Samstag, 31. Dezember 2016

2016 erfragt


2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015.

Zugenommen oder abgenommen?
Gleich. (Okay. Zugenommen. Ein bisschen, glaube ich).

Haare länger oder kürzer?
Kuerzer, grad. Und echt erfolgreich auf fast-nicht-mehr-Pferdeschwanz-grad-noch-schulterlang zurechgestuftschnippelt.

Mehr Kohle oder weniger?
Verdient - aehnlich. Ausgegeben - aehnlich. Geld verloren - etwas. Tja, Brexit.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger bis aehnlich. Kurztrips wieder und den Urlaub in UK selbst und sonst keine uebermaessig teuren Anschaffungen.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Mehr gewandert als sonst, und immer noch regelmaessig mit dem Fahrrad in die Arbeit. Sonst leider mau.

Der hirnrissigste Plan?
Den Transport von Kirche zu Gasthaus fuer das Brautpaar auszurichten - getreu wie es sich fuer eine Fahrradgang gehoert, war der Plan, dass der Braeutigam die Braut im Lastenfahrrad selber faehrt. Nur leider hat es aus Stroemen geregnet, wir in Fahrradklamotten, triefend nass, gerade noch so zur Kirche, der Braeutigam im Lastenfahrrad dann vorne drin unter der Plane, die Braut im kleinen Flitzer. Absolut hirnrissig, aber auch absolut grossartig. Ein Highlight - wenn nicht so, wie sonst?

Die gefährlichste Unternehmung?
Fahrradfahren in Deutschland - verkehrt in die Einbahnstrasse rein und auf der flaschen Strassenseite.

Die teuerste Anschaffung?
Mein Rad wurde generalueberholt, fuer etwa 150 GBP (neue Kette, neue Schlaeuche, neue Bremskabel und -kloetze). Wunderbar. Ansonsten wohl das Luxusapartment in Edinburgh (Hrmpf), der Improv-Kurs im Herbst, die Zugfahrt aus Thueringen in die niederbayrische Heimat Niederbayern.

Das liebste Kleidungsstueck?
Ein blauer halbarm Pullover, kurz, breit, mit weissen Querstreifen, von Gap. Wunderbar, Wohlfuehl, und einfach nur angenehm.

Das leckerste Essen?
Vegetable Chips. Und die Lasagne in Venedig in der Naehe von San Stae.

Das beeindruckendste Buch?
Orson Scott Card: Enders Game. Und das mag daran liegen, dass das Buch eh was Besonderes ist (P!), oder am Zeitpunkt: erstes Urlaubsbuch, und das Urlaubslesen dieses Jahr war einfach wunderschoen. Aber wie auch immer, ein empfehlenswertes Buch. Und das zweite Jahr in Folge Science Fiction, sieh an. Ansonsten wirklich sehr gemocht: Gustave Flaubert: Madame Bovary. Und gelitten mit dem Ende von Neil Gaiman's Sandman Reihe.

Der ergreifendste Film?
Ueberrascht, dass da doch einige gute dabei waren: "Birdman" auf jeden Fall grosse Kunst. "Guardians of the Galaxy" tatsaechlich so schoen schraeg wie angenommen. Und endlich "Apocalypse Now" gesehen - episch, schon.

Das ergreifendste Theaterstück?
T.C. Boyle's América in den Kammerspielen.

Die beste CD?
Hands down "The Earth Is Not a Cold Dead Place" von Explosions in the Sky. Und das nicht nur, weil insgesamt nicht so unglaublich viel in CDs reingehoert dieses Jahr, sondern weil das einfach ein fuer sich herausragendes Album ist. Tolle Entdeckung.
Ansonsten gerne Cro gehoert zu Beginn des Jahres, besonders Clips aus dessen MTV Unplugged Auftritt, und zu Ende dann The Lumineers.

Das schönste Konzert?
Es war schoen die "Barenaked Ladies" wieder zu sehen, und sich in Muenchen im BR zum PULS Festival mit einem Haufen Leute zu treffen. Aber irgendwie sticht kein Konzert wirklich raus, eher die Abende auf'm Sofa mit Cro, Springsteen, Lumineers, einer Flasche Wein und dem leisen (oder auch lauten) gluecklich sein.

Die meiste Zeit verbracht mit ...?
Praesentieren vorbereiten. Dem Schatz. Sich freuen. Sich gestresst und ueberfordert fuehlen. Sich verkriechen.

Die schönste Zeit verbracht mit ...?
Dem Schatz in Shetland. So, so toll. Dem unterwegs sein in (Nacht)Zug, Faehre, Flieger. Dem Ankommen. Dem Lachen im Team. Und irgendwie einfach insgesamt unglaublich viel schoene Zeit gehabt, so quer durch.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Zwiespaeltig. Sehr sehr gluecklich gewesen, so viel erreicht, viel Neues gemacht, im Job und ausserhalb, grossartige Erlebnisse, wunderschoene Momente, Naehe, der Schatz. Angekommen, Freunde gefunden, Herzen und Seelen ausgestreckt und sich fallen lassen. Gleichzeitig aber auch durchgehend oft so unglaublich frustriert, wegen der vielen Diskussionen um (agile) Prozesse, der Ueberlastung, der Ueberforderung, und ganz einfach der Weltlage allgemein. Brexit tut weh.

