Sonntag, 30. Juni 2019

And Then There Was An Easy Chocolate Fudge Cake.


Der Schatz legt das Kuchenmandat in der Arbeit nieder, ich schlug vor, dazu Kuchen beizutragen. Schoko, war der Wunsch, und das war genau das Richtige nach einer stressreichen und teils unerfreulichen Woche und zudem zeitgenau zum Geburtstag seines Chefs. Ich allerdings erst in Schrecken - Schokokuchen mache ich nie, ein erster Brownieversuch vor Jahren schlug spektakulaer fehl. Aber gut, zur Not kann ja fremdgekauft werden, ich versuche es mal - und stiess auf dieses fantastische Rezept fuer einen "Easy Chocolate Fudge Cake", den man nicht quer schneiden muss, bei dem ich sogar ein Cremeglasurdingens hinkriege und der mit fantastischen Schlagworten fuer sich wirbt ("foolproof!", "crazy easy", "intensely chocolatey", "moist and fudgy", "VERY forgiving!").



  • Ofen auf 150C (standard) or 130C (fan) vorheizen
  • Eine 22 cm Springform einbuttern, ggf. mit Backpapier auslegen
  • 125g dunkle Schokolade (70% cocoa dark chocolate) und 100g gesalzene Butter unter ruehren schmelzen,
  • 275g Zucker, 1/4 cup / 65 ml Oel, 1 TL Vanilla extract rein mischen
  • 2 Eier rein mischen
  • 1/4 cup / 17 g Kakaopulver, 150g Mehl, 1 TL Backpulver rein mischen
  • 250 ml kochendheisses Wasser rein mischen

Ergibt eine recht fluessige Mischung - die in die Backform fuellen und etwa fuer eine Stunde backen. Oberflaeche wird warscheinlich brechen, kein Stress, kommt ja Glasur drauf:

  • 175 ml Sahne (vollfett) und 175 g dunkle Schokolade (70% cocoa dark chocolate) unter ruehren schmelzen, nicht aufkochen lassen
  • 1-2 Stunden in den Kuehlschrank, bis das ganze streichbare Konsistenz hat (Nutella / Erdnussbuttermaessig)

Auf den erkalteten Kuchen streichen. Ich habe bissel weniger Guss gemacht (eigentlich 250ml/g), und dafuer die Seiten weggelassen, weil es dann besser zu transportieren war. Und Tatsache, die Wellen kriegt man easy mit einem Teeloeffel reingeswirlt.

Schritt zurueck und staunen: Ich habe einen Schokokuchen gemacht. Mit Ganache! Und damit ein paar Menschen richtig gluecklich gemacht diese Woche.

Dienstag, 25. Juni 2019

Jahre spaeter ...


© Jonas Tana: The Bookmonster, again. (CC BY-NC-ND 2.0)

Von den Erzaehlungen eines Islaenders inspiriert, habe ich mir im September 2013 eine Winterliste zurecht gelegt, zwoelf Buecher die ich in der ruhigeren Zeit lesen wollte - und seit heute ich bin durch, Jahre spaeter :) Dennoch ein schoener Antrieb, manche Klassiker und interessante Querschlaeger, die schon lange auf Stapeln lagen, anzugehen, bereut habe ich wenig, geschaetzt viel:


Ein grosser Einbruch kam mit dem Umzug - Zadie Smith noch zuvor ausgelesen, aber dann geriet die Liste ins Stocken. Es half nicht, dass ich Tim Butchers 'Blood River' eher enttaeuschend und muehsam fand, waehrend ich insgesamt sonst 8/12 Doppelsterne vergab. Das ist ja nun nicht so schlecht, an sich. Ob ich wohl nochmal eine Liste wagen sollte? Oder waere es aehnlich, mir die Urlaubs Long/Shortlists wieder vor Augen fuehren?

Mittwoch, 19. Juni 2019

Twitter Timeline 05/19

Montag, 17. Juni 2019

31 unblogged things (05/19)

