Mittwoch, 25. März 2015

Leslie Travers ...

... verpackt Rebecca vom Feinsten.

Cambridge Arts Theatre, Gastspiel vom Kneehigh Theatre. Daphne DuMaurier: Rebecca. Director and Adaptation: Emma Rice, mit Imogen Sage, Lizzie Winkler, Richard Clews, Andy Williams, Katy Owen, Tristan Sturrock, Emily Raymond, Katy Owen, Ewan Wardrop, Andy Williams, Richard Clews, Robert Burgess, Samuel Martin, Emily May Smith. Designer: Leslie Travers, Lighting Designer: Tim Lutkin, Sound Designer: Simon Baker, Musical Director: Ian Ross, Choreographer: Emma Rice with Ewan Wardrop, Casting Director Sarah Bird CDG, Producers: David Pugh & Dafydd Rogers in association with Steve & Jenny Wiener. Am 24.03.2015, mit A. (+ M., P.)

Montag, 23. März 2015

Filme Februar 2015

Selma (2014)
Guter Film, der mich aber leider ein bisschen unbefriedigt zurücklässt. Optisch lässt er wenig zu wünschen übrig: Ich mag die Einstellungen, die oft ähnlich wie ein Aufmacher eine Nahaufnahme der Figur am Rande des Bildes zeigen. Die Kamera folgt mal dem Darsteller ungeschnitten hinterher, dann läuft sie in der Tränengas umwölkten Szenerie neben den fliehenden Protestierenden einher - einer der eindrücklichsten Sequenzen des Films. Auch Kostüme und Musik sind ansprechend, zeitgemäß und die Schauspieler überzeugend (David Oyelowo, Tom Wilkinson, Tim Roth, Carmen Ejogo, Common), nur mit Giovanni Ribisi kann ich gewohntermaßen nichts anfangen. Nur leider, leider ist Ava DuVernay's Storytelling etwas mau. In Anbetracht des Themas ist das allerdings nicht gut verzeihbar, steht der Film doch vor der gezwungenermaßen implizit gestellten Aufgabe, Martin Luther King's Leben und im besonderen seine 1965er Kampagne für eine gleichgestellten Wahlberechtigung darzustellen, die im Protestmarsch in Alabama, von Selma nach Montgomery, mündet. Es gelingt nicht wirklich, das historische Geschehen herunterzubrechen und den Bildern an die Seite zu stellen. Schade.
Arts Picturehouse, 19.02.2015, 20:45, mit A. 7/10

The Theory of Everything (2014)
Eine Arbeitskollegin meinte noch, schau mal, ob Du Szenen in Cambridge entdeckst. Hmpf. Welche Szenen des Films spielen denn nicht in Cambridge? Ha! Schoener Film, wirklich. Den Regisseur, James Marsh, kennt man vielleicht vom Dokumentarfilm "Man on Wire" (2008), fuer den er einen Oscar gewonnen hat - Furore gibt's endgueltig mit diesem Film. Fuer fuenf Oscars nominiert, darunter beide Hauptdarsteller (Eddie Redmayne und Felicity Jones), der Film selbst, Musik und Drehbuch. Letzteres nach der Autobiographie von Jane Hawking, und soweit man mitkriegt recht getreu und ueberzeugend umgesetzt, was noch von der Beteiligung Hawkings im Film unterstrichen wird. Tolle Kulisse und gut umgesetzter Plot, vor allem aber ein herausragend koerperlicher Eddie Redmayne - zu recht dafuer dann auch tatsaechlich mit dem Oscar ausgezeichnet. Trotzdem klickt es nicht so richtig mit diesem Film - ohne dass ich den Finger drauf legen koennte, denn nichts stoert sonderlich, es hallt aber halt auch nichts sonderlich stark nach, seltsam.
Vu, 23.02.2015, 19:45, mit A. 8/10

Twitter Timeline - random (II)

Sonntag, 22. März 2015

4a) Was macht man eigentlich so ein Wochenende in Brighton?