2016 zum ersten Mal getan?
Den groessten Buchladen Europas (enttaeuschend) besucht. A Murmuration of Starlings gesehen. Workshops geleitet (und entworfen). Einen Improvkurs belegt. In einem Survival Bild gewesen (Thueringen und Peru rules!). Podcasts gehoert. Im British Museum gewesen. Vogelfelsen gesehen. Kayak gefahren, auf Fluss und Meer. Englaender umarmt. Nachbarn da gehabt, auf Drinks (und vice versa). Geschenke geskippt, fuer Spenden. Meinen Myers–Briggs bestimmt: INFJ. Spaziergaenge in der Mittagspause gemacht. Klamotten shoppen in Cambridge. Auf einem Freaky Friday gewesen. Freunde verabschiedet, aus Cambridge. Die Cam Bumps gesehen. Strafe gezahlt fuer Alkohol in der Oeffentlichkeit (Hallo Koeln!). Michael Bolton getroffen, der mich nach Cambridge gebracht hat. Einen Kingfisher gesehen. Veranstaltungen mit Speakern organisiert, in der eigenen Firma und ausserhalb. In einem Escape Room gewesen. Oktoberfest im Ausland. Auf einer Fahre uebernachtet (Kajuete). Eine Bat Safari gemacht und ein Gin Tasting. Aufgehoert Anke Groener zu lesen, und Jean. Premier League live gesehen, und die schottische erste Liga. Deutsche Tester kennengelernt. Gelernt was Manager so tun sollen. Einen Adventurewalk/trip zurueck organisiert. Gutes gemacht, dafuer nicht anerkannt worden, und sich dennoch einfach drueber gefreut - endlich. Mich nicht willkommen gefuehlt, hier - ach, Brexit. Des Schatzens Newcastle gesehen. Software-Architektur skizziert, vor Leuten, scary und gut. Mich fuer eine Freundin gefreut, die Spiegel Bestsellerautorin wurde. Beef Wellington gemacht. Ein Formal Dinner im College besucht. Fussball WM im Ausland gesehen.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
Ohrenschmerzen gehabt. Venedig besucht. Auf einem Tisch getanzt. Auf Hochzeiten gewesen. Mein Heimatdorf gesehen, fuer weniger als 24 Stunden. Weihnachten gearbeitet. Ein Jahresprojekt erfolgreich beendet. Sushi gegessen und Pho. Freundschaften geschlossen. Einen Fahrradunfall gehabt (mit Knie aufgeschlagen!). Dem Schatz nix zum Geburtstag geschenkt (sorry!). Eine Zertifizierung bekommen (fuer Agile irgendwas). Ripperlessen in grosser Runde, mit den alten Schulfreunden (und lauter kleinen Menschen). In einer Disco gewesen. Laufen gewesen mit einer Freundin. Regelmaessig Tischfussball gespielt. Fruehstuecken gewesen, in Cambridge und Muenchen. Einen absoluten Saurausch gehabt. In einem distributed team gearbeitet. Einen Hochzeitsladen besucht. Sleeper Train nach Schottland genommen. Silvester allein mit dem Schatz. Star Wars geguckt. Mit Kollegen weg gewesen, halbwegs regelmaessig. Jemanden umgerannt (in der Arbeit, beim Wackelpuddingstaffelauf. Sorry B.!). Stresstests durchgefuehrt. Python programmiert, und JavaScript. In Muenchen im Gottesdienst gewesen (aber insgesamt viel zu wenig). Blumen gegossen fuer Nachbarn. Dem Schatz aus der Zuschauerreihe beim "Stadtlauf" zugejubelt. Zweimal taeglich Zaehne geputzt. Gemerkt, dass ich ein verdammt guter Tester bin (manchmal zumindest). Schottland bereist. Ein Publikationsangebot bekommen und von meinem Prof gehoert. Kreativ gewesen und quergedacht (mit der Testerchallenge im Juli). Von mir selbst beeindruckt gewesen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die staendigen Schmerzen. Prozessdiskussionen. Mich so genervt und bedraengt zu fuehlen dass ich um mich schlage.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich: Davon dass die Menschen um mich, und wie ich sie behandle, wichtiger sind als das Endergebnis. Dass man, wenn man Gutes tun kann, es auch tun soll, egal was ist. Ich hoffe irgendwann sinkt das ein.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Der gemeinsame Ausflug nach Newcastle, zum Sunderlandspiel und der frueheren Heimat? Oder einfach, hoffentlich, das Gefuehl vermittelt zu haben, das mir jemand wichtiger ist als das meiste andere in meinem Leben? Auch wenn ich das nicht immer zeigen kann.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dieses Jahr mal materiell gedacht: Ein grosser Lego Batman - weils so ueberraschend kam, und so unberechenbar. Eine Schallplatte von meine Chef (siehe oben) - weil wenn an einen gedacht wird, weil irgendwo "happy" steht, dann hat man alles richtig gemacht (und einen ganz tollen Chef). Eine Mumintasse. Weil einfach wirklich ganz genau das was ich wollte - und ich will ja immer nicht viel.

Ansonsten: Zu merken, dass es Menschen gibt, die an einen denken, und denen man nicht ganz egal ist, das ist schon ziemlich ueberwaeltigend.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"I don't get to work with you anymore." gefolgt von: "This was the most fun I had at work in a long time." und: "We missed you."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Weiss nicht ob schoen, aber auf jeden Fall dringend: Bitte, bitte, bitte, geh nicht aus meinem Leben raus.

2016 war mit einem Wort ...?
Zwiespaeltig. Seltsamerweise.

Vorsätze für 2017 ...?
Mal ganz tief durchatmen. Weniger, aber das besser machen. Frueher aufstehen, und den Morgen nutzen um die Abende zu entlasten.