Mai 2019


Mittwoch, 1.: Die hollaendische Arbeitskollegin entertaint uns zur Lunchzeit mit einem Vortrag zu "Some Dutch for n00bs", und wie so oft werden Fragen zu deutschen Parallelen gestellt. Auch das deutsche Namensgeberecht kommt wiedermal zur Sprache, erkennbar als Vorname, nicht einfach irgendwas eh?
Donnerstag, 2.:Ich arbeite von zu Hause, das darf ich jetzt einmal die Woche weil alles so anstrengend geworden ist - das dritte Trimester gruesst. Mittags quatsche ich mit einem geschaetzten Tester ueber workshops, nachmittags sehen wir den Kleinen im Scan - er passt schon quasi kaum mehr aufs Foto, entwickelt sich praechtig - happy.
Freitag, 3.: Ich hoere wieder Menschen zu - die erste nach einer schwierigen Schicht ist wichtig, gerade am Anfang, und sie geht vorueber, mit ein paar Brocken, aber es geht. Es ist immer die Angst da, etwas falsch zu machen, nicht angemessen zu reagieren, mehr zu verletzten als zu helfen - die Leiter und Betreuer helfen das einzuordnen.
Samstag, 4. : Ein langes Bank Holiday weekend, und endlich ist Zeit, mit Vorbereitungen zu beginnen, die innere Panik ist inzwischen recht gross geworden und wer weiss wie lange die Kraefte noch reichen. Die naechsten drei Tage sind dicht: Wir sortieren aus, saeckeweise kommen Klamotten zu Oxfam, Teppiche, Ecken, Buecher und Krusch werden entstaubt, Babyklamotten werden gewaschen und bekommen ihren Platz (an der Sonne), Medikamente aussortiert, Sperrmuell zur Deponie gefahren.



Sonntag, 5.: Treffen mit der liebsten Freundin im Old Spring, die lustige Geschichten aus ihrer Kindheit auf einer irischen Farm erzaehlt. Und langsam sehe ich richtig schwanger aus.
Montag, 6.: Nach drei Tagen Fruehjahrsputz belohnen wir uns abends mit einem schoenen Essen im Taikhun - alkoholfreie Cocktails for the win, Pfefferrind, Huhn und Nudeln, Fruehlingsrollen und Spiesse, fantastisch.
Dienstag, 7.: Zurueck in der Arbeit bin ich muede, muede, muede. Frueh nach Hause, noch schnell per mail zur EU Wahl anmelden, dann gleich ins Bett, waehrend der Kleine ungeruehrt im Bauch krawallt.
Mittwoch, 8.: wfh - mit Gewitter, ganz mein Ding.
Donnerstag, 9.: Der erstmals letzte Osteopathen Termin, danach lerne ich bei selbstgemachten Brownies mehr ueber die Gefaengniskultur in UK, waehrend ich mich im Stuhl winde - sitzen geht manchmal gar nicht mehr gut.
Freitag, 10.: Schmerzen, ich schleppe mich durch den Tag. "Kruecken" und "Rollstuhl" kommen aus den Beschreibungen von PGP in der Schwangerschaft wieder ganz nach vorne ins Bewusstsein, und das macht einfach Angst. Abends wird der liebsten Freundin zum Geburtstag gedacht, vom Wandering Yak geschlemmt und dann ausfuehrlichst gelegen ...
Samstag, 11.: Wir sind in Sachen Equipment unterwegs - in Fulbourn in einem Baby Second Hand Laden werden erstmals selber Baby Sachen eingekauft (muss auch mal sein), spaeter im Boots und John Lewis Angebote gesichtet. Ich bin grob erleichtert, hier in Sachen Babyausstattung fuendig zu werden, nachdem ich mit Maternity Clothes so unerfolgreich war, hatte ich schon Kleinstadt Aengste. Der Tag ist anstrengend, ich esse zu wenig, der Kleine ist recht ruhig im Bauch - das sorgt.
Sonntag, 12.: Es wird lange mit der liebsten Freundin telefoniert - das freut.
Montag, 13.: Mittagessen mit befreundeten Testerkollegen - der wieder in die australische Heimat heimgekehrte fehlt, aber ich freue mich ueber den Meetupnachfolger und ueber den anderen Testmanager, eh, immer.
Dienstag, 14: Hospital Tour im Rosie - wir sehen die Raeume, sprechen mit Hebammen, Ernaehrungsberatern, Ultraschallmenschen, Anaesthesisten, Stillexperten.
Mittwoch, 15.: Die Hebamme ist happy, man kann fliegen, und alle sind begeistert ob dem schoenen Bauch.
Donnerstag, 16.: Der Tag ist anstrengend, ich hole mir erstmals einen Pilz um die Beine hochzulegen, frage mich wie ich den Kurztrip nach Deutschland bewaeltigen soll. Die Volunteer Shift abends hilft ueberraschenderweise, ich kann einfach nur sitzen, bin konzentriert, halte durch.
Freitag, 17.: Abflug in die Pfalz. Den ersten Hochzeitsgast treffen wir ueberraschend bereits beim Einchecken in Stansted - A. ist gerade an der Uni in Nottingham und hat den gleichen Flieger. Das Hochzeitspaar und weitere geschaetzte Gaeste dann abends, bei Spargel, Wuersten, Fleischpflanzerl. Ein Fest.
Samstag, 18.: Und noch mehr Fest. Fruehstueck, ausruhen, Kirche, Festgelage, tanzen. Wunderbarst.