Brighton is without doubt the UK's most colourful and outrageous city and one with many faces.¹

Brighton ist ein Seebad an der Suedkueste Englands und ein beliebter Erholungsort, im 18. Jahrhundert stark frequentiert von George IV (der sich hier den exotischen Royal Pavilion errichtete) und seit Bau der Eisenbahn 1841 gut zu erreichendes und populaeres Tagesauflugsziel der Londoner (ergo der Spitzname "London-by-Sea"). The Kooks haben sich hier gegruendet, Fatboy Slim mit seinem Club 'Big Beat Boutique' eben diesen Musikstil etabliert, und ABBA hier 1974 den Grand Prix d'Eurovision gewonnen. Brighton liegt in der Grafschaft East Sussex und ist ueber London von Cambridge aus gut und in unter drei Stunden zu erreichen.



Und wir fahren da naechstes Wochenende hin. Endlich. Schliesslich kenne ich Brighton seit Jahren aus den Erzaehlungen der Kaltmamsell (2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2013, und 2015 kommt zu Ostern) - wo also besser wegen guter Tipps und Anregungnen nachlesen gehen? Und weil ich das im letzten Jahr schon mal gemacht habe, aber inzwischen wieder vergessen, halte ich es diesmal fest.

Was macht man also so ein Wochenende in Brighton?

* Einkaufen. Zum Beispiel Kaese aus aller Welt - England. [1] [2]: Argh. Mein erster Punkt, ein Besuch in Neal’s Yard Dairy, erweist sich als Frucht der Tagesausfluege nach London, muss also wohl auf eine andere Liste. (Auf die kommt auch wieder die Themsentour, die der Schatz noch nicht gemacht hat.)
* Stoebern in der North Laine, mit seinen "lauter kleine bis kleinste Läden und Cafés. Meist verkaufen die Inhaber selbst gefertigte Dinge." (2004), und wenn ich Villa & Hut gefunden haben, dann ist auch der schoene Comic-Laden nicht weit.
* Palace Pier, der Vergnuegungspark auf dem Steg ueber dem Meer. Ob die mich wohl auf so ein Pferdchenkarussell lassen? Und eh den Strand, logisch. Am liebsten auch in den Abend hinein. Und auf jeden Fall bitte wieder mal schoen entspannten Pimms.
* Essen gehen im Food for friends. Sonst bin ich bei weitem nicht so abenteuerlustig wie die Kaltmamsell was Essen angeht, komme halt aus Niederbayern. Fisch scheidet wegen dem Schatz auch eher aus, aber vegetarisch -toll. Ich habe mal vorsichtig eine Reservierung fuer Sonntag Mittag eingestellt.
* Laufen gehen auf dem Undercliff Walk. Schliesslich war der in Teilen ueber Jahre gesperrt (von mindestens 2010 an, und auch 2013 noch) - ist inzwischen aber wieder komplett offen.
* Schauen, wie es dem West Pier geht (2004, 2008, 2013, 2014).
* Fruehstueck oder Verschnaufspause im Redroaster, das den besten Kaffee der Stadt hat? Und vielleicht mal Egg Benedict? Oder auch endlich mal englisches Fruehstueck, vielleicht im Seven Bees Cafe?
* Haare schneiden gehen? Lustige bunte Struempfe im Mark & Spencers kaufen, im Gedenken an C.? Essen in der Farm Tavern in der 13 Farm Road?
* Oder auch mal ausfliegen - zu den Seven Sisters? Oder nach Glynde? Vielleicht auch einfach zu den Kipling Gardens in Roottingdean schlendern?

Gut, oder? Und jaja. Eigene Plaene gibts natuerlich auch!