Freitag, 30. Dezember 2016

Im Krabat


© Lukas Litz Obb: Elf und einer (flickr)

Eine der schoensten Traditionen: Krabat wiederlesen. Gerne um Neujahr drumrum, weil's da drumrum ja anfaengt. In den 1970er erschienen, im Wendischen angesiedelt, gibts im Krabat Worte, die mir sonst kaum unterkommen:

"Betteljunge. Allerdurchlautigst. Hoechstderoselben. Stecken. Reisig. Rumoren. Schemel. Gesinde. Altgesell. Pritsche. Spelzen. Tagewerk. Schel. Ohrenspitzer, Um-die-Ecke-Schleicher. Tausendsassa. Wurstzipfel, Rocktasche. Drauf spucken. Zapfen. Jaeh. Maulen. Blindekuh. Bewandtnis. Fahl. Husch. Bursche. Ungelenk. Jeglich. Kehrtmachen. Kusseln. Kuhle. Stapfen. Foehre. Ducken. Irden. Backenstreich. Hemdsaermel. Juchhe. Trott. Gevatter. Tummeln. Kittel. Werber. Branntwein. Luemmeln. Gammaschen. Traufe. Fuder. Plitz-Platz. Huenenhaft. Haderlump. Recht so. Wildbret. Tafeln ..."

-- Otfried Preußler: Krabat (1971)

Filme November - Dezember 2016

Apocalypse Now (1979)
Ziemlich grausamer, schmerzhafter und wertvoller Film - und das wohl fuer alle Beteiligten. Im Vietnamkrieg, um einen amerikanischen Captain/Spion/Special Forces, der mit einer handvoll Rekruten den Nùng entlang reist um einen groessenwahnsinnig gewordenen Colonel zu ermorden. Kann man kaum beschrieben, muss man sich 153 Minuten lang ansehen. Francis Ford Coppola, mit Martin Sheen, Marlon Brando et al. 10/10

Arrival (2016)
Ein recht langsamer, leicht unueblicher Science Fiction Film von Denis Villeneuve der mentale Zeitreisen zeigt und Bewusstseinserweiterung durch Sprache. Amy Adams spielt die Protagonistin, eine Linguistin, die zu Rate gezogen wird nachdem 12 ausserirdische Raumschiffe auf der Erde landen, um die Kommunikation mit den Ausserirdischen zu ermoeglichen. Der Film zeigt diese Bemuehungen durchwoben mit Flash(Forward)Backs die sie um ihre noch ungeborene Tochter hat. Weiter Rollen besetzt von einem weiteren Teammitglied, gespielt von Jeremy Renner, und dem leitenden General, Forest Whittaker. Irgendwie gut, aber irgendwie auch unbegeistert. Arts Picturehouse, 17.11.2016, mit S., B., A. 6.5/10

Shetland, Season 1-3 (2013-2016)
Wenn man mal 5 Tage in Shetland war, dann hat man einige der Schauplaetze der Serie gesehen und freut sich ungemein. BBC produzierte Krimiserie um Inspector Jimmy Perez (doch, wirklich!), basierend auf den Buechern von Ann Cleeves. Hauptsaechlich in Lerwick, der Hauptstadt in Shetland, und Umgebung aber auch auf der magischen Vogleguckerinsel Fair Isle, von der Perez stammt. Wunderbar, mit tollen britischen Schauspielern: Douglas Henshall, Alison O'Donnell, Ciarán Hinds, James Cosmo, Archie Panjabi. 7/10

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Buecher: July - Dezember 2016

#July
16) Tim Butcher: Blood River
17) Elisabeth Hendrickson: Explore It!*

#August
18) J.K.Rowling, Jack Thorne, John Tiffany: Harry Potter and the Cursed Child*
19) Saša Stanišić: Fallensteller*
20) Giulia Enders: Darm mit Charme

#September
21) Tammara Webber: Easy
22) Orson Scott Card: Enders Game**
23) Emily Brontë: Wuthering Heights**
24) Alan Moore, David Lloyd: V for Vendetta**
25) Agatha Christie: And Then There Were None**

#Oktober
26) Evelyn Waugh: Brideshead Revisited**
27) Reif Larsen: The Selected Works of T.S. Spivet*
28) Charles Seashore, Edith Whitfield Seashore, Jerry Weinberg: What Did You Say? The Art of Giving and Receiving Feedback*
29) Sir Arthur Conan Doyle: The Hound of the Baskervilles*

#November
30) Beatrix Potter: The Tale of Peter Rabbit*
31) Neil Gaiman: The Sandman: Endless Nights**
32) Alan Richardson: Dear Evil Tester*

#Dezember
33) Diane Wynne Jones: Howl's Moving Castle**
34) Otfried Preußler: Krabat**
35) Kazuo Ishiguro: Never Let me Go*
36) Ryuichiro Utsumi, Jiro Taniguchi: Von der Natur des Menschen*

Projekt 2016?
Geschafft.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Twitter Timeline 12/16 (I)

Dienstag, 27. Dezember 2016

Buecher: Januar - Juni 2016

#Januar
1) Toni Morrison: Beloved**
2) Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo: Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt*
3) Nick Hornby: Fever Pitch**

#Februar
4) J.M. Barrie: Peter Pan (Minalima)**
5) Gustave Flaubert: Madame Bovary**
6) Steve Krug: Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems*

#Maerz
7) John Greene: The Fault in Our Stars
8) Neil Gaiman: The Kindly Ones (Sandman IX)**
9) Edward Albee: Who's Afraid of Virginia Woolfe?**

#April
10) E.M. Forster: A passage to India**
11) Alexandra Pilz: Fuer immer Hollyhill*
12) Jerry Weinberg: Perfect Software ... and other Illusions about testing**

#Mai
13) Bert Brecht: Die Dreigroschenoper*
14) Neil Gaiman: The Wake (Sandman X)**
15) Rudyard Kipling: The Jungle Book*

#Juni
tzzzzzzzzzz.

