian Fleming: Casino Royale 1953
* J.R.R. Tolkien: The Lord of the Rings (1954)
* Harold Pinter: The Birthday Party (1957)
* Anthony Burgess: A Clockwork Orange (1962)
* John le Carré: The Spy Who Came in from the Cold (1963)
* Roald Dahl: Charlie and the Chocolate Factory (1964)
* Tom Stoppard: Rosencrantz and Guildenstern Are Dead (1966)
* Richard Adams: Watership down (1972)
* Douglas Adams: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (1979)
* Salman Rushdie: Midnight’s Children (1981)
* Diana Wynne Jones: Howl's Moving Castle (1986)
* Alan Moore, David Lloyd: V for Vendetta (1988-1989)
* Terry Pratchett, Neil Gaiman: Good Omens. (1990)
* Nick Hornby: Fever Pitch (1992)
* Zadie Smith: White Teeth (2000)
* Ian McEwan: Atonement (2001)
* Kazuo Ishiguro: Never Let Me Go (2005)

Weil ich Vielfalt mag, und Klassiker in Genres. Weil ich im Zweifel lieber ein Buch aufgenommen habe, das ich noch nicht gelesen hatte statt einem das ich schon kenne. Mehr Romane, weil das schlicht grad populaerer und leichter ist (als z.B. Lyriksammlungen). Weil eher kein irischen oder eingeenglischten Schriftsteller (Joyce, Beckett, Wilde, Swift, Eliot, James) oder englische Schriftsteller die auf lateinisch geschrieben haben (Morus). Ausnahme: Conrad, der sich eher als Pole verstanden haben wollte, weil ich "Heart of Darkness" jetzt einfach endlich mal lesen will. Weil von jedem Autor nur ein Buch (Austen, Dickens, Shakespeare, ...). Kein Byron, weil dafuer Colerdige, erwaege aber das im Zweifelsfall zu tauschen. Kein "Henry Fielding: Tom Jones" weil schon "Laurence Sterne: Tristram Shandy". Kein Chaucer, weil irgendwann muss auch mal gut sein, und ich Aue, Eschenbach oder das Nibelungenlied schliesslich auch nicht gelesen habe. Kein Beowulf, weil: siehe eben. Kein Wordsworth, weil autobiographisches Gedicht in 14 Buechern - eh, nein.

Etwas ambitioniert, aber vielleicht was fuer ein Jahresprojekt? Zum Start konnte ich immerhin neun Buecher schon mal abhaken (fortfahrend - gelesene bolded). Blieben ja nur noch 45, ne?

888 Miles


Hinzu ueber Oxford, Rueckzu ueber Coventry.
  • A: Bath, Somerset
    • Dunster Castle
  • B: Lynton, Devon
    • Tintagel
  • C: Padstow, Cornwall
    • Bedruthan Steps
  • D: St. Ives, Cornwall
    • Levant Mine
    • Lands End
    • St. Michaels Mount
    • Cornish Seal Sanctuary
  • E: Trelissick Gardens, Cornwall
    • Eden Project
    • Mevagissy

Freitag, 20. November 2015

It was a ... ploughboy.

A coarse-throated chatter was the first sound.
It was a sparrow just waking.
Next: "Chee-weeze-weeze-weeze!" from another retreat.
It was a finch.
Third: "Tink-tink-tink-tink-a-chink!" from the hedge.
It was a robin.
"Chuck-chuck-chuck!" overhead.
A squirrel.
Then, from the road, "With my ra-ta-ta, and my rum-tum-tum!"
It was a ploughboy.

-- Thomas Hardy: Far from the Madding Crowd (1874), Ch. 44: Under a Tree - Reaction.

Mittwoch, 18. November 2015

Sunshine from Leith


The Proclaimers, Cambridge Corn Exchange, 04.11.2015, mit A.

Donnerstag, 5. November 2015

Twitter Timeline 10/15

Mittwoch, 4. November 2015

Robert Allen Zimmerman


Like a Rolling Stone, all along the watchtower.
Bob Dylan, Royal Albert Hall, 24.10.2015, mit A.

Dienstag, 3. November 2015

12) Ein Jahr in England - was war da so? (In Zahlen und Listen)

Pubs (Cambr.): 45
Green Man, Earl of Derby, Flying Pig, Salisbury Arms, Cambridge Blue, The Sun, White Swan, Champion of the Thames, The Cambridge Brew House, Fort St. George, St. Radegund, Milton Arms, Jenny Wren, The White Horse, The Carlton Arms, Carpenters Arms, The Castle Inn, Architect, The Punter, Sir Isaac Newton, The Pickerell, The Mitre, The Maypole, Portland Arms, The Boathouse, The Waterman, Old Spring, The Alma, The Mill, The Anchor, The Great Northern, The Tram Depot, The Wrestler, The Free Press, The Elm Tree, The Clarendon Arms, The Fountain, The Regal, The Grain Store, The Eagle, The Pint Shop, The Granta, The Haymakers, Green Dragon, The Golden Hind.