* Brighton! Kenn ich doch auch wegen Rosie Sherry! Und das sich das trifft ist zwar Zufall, aber wir sind nun just zu Ende des diesjaehrigen TestBash in Brighton. Dazu gibts einen Wochenplan - vielleicht schau ich ja Freitag abend noch im Mesmerist vorbei zum Post TestBash Meetup, ob da noch wer da ist? Weil, bisschen who's who ist das schon, und mit dabei: Michael Bolton! Des letzteren Retweet einer Stellenanzeige mich ueberhaupt erst nach England gebracht hat!
* Ich bin ja etablierter Gottesdiensthopper, schon lange vor dem ersten Jahresprojekt. Samstag abend in Sacred Heart in Hove um 18 Uhr? Oder Sonntag morgen um 9:30 in St. Joseph? Oder 10:30 in St. Mary Magdalen? Oder noch wo- und wannanders?
* Und der Schatz ist Stadionhopper. Die Seagulls sind der Brighton & Hove Albion Football Club, die spielen aber das Wochenende nicht. Aber der halbprofessionellen Whitehawks! Um, die Ecke, um 3 pm - Whitehawk FC vs Weston-super-Mare AFC. Gebucht. Denn auch bei moeglichen Sport Alternativen siehts mau aus: beim etablierten Cricket Club Sussex County hat die Saison noch nicht angefangen und auch beim Hunderennen ist grad nichts.


Naechste Woche folgen dann die Bilder.

[1] Lonely Planet: England, p. 172.

Montag, 16. März 2015

Leave the city for the sea

Unser erstes Konzert in Cambridge. Der Schatz hat's gefunden, und das, ohne dass ihm bewusst war, dass ich einen Gutteil meiner Unizeit, ein, zwei selige Konzertabende und die ersten Monate unserer Beziehung mit eben diesem Sänger im Ohr verbracht habe. Grant Nicholas spielt im Portland Arms, mit keinen 100 Leuten um uns rum, und der Band später entspannt im Publikum auf ein Bier. Da bekommt man dann auch mal die Hand geschüttelt, obwohl man eigentlich nur zur Tür wollte ... Gespielt wird Yorktown Heights, das erste Soloalbum des Feedersängers und so habe ich erste Soloalben selten live gehört - ausgedehnt, ohne Not ein neues Lied ans andere gereiht, und wenn mich nicht alles täscht ohne ein einziges Cover oder einen Feederklassiker zu spielen. Nur die Einlaufmusik scheint mir die aus der Autowerbung mit dem blauen Licht - genau, Nick Drake, ich bin halt ein Kind der 90er. Groß sympathische, Band bestehend aus zwei - eh - Dänen? und einem R.H. look-a-like mit Holzfällerhemd, Bart und Baseballkappe. Wunderbar. Und als nächstes wünsch ich mir dann Friska Viljor her.


Grant Nicholas (Feeder) + support: Mark Ellis, Wednesday, March 4 2015 (Review)

Sonntag, 15. März 2015

Meine 11 des Spieltags

Ein Wochenende, das der Schatz komplett durcharbeiten muss und ich frei habe. Da ich die Woche davor in Holland auf einer (wunderbaren!) Testerskonferenz war und das Wochenende davor mit den Mädels in Amsterdam, bin ich leicht erholungsbedürftig und zu Ende der Woche unglaublich müde. Und da der Schatz mich kennt, und und weiß, daß ich gerne auch mal dazu neige, 48 Stunden das Haus nicht zu verlassen, und auch weiß, daß ich Listen mag, macht er mir eine Liste an Dingen fürs Wochenende, und zwar elf, wegen Fußball, eh klar.

1) Kaffee aus schöner Tasse in der Sonne trinken.

Dass es wenig Sonne gibt am Wochenende lässt sich nun nicht ändern, aber schöne Tassen haben wir zu Hauf: Ich präsentiere die allseits geliebte Fanteria Tasse zur linken, und die offizielle Sonntagstasse aus Schloß Nymphenburg zur rechten.