Samstag, 24. Dezember 2016

Schmuck am Baum (Morgen war Weihnachten)


Ich liebe Weihnachten. Nicht ganz sicher warum so sehr gerne; vielleicht mag ich einfach alles, was man still, ruhig und gelassen feiern kann (also zum Beispiel nicht: Silvester). Seit ein paar Jahren dann Weihnachten nicht mehr automatisch bei der Familie, sondern vor allem mit dem Schatz, und damit auch grundlegend neu die Fragen nach Baum, kein Baum, welches Essen, was machen. Fuer mich ist das immer recht einfach, weil: klar, Baum, logisch, rosa Salat, guter Kaese, gutes Brot, Lachs mit Sahnemeerettich, festlich anziehen, Gottesdienst und dann noch ein Glaserl Wein und aufbleiben und quatschen und lachen. Und vorm Geschenke auspacken wird die Glocke gelaeutet die am Weihnachtsbaum haengt.

Baum ist echt einfach weil: Mein Herz haengt an meinem angesammelten Weihnachtsbaumschmuck. Weil ich bunt und wild geschmueckte Baeume mag, wegen der Erinnerung ans Baumschmuecken mit meiner Mutter, weil die Sachen so eine schoene Mischung an Dingen sind, meist Einzelstuecke oder Ueberbleibsel, also quasi Underdogs. Altes, geerbtes, von meiner Oma und meiner Mutter, hinzubekommenes von des Schatzens Mutter, von Freunden, selbstgebasteltes, umfunktioniertes, geschenktes, erfundenes, weit hergebrachtes, lang besessenes. Vor allem letzteres ist leicht seltsam - mein aeltester, eigener, umfunktionierter Weihnachtsschmuck ist aus meiner Teenagerzeit, krasser Kontrast zu der Besitzlosigkeit, die mein Leben sonst eher durchzieht (Buecher sind anders. Buecher gehen immer. Buecher sind Freunde). Alt besessenes also, aber immer auch kommt etwas neues hinzu, weil ich die Tradition meiner lieben Freundin R. geborgt habe - zu jedem Jahr Ehe gibts was fuer den Baum. Nur Kerzen fehlen noch, und eine vernuenftige Krippe muss ich mir noch suchen.


    

 

1) Lustige, bemalte Holzfiguren. Indisch? Mit sechzehn oder so gekauft. Keine Ahnung warum. Aber ich dachte immer, wenn ich mal ein Krippe habe, stelle ich die dazu. Die Krippe fehlt noch, aber die Figuren stell ich einfach so jetzt immer schon zum Baum dazu.
2) Gelbe, durchsichtige Glaskugel von meiner Oma. Davon gab's mal zwei (urspruenglich wahrscheinlich mindestens sechs), jetzt nur noch diese.
3) Strohsterne. Selbstgemacht von meiner Mutter. Weihnachtskram selbermachen erinnert mich immer sehr an Saudi, und meine Kindheit, und die Strohsterne sind einfach nur sehr, sehr schoen.
4) Metallvogel. Zukauf aus einem Weihnachtsladen in Edinburgh, zum ersten Ehejahr.
5) Renntier, Holz. Immer noch unentschieden, wann und wo gekauft, aber ziemlich sicher eher neuer. In Wimpole? Zusammen mit dem Teddybaeren?
6) Kastanie, geschnitzt, mit den "Big Five", den grossen fuenf afrikanischen Tieren. Eigentlich ein Schluesselanhanger den M. aus Namibia mitgebracht hat. Toll am Baum, finde ich.
7) Rote Wachsfigur. Hingen einige bei meinen Eltern auch so rum, in der Wohnung, das ganze Jahr ueber. Im letzten Weihnachtspaket meiner Mutter drin - jetzt am Baum.
8) Ehejahr drei (2013), alleine gekauft, von meinem Japanurlaub mitgebracht.
9) N'Apfel. Weil, warum nicht. Mochte ich als Kind schon als Baumschmuck weils so ganz anders als alle anderen war. Spaeter dann fuer mich mitbekommen.
10) Ehejahr zwei (2012), am Muenchner Weihnachtsmarkt gekauft. Mir zu verkuenstelt, inzwischen, aber immerhin anders als alle anderen Kugeln die wir haben.
11) Stern, Holz, rot, bemalt. Auch aus Edinburgh.
12) Muranoglaskugel, typisch. Ehejahr vier (2014), aus Venedig mitgebracht.
13) Holz, Eichhoernchen, bemalt, aber eher Handarbeitsklassen-Niveau. Nicht von uns (meinem Bruder oder mir), weswegen ich glaube vielleicht von meiner Mutter oder ihren Geschwistern?
14) Ehejahr eins (2011). Meine Lieblingskugel, auf der Hochzeitsreise in Edinburgh gekauft.
15) Ehejahr fuenf (2015), aus dem Eden Project in Cornwall. Moeglicherweise nicht als Christbaumkugel gedacht, aber ganz toll als eben solche.

Weitere folgen.

Samstag, 17. Dezember 2016

November: endlos, boese, hoppeln


30) Beatrix Potter: The Tale of Peter Rabbit*
Das wird wohl das duennste aller dieses Jahr gelesenen bleiben. Allerdings auf der englischen Leseliste! Ein Nationalgut, sozusagen. Ein liebevoll illustriertes Kinderbuch mit vielleicht zwanzig Saetzen um den gefaehrlichen Ausflug des Peter Rabbit in einen umzaeunten Garten hinein (Huh!). Ich kannte es hauptsaechlich aus der Verfilmung zu Beatrix Potter mit Renee Zellweger (nicht gesehen, nur davon gehoert). Man nimmt halt jede Informationsquelle wahr, gell?

31) Neil Gaiman: The Sandman: Endless Nights**
Das erste Comic und auch der erste Sandman den ich je gekauft habe - weil er damals (2003) gerade frisch rausgekommen war, fuer sein vielfaeltiges kuenstlerisches Spektrum gelobt, von Neil Gaiman geschrieben und auf der New York Times Bestseller Liste platziert war. Wenig war mir klar, dass das tatsaechlich der letzte war - weswegen ich dann brav erstmal alle zehn anderen Sandman Sammelbaende durchlesen wollte, wie ja dieses Jahr zu Ende gebracht. Wuerdiger Abschluss - in sieben Kapiteln wird je einer der Endless beleuchtet, die Verwebungen sind derer viele, aber auch ohne Kontext kann man hier viel Freude dran haben. Es wird mir fehlen.