Pubs (ausserhalb von Cambr.): 6
Camelford Arms, Trafalgar Tavern, The Minories, Silver Cross, Three Horseshoes Inn, Oliver Cromwell.

Tage nicht in England: 35
Deutschland (13+4+2+9), Oesterreich (1), Schweiz (2), Holland (4). Deutschland: Ueber Weihnachten und Neujahr, bei den Schwiegereltern, in Franken, in Muenchen. Oesterreich: Coburger Huette. Schweiz: Geburtstag der lieben Lieblingsfreundinsschwester. Holland: Mit den Maedels in Amsterdam.

Museen (im weiteren Sinne): 8
Fitzwilliam Museum, Museum of Archaeology and Anthropology, The Polar Museum, Kettle's Yard, The Folk Museum, Botanic Garden, Tate Modern, Round Church.

National Trust Orte: 8
Elizabethan House Museum, Horsey Windpump and Mere, Dunwich Heath and Beach, Anglesey Abbey, Wicken Fen, Wimpole Estate, Houghton Mill, Red House.

Counties, uebernacht: 4
Cambridgeshire, Sussex, London, Norfolk.
Gesehen ausserdem Suffolk (Dunwich Heath), Bedfordshire (Luton), Essex (Stansted) und durch Surrey und Hertforshire durchgefahren.

Walks around Cambridge: 4
St. Ives to Houghton and the Hemingfords; Grantchester Meadows and Cambridge, Ely and Little Thetford, Adventure Walk.

Kuchenbacken: 12
2 x Apfelkuchen, 2 x Kaesekuchen, 2 x Fridge Cake, 1 x Lemon Drizzle, 1 x Zwetschgendatschi, 1 x Nussecken, 1 x Brownies, 1 x Linzer Torte, 1 x Carrot Cake.

Gottesdienste: 19
Our Lady and the English Martyrs, St. Laurence, Westminster Cathedral, St. Mary, Hugenottenkirche.

Sport aktiv: 34
20 x Laufen, 7 x Wandern, 5 x Tennis, 2 x Fahrradtour.

Partyeinladungen: 5
House warming rules, auch wenn Halloween.

Besuche: 16
11 Uebernachtet, 30.5 verschiedene Leute, 56 Tage. Hach!

Colleges gesehen: 9
St. Johns, Kings, Magdalene, Jesus, Gonville & Caius, Clare, Trinity, Emmanuel, Downing.

Andere Sachen: 45
Kino: 8, Theater: 5, Konzerte: 4, Fairs: 3, Feuerwerke (aus'm Fenster): 1(7), Wine Tasting: 2, Pub Quizz: 1, Sport live: 4, Sport im Pub: 4, Lesung: 1, Meetups: 12.

Sonntag, 1. November 2015

11) Doctor ... Who? Dr. Seuss!

Ted Geisel (Dr. Seuss) half-length portrait, seated at desk covered with his books, World Telegram & Sun photo by Al Ravenna, 1957, Wikipedia.

Dr. Seuss war mir lange Zeit absolut kein Begriff. Ja, genau: Wer? Dabei ist Dr. Seuss einer der bekanntesten Kinderbuchautoren im englischsprachigen Raum. Und da sind einige durchaus vertraut, etwa die 'Kleine Raupe Nimmersatt' von Eric Carle, die 'Little Miss' und 'Mr. Men' Reihe von Roger Hargreaves, 'Where the Wild Things Are' von Maurice Sendak oder Judith Kerrs "The Tiger who came to tea". Aber Dr. Seuss? Nicht wirklich.

Die amerikanische 'National Education Association' hat eine Umfrage unter Lehrern durchgefuehrt und deren hundert meist empfohlene Kinderbuecher vorgestellt. von diesen hundert sind mir 68 vollkommen unbekannt, waehrend ich sieben gelesen habe. Von 15 Buecher habe ich immerhin gehoert, eines davon befindet sich auch auf meiner (nicht sehr gepflegten) Leseliste (Luisa May Alcott: Little Woman). Hundert Buecher, da fehlen noch zehn: Alle von Dr. Seuss. Der ist damit der mit Abstand meist genannte Autor hier. Aber nicht nur hier, in aehnlichen Umfragen oder Listen taucht er genauso regelmaessig auf. So gilt "Green Eggs and Ham" auch als das viertmeistverkaufte Kinderbuch. Aller Zeiten.