2) Bundesliga zu Ende schauen.
Kann man in England nämlich über itv, nur halt bisschen später, und damit aktuell noch Spieltag 24. Die Berichte sind recht gut - englische Fußballmoderatoren sind gefühlt einen Ticken weniger nervig als deutsche, bauen allerdings auch keine narrative (Pseudo)Spannung auf, was ich manchmal vermisse und was mich oft vom Ende der Spielberichtserstattung überrascht sein lässt. Eher nervig ist die deutsche Moderatorin, Isabella Müller-Reinhardt, aber immerhin steht sie immer irgendwo in München rum (Fußgängerzone! Odeonsplatz! Wiener Platz!) und man kann gucken, ob vielleicht im Hintergrund jemand vorbeiläuft, den man kennt.

3) Buch lesen, z.B. Tolstoi.
"Wenn alle nur aus Überzeugung in den Krieg zögen, gäbe es keinen Krieg."
"Das wäre doch wunderbar", sagte Pierre.
Fürst Andrej lächelte spöttisch.

-- Leo Tolstoi: Krieg und Frieden, Übersetzt von Barbara Conrad. München 2010, S. 45.

4) Muttertagskarte schreiben und verschicken

Denn der ist in England bisschen früher als in Deutschland (10. Mai). Und von irgendwas müssen unsere Mütter ja ob des Umzugs auch mal profitieren.

5) Laufen gehen

Noch drinnen. Schon draussen, 20:29 Min und 2,9 Kilometer später, mit einem Schnitt von 7,4. Jesus Green ist die neue Wiesnrunde, und nicht gerade lang, jaja! ("never despise meager beginnings.")

6) Gottesdienst
Ganz einfache Übung, hab ich doch nicht ein, nicht zwei, nein drei katholische Gemeinden um mich rum. Die nächste ist ein Dominikaner Orden, zu Fuß 10 Minuten weg, mit Sonntagabendgottesdienst und sympathischen Fratres, die sonst so 110 km Charityläfe machen. Scho recht!

7) Pizzabelag überlegen und den Schatz dafür Einkaufen schicken
War gar nicht nötig, war alles zu Hause: Tomaten, schwarze Oliven, Creme Fraiche / Pilze, rote Zwiebeln / Salami, rote Zwiebeln, Chilischote. Teig aus Mehl, Trockenhefe, Milch, Öl, Salz. Geriebener Käse drüber. Und natürlich kann hinterher auf jeden Belag noch Rucola drauf:


8) Email oder Anruf an Freunde / Familie
Beides. Fällig war ohnehin eine Planungsmail an einen Freund, ehemaligen Kommilitonen und Arbeitskollegen (Antiklimax?), der nächste Woche beruflich in Cambride ist - Vorfreude. Mehr als überfällig war ein Anruf bei meinem Bruder, über skype die ganze Familie gesehen, wunderschön.

9) Bloggen zu "Leseliste in England" o. ä.
Bin grad uninspiriert ob des Jahresprojekts. Blogge ich halt lieber über die Liste vom Schatz ;)

10) Nicht oder ganz wenig arbeiten
Und die Wochenenderegel ist eh: Wenn am Wochenende arbeiten, dann, wenn möglich, nur Sachen die nicht stören, Spaß machen, viel bringen, mir den Rücken frei halten. Oder halt bis Montag fertig sein müssen...

11) Gute Laune haben

Ah, das ist einfach. Unterwegs sein ist großartig. Ruhige Wochenenden zu Hause auch. Ich mag mein Leben.

Amsterdam im März














Sonntag, 1. März 2015

Happy St. David's Day!


Heut ist walisischer Nationalfeiertag (Dydd Gwyl Dewi Sant), und auch in Cambridge laufen Menschen mit Osterglocke im Knopfloch. Scheint mir hier eine Tradition zu sein, Blumen ins Knopfloch wenn irgendwas ist, ich werde das verfolgen. Mehr zum St. David's Day auf wikipedia oder quick facts beim mirror.

Twitter Timeline 02/15