32) Alan Richardson: Dear Evil Tester*
Nochmal Buchklub in der Firma. Ich habs ausgesucht, weil es doch oefter erwaehnt wurde, und mir Alan Richardson ausserdem mit ein paar anderen Geschichten unterkam - Blogpost, Empfehlungen, Twitter und nicht zuletzt als der Creator eines Textadventure Games fuer Tester. Das Buch als Buch ist nicht sehr ausgewogen - drei/zwei recht unterschiedlich Bloecke von Dingen zusammengefriemt. Auch so unbedingt viel Neues konnte ich nicht herauslesen, aber ich hab's dennoch genossen: weils mal ein anderer Ton ist, und weil er im Grunde genommen Recht hat; wenn wir Tester immer so sehr ueber verschieden Blickwinkel predigen, sollten wir vielleicht auch mal uns gegenueber einen neuen einzunehmen lernen.

Twitter Timeline 11/16

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Pulsschlag


Mit lieben Leuten. In Muenchen. Im BR. Mit gutem Bier. Und Orchester. Aber irgendwie erinnere ich mich kaum an die Bands, und wenn ich nach 10 Minuten googlen das Line-Up immer noch nicht habe, dann ist das marketingtechnisch bissel schwach, oder? Egal, genossen. Hier bissel Zusammenfassung, bei Timothy Auld findet ihr mich im Publikum, und mit RY X ging mein Abend zu Ende. Muenchen, ich vermisse Dich.

PULS Festival. 26.11.2016, im BR, mit A., M., O., R., S., L., J., J., P., et al.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Die Paper Planes ...

... improvisieren mit Puppen und Gesang vom Feinsten.

The ADC Theatre / Corpus Playroom. The Spirits of Three, a puppet Christmas Tale. Mit/von den Paper Planes. Ueberraschungsdate am 09.12.2016, fuer A.

Samstag, 10. Dezember 2016

Paeckchen!


Wenn meine Mutter ein Paeckchen schickt, dann sind da oft gute Sachen drin (oder Dresdner Christstollen). Echt gute Sachen, auch ohne dem obligatorischen Buch:
  • Guhl Feuchtigkeits Aufbau Shampoo
  • Elemex Zahnpasta
  • Mozart Kugeln (!)
  • Himbeer Marmelade (selbstgemacht)
  • Weihnachtstee
  • Pantene Pro-V Anti-Schuppen Shampoo
  • Ritter Sport Nuss-Splitter
  • Ritter Sport Nugat (kriegt der Schatz)
  • Fenchel Tee (ich liebe Fenchel Tee)
  • Aronal Zahnpasta
  • Wellness Schaumdusche Sanddorn
  • Milka Schokolade Collage
  • Milka Schokolade Haselnuss
  • Pick Ungarische Salami
  • OB Tampons
  • Bahlsen Feinster Spekulatius
  • Nivea Soft Dose
  • Nivea Soft Tube
  • Zentis Marzipan Kartoffeln (x2)
  • Oral-B Zahnbuersten Aufsatz (x2)

Gute Sachen, und lustiges Fuellmaterial:
  • Schokotroepfchen zum Backen
  • Puderzucker
  • 3 Packungen Tempo Taschentuecher

Twitter Timeline - random (IV)

Mittwoch, 30. November 2016

Jahr zwei in England (Zahlen und Listen)


Karthik Chandrasekariah: two (flickr)(cc)

Jahr eins zum Vergleich.

Neue Pubs (Cambr.): 11
The Lion and the Lamb, The Plough, Darwin College Bar, The Hopbine, Kingston Arms, Devonshire Arms, Burleigh Arms, Royal Standard, The Snug, 2648. Prince Regent.

Neue Pubs (ausserhalb von Cambr.): 17(+18=35)
England: The Queens (Lynton), The Rising Sun (Lynmouth), Sloop Inn, Golden Lion (St. Ives), The Punch Bowl and Ladle (Feock), The Mesmerist, Ohso, North Laine Brewhouse, Saint James (Brighton), Balls Brothers, O'Neill's, The Marquis Cornwallis, Mabel's Tavern (London), The Royal Standard, Grand Central (Ely), The Draper's Arms (Peterborough), The Bridge House (St. Neots)
Schottland: Pittodrie Bar, Old Blackfriars (Aberdeen), Captain Flint's, The Lounge Bar, The Grand Hotel (Lerwick), Bothy Bar, Helgis, Skippers (Kirkwall), Black Isle Bar, Hootananny, Gellions, The Kings Highway (Inverness), The Old Bridge Inn (Aviemore), The Louden Tavern, Ad Lib (Glasgow), Joseph Pearce, Tiles, Hibernian Supporters Bar (Edinburgh).

Tage nicht in England: 25(+16=41)
Deutschland (4+3+4+3+3), Italien (4), Schottland (16). Deutschland: In Hamburg auf'm Kongress, Anfang Januar beim Ripperlessen, Geburtstage und Hochzeiten im Mai, Anfang und Ende August, in Muenchen, Franken und Thueringen. Italien: Mit den Maedels in Venedig. Schottland: Jahresurlaub auf Shetland und Orkney.

Museen (im weiteren Sinne): 7(+10=17)
England: British Museum, National Gallery, Westminster Abbey, Cambridge Museum of Technology, Barbara Hepworth Museum, Cornwall Seal Rescue, Eden Project.
Schottland: Shetland Museum, Dunattor Castle, Jarlshof, Scalloway Castle, Stromness Museum, Skara Brae, Ring von Brogar, Italian Chapel, Inverness Museum.
Venedig: Guggenheim.