Dr. Seuss vollstaendiger Name lautet Theodor Seuss Geisel (1904-1991). Geboren und aufgewachsen in Massachusetts als Enkel deutscher Einwanderer, studierte er in Dartmouth und Oxford und lebte spaeter in New York und Californien. Er reiste Zeit seines Lebens viel mit seiner Frau, blieb kinderlos ("You have 'em; I'll entertain 'em.") und arbeitete erst als Cartoonist und Illustrator, spaeter als Kinderbuchautor. Er illustrierte die meisten seiner Kinderbuecher selbst - wenn dies nicht der Fall war, veroeffentlichte er unter dem Namen Theo LeSieg. Zur Aussprache seines Namens bemerkte ein Freund:
You're wrong as the deuce
And you shouldn't rejoice
If you're calling him Seuss
He pronounces it Soice.
Der Einfachheit wegen wechselte Seuss selbst spaeter allerdings zur englischen Aussprache seines Namens. Obwohl politisch engagiert vermied er es, eine Moral in seine Geschichten hineinzuschreiben, da Kinder das meilenweit riechen wuerden; sprach aber durchaus Probleme der westlichen Zivilisation in seinen Buechern an.

Ted Geisel, American writer and cartoonist, at work on a drawing of the grinch for "How the Grinch Stole Christmas", World Telegram & Sun photo by Al Ravenna, 1957, Wikipedia.

Inzwischen sind eine handvoll seiner Buecher auch im Deutschen erhaeltlich - in den 90ern waren es 20 uebersetze Sprachen. Das Vokabular hat die Uebersetzerei sicher nicht uebermaessig schwierig gemacht - fuer Leseanfaenger gedacht kommen viele seiner Buecher mit 250 Woertern aus. Das ganz grossartige "Green Eggs and Ham" besteht sogar nur aus 50 verschiedenen Worten, aufgrund einer Wette zwischen Seuss und seinem Verleger, dass Seuss kein Buch hervorbringen koenne, das noch weniger Vokabular hat als "The Cat in the Hat", das mit 236 Woertern auskommt. Was deutlich weniger trivial war, ist wohl das verwendete Versmass - Seuss nutzt meist durchweg den anapaestischen Vierheber, auf zwei unbetonte Silben folgt eine betonte, viermal. Das war in der deutschen Lyrik nicht immer populaer, um dem generellen Widerstreben, zwei Silben am Anfang einer Periode unbetont zu lassen, muss es schon wallen und sieden und brausen und zischen.... Bei Dr. Seuss klingt das durchweg ungezwungen fluessig und bleibt im Gedaechtnis - wer damit aufgewachsen ist, zitiert heute noch froehlich aus "The Cat in the Hat":

the sun did not shine.
it was too wet to play.
so we sat in the house
all that cold, cold, wet day.

i sat there with sally.
we sat there, we two.
and i said, 'how i wish
we had something to do!'

too wet to go out
and too cold to play ball.
so we sat in the house.
we did nothing at all.

so all we could do was to
sit!
  sit!
    sit!
      sit!
and we did not like it.
not one little bit.

and then something went BUMP!
how that bump made us jump!
we looked!
then we saw him step in on the mat!
we looked!
and we saw him!
the cat in the hat!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Springen


Alles schien klar und scheinbar geregelt
Alle Untiefen soweit ausgepegelt
Nur das ist nicht dein Leben

Das Schilf unter dir, du spürsts wie es sinkt,
wie Wasser unter dir überall eindringt
Du hast alles versucht

Da hinten in der Ferne siehst du Land
Die Strömung ist vielleicht gegen dich
und egal welche Stürme toben,
halt den Kopf oben

Soweit gekommen, um zu erkennen
Das ist nicht dein Leben
Soweit gekommen, um jetzt einzusehen
Alles kann kommen nur nicht untergehen
Keiner wird kommen, um dich zu retten
Niemand wird da sein
Wenn du aufstehst und springst und dann losschwimmst
Diesem Ufer entgegen
Einem Leben entgegen
Schwimmen

Schwimmen für den L[andean|ondon]flug und den Platz daneben
Schwimmen für den Duft in der Luft nach dem Sommerregen
Schwimmen für die Farben am Himmel am Morgen danach
Schwimmen für die Menschen, die die dich lieben werden
Schwimmen für die Songs, die noch geschrieben werden
Schwimmen für das Flutlicht, die Aussicht, dem Rauschen der Nacht