Sonntag, 19.: Fruehstueck, plaudern, Terrasse und dann gemuetliches Bummeln ueber Anweiler gen Baden-Baden, wo es nochmal Schnitzel gibt.
Montag, 20.: Ich merke wie anstrenged doch alles war - die Programmpunkte sind eigentlich nur der Heimflug, aber schon das Sitzen in der Abflughalle kommt mir wie ein Kraftakt vor, zu Hause geht es dann direkt in die Horizontale.
Dienstag, 21.: Nachdem nun auch noch der Magen rebelliert, melde ich mich krank ...
Mittwoch, 22.: ... und ruhe und schlafe mehr oder minder zwei Tage durch. Dann war's wohl noetig wuerde meine Mutter sagen, und: es tut gut.
Donnerstag, 23.: In der Arbeit, wenn auch nicht sehr lange - sitzen und stehen ist anstrengend. Die Abendverabredungen mit den spanischen Nachbarn muss dran glauben, wieder ab ins Bett - eigentlich ist das Bierfest diese Woche, das erstmalig komplett ohne mich stattfindet.
Freitag, 24.: Endlich etwas besser, und abends gibt's lecker Häagen-Dazs Eis.
Samstag, 25.: Es ging zum Antenatal Kurs im Rosie, dem kostenfreien Standardkurs der NHS. Wir erinnern uns: Der Arbeitskollege riet zum zahlungspflichtigen, privaten NCT Kurs, weil man da mit Leuten im Kurs ist, die einem naeher sind - zum kostenfreien NHS Kurs hingegen geht die Plebs, quasi (!). Und es sei ja wichtig, weil in diesen Kursen legt man ja den Grundstein, netzwerktechnisch und ueberhaupt. Mir widerstrebte das als Ansatz gewaltig, ausserdem sah ich mich schon voll verklemmt im NCT Kurs ("200 Pfund hingeblaettert! Ich MUSS hier Leute kennenlernen die Freunde fuers Leben werden!"). Ich bockte, wir meldeten uns zum NHS Kurs an, jetzt erst recht und ohnehin auf Anraten meiner Hebamme. Und ich haette lachen koennen: Eine absolut angenehme Mischung an Leuten, mit auch anderen Auslaendern (nicht nur fuehlt man sich da nicht so wie der Exot, hier in Cambridge heisst das halt in der Regel Uni- oder Forschungsnaehe, also hoher Bildungsstandard), Leuten die sich Notizen machten, freundlich waren und gute Fragen stellten, eine schoene Alters- und Kulturenmischung, ich fuehlte mich wohl. Der Abschuss war dann noch das extrem sympathische, schottisch-deutsche Paerchen, das zum Vertreiben der Wartezeit Buecher hervorzog (ECKERMANN! Geht's noch!), und mit denen man dann gluecklicherweise schnell ins Gespraech kam. Und ich ausserdem, immer noch oberbockig, und ueberraschend kontaktoffen, beschloss, dass man ja eine Whats-App Gruppe auch selber anleiern koenne, sammelte Adressen, schrieb emails, brachte Leute zusammen. Und der Kurs selber? Fantastisch, im Rosie, informativ, so dass man am Ende doch etwas beruhigter aus allem herausging. Nur das Auto, das sprang beim Heimfahren nicht mehr an - Starthilfe eines unglaublich netten Addenbrooke Mitarbeiters spaeter ging es dann endlich nach Hause.