National Trust Orte: 4
Oxburgh Hall, Dunster Castler, Levant Mine, Trelissick Gardens.

Counties, uebernacht: 5(+6=11)
England: Cambridgeshire, Somerset, Devon, Cornwall, Sussex.
Schottland: Zetland, Orkney, Aberdeen, Inverness, Perth, Midlothian.

Walks (in Cambridge und anderswo in UK): 3(+8=11)
St. Ives to Houghton and the Hemingfords, St. Neots, Peterborough (Cambridge & Umgebung), Lynton - Watersmeet, Valley of Rocks (Exmoor, Devon), Trelissick Gardens (Cornwall), Dunattor Castle - Stonehaven, Lerwick Broch, Bressay, Shapinsay, Aviemore (Schottland).

Gottesdienste: 5
Blackfriars, Markusdom (Venedig), St. Michael.

Sport aktiv: 25
11 x Laufen, 11 x Wandern, 2 x Fahrradtour. 2 x Kajak.

Partyeinladungen: 9
Zu Thanksgiving, zu den Nachbarn auf einen Drink, Weihnachtsparty, Grillparty im Sommer (leider verregnet), und leider, leider viele Abschiede.

Besuche: 13
8 Uebernachtet, 24 verschiedene Leute, 36 Tage.

Neue Colleges gesehen: 6
Christ, Queens, Churchill, Newnham, Sidney Sussex, Darwin.

Andere Sachen: 69
Kino: 4, Theater/Kabaret: 3, Konzerte: 5, Feuerwerke (aus'm Fenster): 1(1), Pub Quiz: 1, Sport live: 2, Sport im Pub: 5, Lesung: 1, Meetups: 21, Improv: 7, Bootstour/Punten 2/3, Bierfeste: 6, Distillen (Whisky, Gin): 3, Kuchen gebacken: 4

Samstag, 19. November 2016

Donnerstag, 17. November 2016

Twitter Timeline 10/16

Stumbles: One Sentences

22 of the Best Single Sentences on Writing
(good advice):
"The nearest I have to a rule is a Post-it on the wall in front of my desk saying ‘Faire et se taire’ (Flaubert), which I translate for myself as ‘Shut up and get on with it.’" (Helen Simpson)
"Try to leave out the part that readers tend to skip." (Elmore Leonard)
"Don’t tell me the moon is shining; show me the glint of light on broken glass." (Anton Chekov)
"Every character should want something, even if it is only a glass of water." (Kurt Vonnegut)

Mittwoch, 16. November 2016

Twitter outtakes: #ElectionNight

Dienstag, 15. November 2016

Filme August - Oktober 2016

Guardians of the Galaxy (2014)
Viel Gutes von dem Film gehoert, ergo nicht unbedingt viel erwartet, aber anders als bei Deadpool zum Beispiel dann doch sehr nach meinem Geschmack. Und: Ich mag Chris Pratt wirklich gerne. Ana Faris Eheman, ey! Superhelden (Outlaws), mit ganz anderem Ton, Outlaws, gutem Soundtrack, guten Charakteren. Und einem Baum. Leute, ein Baum! Muss ja gut sein. 8/10

X-Men: Days of Future Past (2014)
Nie ein gutes Zeichen, wenn man die Handlung von einem Film so gut wie komplett vergisst. Ich erinnere mich an die Eingangsszene mit Kitty Pryde und Iceman (weil ich die halt aus den ersten Filmen mag), und danach wirds dunkel. X-Men hab ich sehr geliebt, mag ich eigentlich auch immer noch, aber irgendwie wird's schwammig. Zu viele Filme. Also nachlesen, und dann merken, dass man den Film eigentlich doch halbwegs mochte - zurueck in die Vergangenheit um die Zukunft zu retten - und immerhin Mystique, ne. 5/10

Wiener Dog (2016)
Absolut stranger Film um einen Dackel in vier Episoden. Schwarz humorig. Der Hund wird quasi von Haus zu Haus gereicht, in insgesamt befremdlichen Begebenheiten, um am Ende ueberfahren zu werden - und dann ausgestopft in der Vernissage eines der Nebencharaktere zu landen. Irgendwie grossartig. Irgendwie extrem seltsam. Und irgendwie krass, dass das dann der einzige Film ist denn man in ungefaehr sechs Monaten im Kino sieht. Arts Picturehouse, 24.08.2016, mit A. 8/10

Magnificent Seven (2016)
Der Schatz sucht den Film aus - ohne Worte. Aber bei Chris Pratt gehe ich natuerlich gerne mit. Und natuerlich Remake des gleichnamigen Filmklassikers aus den 60ern mit Yul Brynner, Eli Wallach, Horst Buchholz, Steve McQueen, Charles Bronson et al. In der Neuauflage treffen wir auf Denzel Washington, den schon erwaehnten Chris Pratt, Ethan Hawke, Vincent D'Onofrio und Peter Sarsgaard; Regie von Antoine Fuqua (den ich wohl hauptsaechlich durch King Arthur kenne), geschrieben u.a. von Nic Pizzolatto, den man als den Mann hinter True Detective kennt. Nicht sooo der Bringer. Popcornkino, aber nichts neues dem Westerngenre hinzugefuegt - das dazu dann einfach auch etwas ueberholt ist. Die Handlung plaetschert dann so vor sich hin, man freut sich ueber die Besetzung und wann immer Chris Pratt ins Bild kommt, aber das war's dann auch so ziemlich ... Vielleicht doch nochmal lieber das Orginal ansehen. Vue, 11.10.2016, mit A. 5/10