Da hinten in der Ferne siehst du Land
Sie sprachen von Haien, von Haien die kommen, wenn man hier länger schwimmt
Nur dieses Schiff sinkt

Soweit gekommen, um zu erkennen
Das ist nicht dein Leben
Soweit gekommen, um jetzt einzusehen
Alles kann kommen nur nicht untergehen
Keiner wird kommen, um dich zu retten
Niemand wird da sein
Wenn du aufstehst und springst und dann losschwimmst
Diesem Ufer entgegen
Einem Leben entgegen
Schwimmen

© Markus Wiebusch, In: Konfetti (2014)
Ampere, 22.10.2014, mit A.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Kuerbis-hut ischt wunderbar

Wenn das Erhalten oder Versenden von Nachrichten, die hauptsaechlich Bilder von seltsamen Hueten (und nicht viel mehr) enthalten, zur geliebten Gewohnheit geworden ist, weiss man, dass man so grundlegend doch alles richtig gemacht hat. Und so praesentiere ich aus der Reihe Huete aus aller Welt: Der Kuerbis-hut als Antwort auf den Mayo-hut, fuer die Wohnungshuetenden, Brautautostellenden, Wurstgeniessenden, Wunderbaren Freunde aus dem Westend. Halloween kann ich jetzt, und der naechste Hutkalender kommt bestimmt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Themenmusik: Schlechter Pop (*cough*)

© Matthias Neugebauer: Laternen (flickr)

Es zeichnet sich fort - in der Arbeit Playlists, bevorzugt mit eher minderwertiger Musikqualitaet, weil alles andere zu sehr ablenkt. Neulich noch in deutschen Balladen unterwegs, bin ich inzwischen zu schlechtem Pop abgestiegen. Von den 50+ Liedern hatte ich die meisten noch nie gehoert, bei manchen klingelt dunkel was an (Supermarktmusik?) und ein, zwei kannte ich von Internetmem und Lip-Sync Wellen (das amerikanische Olympic Swim Team 2012, tatsaechlich grossartig). Ich mag es sehr, wenn die Charts an mir vorbeigehen. Und kann es mit genuesslicher Ironie jetzt durchrauschen lassen. Und je spaeter der Arbeitstag, desto eher wird dazu dann sogar noch gewippt - von ehemaligen Kollegen hoere ich, sie vermissen das. Oje!

OneRepublic: Counting Stars (2013)
"Lately I've been, I've been losing sleep ..."
Konstant verwechsle ich dieses Lied - den Songtitel mit Counting Crows, und den Bandnamen selbst mit "One Direction". Wenn ich den Song googlen will lande ich damit bei einer absolut talentfreien englischen Boyband. Manchmal bin ich fassungslos, dass es immer noch Boybands gibt. Leute!
Ueber OneRepublic kann man lesen, dass die Band aus Colorado seit 2002 besteht, mit recht bestaendiger Besetzung und zwei Grammy-Nominierung (und acht Teen Choice Awards ...). Solider Mainstream also, und das Video das zwoelftmeist gesehene auf Youttube. Ich habs natuerlich noch nie wirklich gesehen, laeuft ja im Hintergrund und erfahre jetzt, da ist ein Alligator drin. Eh.

Clean Bandit - Rather Be ft. Jess Glynne (2014)
"We're a thousand miles from comfort, we have traveled land and sea ..."
Das kannte ich vorab, von der Coverversion der lustigen Blechblaeser vom Mill Road Winter Festival. Auch hierfuer gabs einen Grammy, nachdem das Lied 2014 das zweitmeistverkaufte in UK war - nach "Happy" by Pharrell William. Stay local - Clean Bandit haben sich im Studium am Jesus College in Cambridge kennengelernt ...

Sia: Chandelier (2014)
"... Like it doesn't exist ..."
Grammy nominierter Song aus dem sechsten Album der Australierin Sia Furler, die ueber London nach New York ging und zunehmend auch als Songwriterin in Erscheinung trat, Titanium beispielsweise wurde von ihr, urspruenglich fuer Alicia Keys, geschrieben. Herausstechend hier tatsaechlich auch das Video (fuenfzehnmeistgesehen auf Youtube), in dem die damals 11 jaehrige Maddie Ziegler eine Choreographie von Ryan Heffington tanzt, schoen und verrueckt.

Sonntag, 11. Oktober 2015

dahoim.



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Twitter Timeline 09/15