Sonntag, 26.: Der Schatz faehrt nach London zum Fussball, und ich? Ich recherchiere ausfuehrlichst Kinderwaegen - Stunden spaeter bin ich wieder bei der Erstwahl angelangt, der mir nach den ersten 10 Minuten in's Auge gefallen war ^^ - nun gut.
Montag, 27.: Es ist Feiertag, und ich fahre Auto - zum ersten Mal seit wahrscheinlich 12 Jahren, mit einem netten Fahrlehrer neben mir der Sachen sagt wie: "You're a confident driver." und "We usually try to keep to the speed limit." Eieieiei.
Dienstag, 28.: Ein Tag an dem ich zwei grosse Hacken mache: Ich presentiere die aufgesetzte Testautomatisierung mit pytest in der Arbeit und abends gehts zur letzten Volunteering-Schicht vor der langen Pause. Es wird.
Mittwoch, 29.: Ich arbeite von zu Hause - unterbrochen von Hebamme und einem weiteren Nursery Besuch - chaotischer Gesamteindruck, das wird's wohl eher nicht werden. Insgesamt wieder stark erledigt von allem.
Donnerstag, 30.: Die herzallerliebste koreanische Entwicklerin, mit der ich vor zwei Jahren auf einem Projekt sass, hatte gefragt ob ich nochmal mit ihr Essen will - weitere liebe Kollegen aus dem Finance Team kommen mit, was ein schoener Mittag im Pub in Milton.
Freitag, 31.: Baby's moegen auch Kuchen - als quasi kleiner Abschied (weil ich auch die naechsten Freitage frei habe), bringe ich nochmal (gekauften) Kuchen in die Arbeit mit zur freitaeglichen Kuchenrota. Dass auch vegan und glutenfrei dabei ist, sorgt anscheinend fuer grosse Freude - Ui.



Und schon ist der Mai zu Ende. Ups. Keine sechs Wochen mehr ...

Semolina Yogurt Cake


Schmeckt Kollegen, neuen und alten Freunden, Kindern.

Auf das Rezept vom 'Inquiring Chef' bin ich gestossen, als ich im Orientladen Semolina entdeckt hatte - ich dachte erst an Ottolenghi, aber dann wurde es dies, und niemand wird sich wundern, warum:

This is the cake. The “I don’t feel like pulling out my mixer” cake. Or the “I’m no good at baking” cake. It’s even the “I just spent 24 hours on a plane and my brain is still at the beach” cake. This yogurt cake made with semolina flour and flavored with a bit of lemon simple syrup is the solution to all manner of cake-baking problems. It is a simple, one-bowl, foolproof cake recipe.

Genau mein Wetter. Wegen dem amerikanischen Rezept wird alles in cups angegeben, aber fantastischerweise habe ich einen Stoss stapelbarer cup/ml Messbecher mal dem Schatz zum Geburtstag geschenkt, zusammen mit einer kleinen Kuchenform, in die alles perfekt reinpasst - ergibt dann acht grosszuegige Stuecke. Das Rezept habe ich mehr oder minder genau uebernommen, nur vor allem den Syrup geviertelt, das schien ausreichend - nur dass der Kuchen dann wohl weniger suess als geplant ist, ich ueberlege noch, ob man das vielleicht mit mehr Zucker im Teig oder mit Sahne oder Vanillesosse dazu kontert? Ausserdem kippe ich einen Stoss Heidelbeeren mit rein, das finde ich macht den Kuchen interessanter.

Syrup:
  • 1/4 cup water
  • 1/4 cup granulated sugar
  • juice from 1/4 lemon

For the cake:
  • 1 cup semolina
  • ½ cup sugar
  • 1½ cup plain yogurt
  • ½ cup vegetable oil
  • 3 large eggs
  • 3 tablespoons flour
  • ½ teaspoon vanilla extract
  • 1½ teaspoon baking powder
  • ½ teaspoon salt
  • two handful of blueberries

Die Joghurtmenge ist mehr als man denkt - etwa ein grosser Becher, die Semolinamenge weniger, etwa 170 gr. Heidelbeeren (oder andere Fruechte) halt wie man hat. Und Semolina (fancy, fancy) uebrigens, das ist halt schlicht schnoeder Grieß.

Instructions
Ofen vorheizen auf 180 Grad Celsius. eine etwa 20cm Kuchenform einoelen und ggf. semmelbroeseln. Eier und Zucker vermischen. Joghurt und Oel hinzugeben. Alle anderen Zutaten zugeben, am Schluss die Heidelbeeren, alles gut veruehren und in die Kuchenform geben. In den Ofen fuer 30-40 Min ("just until the center of the cake is set and the top turns golden brown"). Waehrenddessen Wasser und Zucker kochen bis der Zucker aufgeloest ist, Zitrone dazugeben, auskuehlen lassen. Ueber den Kuchen geben, wenn er aus dem Ofen kommt (ich steche dafuer mit einem Holzspiess Loecher ein). Schmeckt auch erfrischend aus dem Kuehlschrank :)

Samstag, 15. Juni 2019

Just a sec ...

Montag, 10. Juni 2019

True dat.