The Big Short (2015)
Beruhend auf dem gleichnamigen Buch, beleuchtet der Film die Finanzkrise von 2007-2008. Regie und Teile des Drehbuchs von Adam McKay versammelt auch dieser Film ein grossartiges Ensemble mit Christian Bale, Steve Carell, Ryan Gosling, Brad Pitt, Melissa Leo, Marisa Tomei und weiteren - hinzu kommen Cameo Auftritte von Margot Robbie, Anthony Bourdain, Selena Gomez und Richard Thaler. Letztere erscheinen im Film in direktem Addressat an den Zuschauer um einzelne Details zu erklaeren - und auch einige der Schauspieler, besonders Gosling, wenden sich oft direkt ans Publikum. Der so sehr lebhaft strukturierte Film wird zu einer der am interessantest gefilmten Dokumentationen, zudem solide durchstrukturiert und gut gespielt - wunderbar. 9.5/10



Dienstag, 8. November 2016

Oktober: Glamour, Skizzen, Feedback, dunkle Hunde



26) Evelyn Waugh: Brideshead Revisited**
Noch einer meiner England Klassiker. Es schildert das gesellschaftliche Leben in England zwischen 1920 und 1940 anhand des Werdegangs eines Oxforder Studenten und seiner Freundschaft mit einer in hoeheren aristokratischen Kreisen angesiedelten, katholischen Familie. Ausufernd, dramatisch, reich, ornamental. Von Waugh waehrend des Krieges geschrieben, als er im Lazarett eine Fallschirmsprungsverletzung auskurierte. Wunderbar, man kann sich hier reinsinken lassen wie in einen Thomas Mann.

27) Reif Larsen: The Selected Works of T.S. Spivet*
Ungewoehnliches Buch, das allein schon durch das Format heraussticht - ueberdimensioniert, um Randbemerkungen, Skizzen und Statistiken des Protagonisten mit einzubauen, damit auch die Quelle stilisierend, die Notizbuecher des zwoelf Jahre alten T.S. Spivet. Die Geschichte selbst und ihre Illustrationen haben ein ungemein schoenes und starkes erstes Drittel, das sich auf den Kartenzeichner und seinen Mikrokosmos konzentriert, um dann stark nachzulassen: Im zweiten Drittel folgen wir einer Biographie romantischen Charakters die unglaubwuerdigerweise seiner klarkoepfige Mutter, einer Naturwissenschaftlerin, als Autorin zugeschrieben wird, und das letzte Drittel verwebt dann einen vermeintlichen Mord und Geheimgesellschaften miteinander. Schade, sehr.

28) Charles Seashore, Edith Whitfield Seashore, Jerry Weinberg: What Did You Say? The Art of Giving and Receiving Feedback*
In die Leserunde in der Arbeit eingeschmuggelt. Besonders zu Beginn meiner jetzigen Arbeitsstelle fehlte mir das direkte Feedback vom Chef, das er weitestgehend verweigerte, sich auf Weinbergs Feedbackbuch berufend. Dieses empfehle, kein Feedback zu geben - ohne es gelesen zu haben konnte ich kaum widersprechen. Jetzt wuerde ich (und habe ich), denn Weinberg sagt keineswegs dass man kein Feedback geben sollte, weist hingegen gekonnt darauf hin, wie vielschichtig Feedback ist - das oft mehr ueber einen selber aussagt, als ueber die beratene Person - und empfiehlt, es nicht ungefragt zu geben. Insgesamt gute Gedanken, viel hilfreiches, aber auch wenig ueberraschendes und Kategorisierung deren Herkunft und Hilfreichigkeit ich nicht immer nachvollziehen kann. Ich vermisse inzwischen irgendwie, allerdings nicht nur hier, Einsichten vermittelt zu bekommen, bei denen es klickt, die so richtig "Booom!" machen. Koennte an mir liegen?

29) Sir Arthur Conan Doyle: The Hound of the Baskervilles*
Noch ein England Klassiker, sollten ja dieses Jahr zwoelf davon werden. Ich hatte von Doyle schon einige der Sherlock Holmes Geschichten gelesen, aber das Hauptwerk noch nicht. Insgesamt wunderbar, aber wie ich finde der Kriminalkern in den kuerzeren Erzaehlungen noch mehr auf den Punkt gebracht - hier kommen verschiedene Stil und Gespraechsformen zusammen (Brief, Gespraech, Erzaehlung, Tagebuch), die mir zu unverbunden erscheinen und den Fluss der Geschichte womoeglich eher trueben. Fuer den gegenwaertigen Rezipienten dann doch *hust* die Serienverfilmung ...

Mittwoch, 2. November 2016

Stumbles: Literature Map

Literature-Map: The Tourist Map of Literature.
(could we have one just for individual books, too, please?)


"What else do readers of Stephen King read? The closer two writers are, the more likely someone will like both of them. Click on any name to travel along."

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Shetland & Orkney


17.09.-02.10.2016. Wunderbarst.

A: Aberdeen
- Dunnottar Castle
B: Lerwick (Shetland)
- Bressay
- Sumburgh Head
- Jarlshof
- St Ninians Isle
- Scalloway Castle
C: Kirkwall (Orkney)
- Shapinsay
- Stromness
- Skara Brae
- Ring of Brodgar
- Italian Chapel
D: Inverness (Highlands)
- Wick
- Cromarty
- Glen Ord Distillery
- Loch Ness (Urquhart Castle)
E: Aviemore (Highlands, Cairngorms)
F: Edinburgh
- Glasgow (Rangers Stadium)


Donnerstag, 20. Oktober 2016

September: Weltraumtiefen, Sturmhoehen, Diktaturabgruende, Inselmysterien (und was Leichtes)



21) Tammara Webber: Easy
Was Leichtes. Die Wochenenden zuvor waren dicht besetzt - Elternbesuch, Hochzeitsbesuch, Elternbesuch mit integriertem Cousinenbesuch. Die Arbeitswochen waren aehnlich angefuellt - die neuen in-gesourcten Teammitglieder kamen fuer zwei Wochen ins Buero, ich organisierte allgemein und dann zusaetzlich noch einen internen und einen externen Workshop. Den ersten frei-frei-freien Samstag (der Schatz musste arbeiten, fuer den Sonntag war ein Brautladenbesuch geplant) verbrachte ich - nicht ueberraschend - mit grossem Beduerfnis nicht zu reden im Bett und auf dem Sofa und versank in einer bestsellenden NA Fiction. Die Romanze baut sich durchwegs auf, Verwechslung und Missverstaendnisse sind eingebaut, dunkle (halb unglaubwuerdige) Hintergruende eingeflochten, ich mag Universitaetsatmosphaere und der Protagonist zeichnet. Ab und an tut das einfach gut.

22) Orson Scott Card: Enders Game**
Urlaub. Und ich hatte klug(e) Buecher gewaehlt - welche die ich gerne lesen wollte, gerne in Ruhe lesen wollte, und die Dank Klassikerstatus auch versprachen vorzuhalten. Von Enders Game hatte mein bester Freund geschwaermt (mit dem ich dann auch die Verfilmung gesehen hatte), zudem hat der Roman sowohl Hugo als auch Nebula gewonnen - es gibt schlechtere Empfehlungen. Und zu recht. Die Story ist durchgehend spannend, man will weiterlesen und beobachten wie Ender spielt, lernt, waechst. Nicht unkontrovers ist der stark militaerisch gepraegte Rahmen, das Ende ein Genozide, vermeintlich zum Ueberleben der eigenen Rasse. Getragen wird der Roman von seinem fast psychologischen Rahmen, die Geschichte ist durchflochten von Enders eigenen Reflektionen sowie der Beurteilung Anderer, was den Leser in eine interessante Position bringt die Gruppendynamiken wahrzunehmen und moeglicherweise von diesen zu lernen.

23) Emily Brontë: Wuthering Heights**
Wuthering Heights klaubt man am Besten als beat-up second-hand book in der Buecherecke eines warmen Cafes auf den Shetland Inseln auf, waehrend draussen der Wind um die Haeuser pfeift. Um das Bild noch runder zu machen, nimmt man es dann auf Inselwanderungen mit, und liest es oben auf dem Huegel auf einem Felsstein sitzend (waehrend der Wind um die Ohren pfeift). Volltreffer. Ansonsten ein durchaus grossartiges Buch, wobei mir die Verherrlichung der Liebesgeschichte zwischen Heathcliff und Catherine seltsam erscheint. Irgendwie steige ich in diese grenzwertige, ungesunde Beziehung nicht wirklich ein.

24) Alan Moore, David Lloyd: V for Vendetta**
Aktueller denn je. Meilenstein. Verfilmt (Fan). Symbol und Platzhalter fuer vieles, jetzt. Englisch, England. Lesen.

"Knowledge, like air, is vital to life. Like air, no one should be denied it." - V

25) Agatha Christie: And Then There Were None**
Der meist adaptierte und verkaufte von Agatha Christies Werken, auf den sie selber wegen des komplexen Themas und quasi unaufgeloesten Endes stolz war. Zehn Personen treffen auf einer einsamen Insel zusammen, von der es kein Herunterkommen gibt. Alle sind eines Verbrechens angeklagt. Alle werden peu a peu entsprechend des durchweg zitierten Nursery Rhymes umgebracht. Nur: wer ist der Taeter wenn am Ende alle tot sind? Wunderbar zu lesen, kaum zu durchschauen von Leser oder Scotland Yard, die am Ende noch hinzukommen, musste der Plot per Flaschenpost aufgeloest werden. Meisterlich!

Freitag, 14. Oktober 2016

Vertraut

"You know the detective's curse? The solution was right under my nose, but I was paying attention to the wrong clues."

- Marty Hart, True Detectives, Season 1, Episode 4.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Twitter Timeline 09/16

Dienstag, 27. September 2016

Patronus? A murder of Crows.

Sun Tzu? Pah!

"Listen, Ender, commanders have just as much authority as you let them have. The more you obey them, the more power they have over you." (8.60)

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“If you hadn’t killed the queen, Mazer, would we have lost the war?”

“I’d say the odds would have been three to two against us. I still think I could have trashed their fleet pretty badly before they burned us out. They have great response time and a lot of firepower, but we have a few advantages, too. Every single one of our ships contains an intelligent human being who’s thinking on his own. Every one of us is capable of coming up with a brilliant solution to a problem. They can only come up with one brilliant solution at a time. The buggers think fast, but they aren’t smart all over. But on our side, even when some incredibly timid and stupid commanders lost the major battles of the Second Invasion, some of their subordinates were able to do real damage to the bugger fleet.”

-- Orson Scott Card: Enders Game, 1985, p 102, p. 272f. (Good advice on how to position yourself, and on trusting in your team).

Dienstag, 13. September 2016

Or an ottoman?


Die Barenaked Ladies habe ich 1999 zum ersten Mal gesehen. Bei Rock im Park, auf der Center Stage, als niemand sie kannte, nachmittags, und am Ende waren wir alle verliebt. Eine der entspanntesten und froehlichsten Livebands die ich je gesehen habe. Und absoluter Bonus: Kurz darauf dann festgestellt, dass diese Liebe von meinen zwei alten Lieblingsschulfreunden geteilt wird. Die beiden zu "If I had a million dollars" abgehen zu sehen ist eine meiner all-time Lieblingserinnerungen. Jetzt alle erwachsen, die Band immer noch toll, und manche Leute sicher im Konzert wegen der Big Bang Titelmusik. Mir egal, mir geht immer noch das Herz auf, wenn's um Dijon-Ketchup geht.
Corn Exchange, mit A., 08.09.2016.